Wie die Zeit vergeht ... Chili ist inzwischen über 5 Jahre alt

Am 29. April 2025 ist sie im Alter von über 13 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen.
Von ihren Abenteuern von 2017 bis 2025 berichten unsere Reiseberichte:
www.hovimobil.de - Hovis on Tour
Besucherzaehler

Kurz vor Weihnachten 2016 hat Mama Carla sich beim Toben einen Bruch und kompletten Bänderriss im Karpalgelenk zugezogen. Nachdem das Gelenk mit einer Platte und 11 Schrauben versteift wurde, mussten wir sie monatelang schonen. Erst im April 2017 wagten wir die erste kleine Wohnmobil-Reise zu unserer Tochter in Bobenheim-Roxheim. Inzwischen war Mama Carla mit ihren 11 Jahren wieder so fit, dass wir ganz normal mit ihr spazieren gehen konnten. Sicherheitshalber trug sie aber immer noch eine Bandage.

Im Tierpark von Worms
April 2017


Ab durch die Mitte in den Osten
Juni 2017

Oybin, Zittauer Berge >

Tierpark Cottbus


Fahrt in den Bayerischen Wald
August 2017


Fahrt an die Ostsee: Darß, Rügen, Usedom
September 2017


Wandern in der Fränkischen Schweiz
April 2018


Norwegen - der Weg ist das Ziel
Juni 2018


Sächsische Schweiz
September 2018


Hundeurlaub auf Texel
November 2018


Sauerland
April 2019



mehr Bilder von Chili's Reisen
mit Mama Carla gibt es bei den Hovis on Tour




Dienstag, 29. April 2025

Zwei Wochen nach einer letzten Reise an ihre geliebte Nordsee verschlechterte sich Chilis Gesundheitszustand rapide.
Am 27.4. stellte Chili das Fressen ein. Das war für mich das Signal, die Tierärztin zu rufen.
Am 29. April 2025 ist Chili im Alter von 13 Jahren und 81 Tagen über die Regenbogenbrücke gegangen.

Wir vermissen Chili sehr.
Sie wurde mir in die Hand geboren und ist in meinen Armen gestorben.
Ihr ganzes Leben lag in meiner Hand.

Chili war immer in meiner Nähe - wie ein Schatten.
Wenn ich mit dem Auto zum Einkaufen fuhr, wartete sie geduldig hinter dem Gartentörchen, bis ich wieder da war.
Sie war eine treue Seele und ich werde sie immer vermissen.

Auch nach Wochen hatte ich immer noch das Gefühl, dass sie in meiner Nähe ist.
Aber da ist keiner mehr.

Chili war mein dritter Hovawart und sie wird mein letzter Hund sein.
Zeitweise hatten wir 3 große Hunde gleichzeitig und sind auch mit ihnen im Wohnmobil auf vielen Reisen gewesen.
Mein Leben zusammen mit Hunden hat ein Ende gefunden. Es fällt mir unsagbar schwer.



Ein Nachruf

Chili wurde mir in die Hand geboren. Sie war die einzige Hündin des Wurfes und hatte 8 Brüder. Schon in der Geschwistergruppe zeigte sie sich sehr selbstbewusst. Bei den ersten Ausflügen durch den Garten ohne Mama und Geschwister war sie die einzige, die den Garten wirklich völlig selbständig erkundete. Alle anderen Welpen orientierten sich an mir, ihrer Züchterin. Nur Chili brauchte mich nicht wirklich.
In der Welpenschule war Chili diejenige, die Neuankömmlinge, die noch etwas unsicher waren, in die Gruppe einführte. Schon als Welpe/Junghund konnte Chili anderen Hunden Sicherheit vermitteln. Das fiel mir auch später immer wieder auf. Andere Hunde folgten ihr gerne.
Auch später zeigte sie ein sehr schönes Sozialverhalten, wenn ein neuer junger Hund in unsere Nachbarschaft kam. Erst spielte sie mit ihn, und wenn er mit ihr warm geworden war, zeigte sie ihm auf freundliche Weise ihre Dominanz. Die anderen Hunde haben sie respektiert und sich ihr gerne angeschlossen. So war  es z.B. immer sehr schön, das harmonische Verhalten zwischen Chili und der 9 Jahre jüngeren Labrador Hündin Pepper zu beobachten.
Das soll natürlich nicht heißen, dass sie alle Hunde mochte. Auch Chili konnte einige wenige Hunde absolut nicht leiden. Und das zeigte sie dann auch deutlich. Unterworfen hat sie sich nie. Hovawart halt. Alle meine Hunde waren Führungspersönlichkeiten: Häuptlinge - keine Indianer

Chili war immer in meiner Nähe - wie ein Schatten. Wenn ich mit dem Auto zum Einkaufen fuhr, wartete sie gedulig hinter dem Gartentörchen, bis ich wieder da war. Sie war eine treue Seele und ich werde sie immer vermissen.



Drei Tage in deinem Leben

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...

Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre, die da kommen werden, mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich neun oder zehn Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag - wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe für Dein Haustier stehst, für das Du die vielen von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn Dir Dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren. Nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster Freund - gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen, die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

© Martin Scot Kosins
Übersetzt aus dem Englischen von Lutz Schneider


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