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Wilderer auf vier Pfoten - direkt zum Anti-Jagd-Training

Der Hund ist einer der wenigen letzten Gründe,
mit dem man manche Menschen zu einem Spaziergang überreden kann.
Orlando Batista

So weit die Pfoten tragen
- Abenteuer unterwegs -
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Holzaktion
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Auf ins Abenteuerland ...
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Herbstjagd
Die Beißwurst ist heiß begehrt,
auch wenn sie gar nicht nach Wurst schmeckt!

Das Ungeheuer von Dog Nass entsteigt den Fluten

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Schneewanderung mit unserem abenteuerlustigen "Pünktchen"

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'Dog-Dancing' - einmal anders


Spieler gesucht und gefunden

alte Freunde

Aussichtsturm: Abstieg aus luftiger Höhe

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friedliche Begegnung der "dritten Art"

unheimliche Begegnung der "zweiten Art"

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Vatertagswanderung

der Bankdirektor >

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Wehe, wenn sie losgelassen ...
Menschenfrust durch Hundelust

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Wehret den Anfängen - Fernsteuerung - Bindung, Aufmerksamkeit- Futterbeutel apportieren - Fährten, Stöbern
Schleppleine - Gehorsam - Strafe - Rudelausschluss
Supersignal
- Verhaltensabbruch/Impulskontrolle
Signalkontrolle

Erziehungstipps gegen unerwünschtes Jagdverhalten
- damit der Hund nicht zum Freiwild wird

Das Jagen mag ein Problem für den Hundehalter sein - für den Hund ist es überhaupt kein Problem - Jagen ist für ihn die natürlichste Sache der Welt. Und nicht nur das: Jagen/Hetzen versetzt den Hund in einen euphorischen Rauschzustand. Jagen ist selbstbelohnend. Um Erfolg zu haben, braucht der Hund das Wild gar nicht zu erbeuten: er ist nicht auf der Jagd nach Nahrung sondern auf der Jagd nach diesem Glücksgefühl. Und der Wunsch, dieses tolle Gefühl immer wieder erleben zu können wird bleiben. Deshalb können wir das Jagdverhalten unseres Hundes nicht abstellen - wir können es allenfalls kontrollieren.

Jagdverhalten ist genetisch fixiert und je nach Rasse durch Zucht mehr oder weniger stark herausgebildet. Da gibt es Hunde, die nach 200 Metern anhalten, weil das Wild bereits über alle Berge ist und da gibt es als das andere Extrem Hunde, die tagelang weg sind und bis zur völligen Erschöpfung hetzen. Und dazwischen all die mittelmäßig passionierten Hunde, die "nur" mal eben einen 2-stündigen Ausflug machen. Für jeden dieser Hunde sieht das Risiko anders aus und jeder muss daher auch anders trainiert werden. DIE Methode gegen das Jagen gibt es nicht.

Die Quadratur des Kreises
Den Hund vom Jagen abzuhalten, ist sicher das schwierigste Kapitel in der Hundeerziehung. Auch ich habe kein Patentrezept anzubieten, das das Jagen völlig unterbindet, denn beim Jagen schüttet der Körper des Hundes jede Menge Glückshormone aus, gegen die wir kaum ankommen. Und diesen Kick wird der Hund evtl. immer wieder suchen. Die Fülle von Tipps auf dieser Seite mag zunächst einmal verwirrend sein. Aber eine einfache Patentlösung gibt es beim Anti-Jagd-Training leider nicht. Meist wird man mehrere Methoden kombinieren müssen. Was für den einen Hund richtig ist, mag für einen anderen völlig falsch sein. Das muss jeder Hunde'halter' selbst abwägen. Und wirklich fertig wird man nie. Man braucht viel Durchhaltevermögen. Und auch wenn der Hund nicht mehr jagt, muss das Training immer wieder aufgefrischt werden. Aber es geht! Das Jagdverhalten lässt sich durch Erfahrung und Lernen beeinflussen. Verlieren Sie also nicht den Mut und bleiben Sie auf der Hut!

Futterdummy Jagdtrieb Hund rennt hinter Wild her Futterdummy

Bevor ich näher auf die Korrektur des unerwünschten Jagdverhaltens eingehe, möchte ich auch noch kurz den Unterschied zwischen Jagen und Hetzen verdeutlichen. Der Jagdtrieb veranlasst den Hund gezielt nach Fährten, also den Geruchsspuren eines Tieres, zu suchen und sie zu verfolgen. Findet der Hund die Beute, wird der Hetztrieb aktiviert sobald die Beute flüchtet. Der Hovawart hat keinen Jagdtrieb, aber er liebt den schnellen Lauf und reagiert auf die schnelle Bewegung - er jagt nicht mit tiefer Nase, er stöbert auch nicht mit hoher Nase im Wind, sondern er hetzt mit erhobenem Kopf auf Sicht. Hetzen bedeutet Spaß und auch ohne Jagderfolg kommt Freude auf.

... und sie jagen doch!
Dass Hovawarte keinerlei Jagdtrieb aufweisen sollen, ist leider ein Ammenmärchen, das sich allerdings hartnäckig hält. Den Typ- und Lagerhunden, aus denen der Hovawart entstanden ist, fehlte die Jagdmotivation weitgehend. Die Bauernhunde waren "wildfromm", obwohl sie nie gezielt gegen jagdliche Eignung selektiert wurden. In den Anfängen der Hovawartzucht wurden aber auch Schäferhunde, die aufgrund ihrer Hütehundanlagen jede Menge Jagdtrieb mitbringen, und auch eine afrikanische Wild-/Windhündin eingekreuzt. Die Eigenschaften dieser Ursprungsrassen können sich beim einzelnen Hovawart-Exemplar mal mehr und mal weniger stark ausprägen. Man bezeichnet den Hovawart ja auch nicht umsonst als "Wundertüte". Außerdem soll der moderne Hovawart auch als Schutzhund geeignet sein, Fährten und Apportieren. Deshalb legt man heute in der Zucht Wert auf Beutetrieb. Und Hunde mit starkem Beutetrieb können der Versuchung dann nicht widerstehen und mutieren zum "Jagdwart". Außerdem ist der Hovawart ein ausdauernder und schneller Läufer, der viel Freude an der schnellen Fortbewegung, gerade in schwierigem Gelände, hat. Da ist es naheliegend, dass auch bei einem nicht allzu wachen Jagdtrieb der Verfolgungs- und Hetztrieb bei sichtbar flüchtenden Objekten sofort in Funktion tritt und der hundelose Hunde'besitzer' schnell in Teufels Küche gerät, weil Hovi gerade meint, einem Reh auf die Sprünge helfen zu müssen.

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Argus hat einen sehr starken Beutetrieb. So gemütlich er bei schwülem Wetter auch wirken mag, bei niedrigen Temperaturen war er im Wald ein Bündel Dynamit auf 4 Pfoten: sobald wir das Haus verließen explodierte sein unbändiger Bewegungsdrang. Einfach nur spazierenschlurfen war nichts für ihn. Auch wenn kein Wild in der Nähe zu sein schien, ging plötzlich seine Jagdleidenschaft mit ihm durch - und Frauchen stand kochend vor Wut hundelos in der Botanik herum. Dann nahm mein flotter Flitzer die Läufe in die Pfoten und preschte mit Vorliebe querfeldein durchs Unterholz, über Stock und Stein, bergauf und bergab. Abhänge konnten gar nicht steil genug sein. Er rannte mit einem solchen Tempo bergauf, das es jedem Setterfreund Tränen der Freude in die Augen getrieben hätte. Es war die pure Lebensfreude, die Lust am schnellen Lauf, die ich ihm ja sooo gerne gönnen würde. Vor allem, weil diese Ausflüge immer nur sehr kurz waren. Meist drehte er seine Schleifen in Sichtweite, aber auch wenn ich ihn im Wald mal aus den Augen verlor, war der (B)engel nach einer Minute mit "lachendem" Gesichtsausdruck schon wieder da, glücklich über das bestandene Abenteuer. Wald ist für ihn der Hundehimmel. Aber auch wenn der Hovawart nur spielerisch hetzt und lediglich den schnellen Lauf genießt, so finden Rehe und Jäger das doch gar nicht lustig. Argus weiß genau, wo Rehe stehen und suchte dort mit hoher Nase und mit vor Unternehmungslust blitzenden Augen. Und wenn er nichts sah - was soll's? Dann preschte mein Jägermeister eben mitten rein in die Dickungen und stöberte auf, was da gerade rumstand: Rehe, Wildschweine ... und die trieb er dann an Frauchen vorbei als wolle er sagen: "Frauchen, schau mal, was ich wieder Tolles gefunden habe!" Und Frauchen fiel das Herz in die Hosentasche ... Ein Hovawart kann hetzen wie der Teufel - wenn er es nicht tut, umso besser, aber es sollte doch endlich aufgeräumt werden mit dieser Verallgemeinerung "Hovawarte jagen nicht“!

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Gelegenheit macht Jäger - Wehret den Anfängen!

Beute voraus! - Jedem Tierchen sein Pläsierchen?
Doch was immer dem Hovawart in die Wiege gelegt wurde, es liegt an uns, was wir daraus machen. Leider meinen viele Besitzer eines jungen Hundes, sie hätten kein Problem, weil ihr Hund nicht jagt. Aber während der Pubertät fängt ihr Hund dann doch an, zielgerichtet zu jagen. Deshalb: Wehret den Anfängen! Der Hund muss das Jagen zwar nicht lernen, es ist eine naturbedingte Veranlagung des Hundes. Trotzdem muss der Jagdtrieb im Laufe der Zeit erst richtig entwickelt werden, um voll zur Ausprägung zu kommen. Die häufigsten Fehler werden schon beim Junghund gemacht, weil es ja so herzig ist, wenn er einem Schmetterling oder den Vögeln nachjagt. Er hat ja keine Chance einen Vogel zu erwischen, darum lässt man ihn. Aber dadurch werden schlafende Hunde geweckt. Hat er erst einmal Freude an der Jagd gefunden, folgen die weiteren Opfer auf dem Fuße: bald sind es Katzen, Hasen, Rehe, Jogger, Fahrräder, Autos usw. Beugen Sie vor, indem Sie den aufkeimenden Jagdtrieb schon beim Welpen umlenken: weg von Vogel & Co hin zu Ball oder weggeworfener Beißwurst und erlauben Sie dem Hund evtl. von Anfang an nicht, den Weg zu verlassen.

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Jede Hatz ist eine Hatz zu viel. Denn je öfter ein Hund "auf Abwege" gerät, umso schwerer ist dieses Verhalten wieder in Griff zu bekommen. Jede Hatz ist für den Hund eine ausgesprochen lustvolle Erfahrung (selbstbelohnend, wie die Hundler sagen), und verstärkt daher dieses unerwünschte Verhalten. Dazu ist gar nicht nötig, dass unser vierbeiniger Flitzer das Wild wirklich reißt. Allein das Glückserlebnis bei der Hatz reicht schon aus. Die dabei ausgeschütteten Glückshormone wirken wie ein Rauschgift - der Hund will diesen euphorischen Zustand immer wieder haben. Einen jagenden bzw. hetzenden Hund umzuerziehen, ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben in der Hundeerziehung überhaupt. Vollständig abgewöhnen oder gar aberziehen lässt sich der Jagdtrieb nie mehr mit Sicherheit. Wir können nur versuchen, ihn zu kontrollieren.

Der ferngesteuerte Hund - "Elektronik, die Ihr Hund versteht" ?!?
Und wenn unser Wildfang dann mal wieder seiner Jagdleidenschaft frönt, dann träumt man als machtloser Möchtegern-Hundehalter davon, dass man auch auf Entfernung noch irgendwie Einfluss auf ihn nehmen könnte. Wie schön wäre es doch, wenn man dem Hund jetzt ganz bequem per Knopfdruck "seine Meinung sagen" könnte ... So ein "Hörgerät" wäre jetzt genau das Richtige. - Doch weit gefehlt. Auch viele Hunde, die sehr schmerzhafte elektrische Reize erhalten haben, verfolgen schon nach kurzer Zeit erneut flüchtende Objekte.

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Das ist leicht verständlich, wenn man sich die enorme Bedeutung der Jagd für die Vorfahren unserer Hunde einmal vergegenwärtigt. Bei der Jagd auf große, wehrhafte Beutetiere müssen Wölfe auch Huftritte oder Horn- und Geweihstöße in Kauf nehmen. Würden diese schmerzhaften Erfahrungen dazu führen, dass ein betroffener Wolf nicht mehr jagen würde, wären die Wölfe schon längst ausgestorben. Eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit während der Jagd war also für ihr Überleben unabdingbar. Auch wenn die Reaktion auf Schmerzen während der Jagd bei unseren Hunden sicher von Rasse zu Rasse recht unterschiedlich sein kann, so ist jedenfalls damit zu rechnen, dass das Beutefangverhalten durch Strafreize nicht nachhaltig beeinflusst werden kann.

Wie die "harmlosen" Sprühhalsbänder auf einen Hund wirken können, ist hier sehr gut beschrieben.

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Wenn Ihr Hund zu dick ist, haben Sie zu wenig Bewegung!

Die unsichtbare Leine

Normalerweise hält jeder Welpe engen Kontakt zu seinem Menschen: Er kommuniziert bei jedem Spaziergang, indem er Blickkontakt zum Menschen aufnimmt und sich vergewissert, dass noch alles in Ordnung ist, Richtung und Abstand stimmen oder ob Mensch etwas Neues vorgibt. Diese Anfragen muss man beantworten, mit einer Geste, einem Wort...und zwar immer. Sonst stellt der Hund sie nämlich ein - Verhalten, das keinen Erfolg bringt, wird gelöscht. Später haben wir dann das Problem, dass der Hund vor sich hinlatscht und sich nicht mehr um sein zweibeiniges Anhängsel kümmert. Dann benutzen viele Bällchen, Leckerchen und das ganze Animationsprogramm, um seine Aufmerksamkeit zurück zu holen.

Um die Bindung zu festigen, bestätige ich alles, was in meine Richtung geht: Blickkontakt zu mir aufnehmen, bei mir bleiben, an meiner Seite laufen, auf mich warten, mich im Auge behalten usw. Ich übe mit meinen Hunden auch von klein auf immer wieder das Verharren. Sobald vor ihnen etwas Neues auftaucht, bleiben sie stehen und schauen sich zu mir um. Das wird IMMER durch Zuwendung, Leckerchen oder Spiel belohnt.

Entziehen Sie Ihrem Wildfang die Sicherheit!
Ein Hund mit guter Bindung hält seine Menschen immer im Blick. Wenn Ihr Hund sich das nächste Mal entfernt, bleiben Sie doch einfach mal ganz ruhig stehen, vielleicht verdeckt durch einen Busch oder Baum, oder hocken Sie sich hin, vielleicht in eine Mulde. Hunde sind Bewegungsseher. Sie sehen unbewegte Objekte nur schlecht, und wenn der Hund seinen Menschen weder sieht noch hört, verunsichert ihn das und er kommt nachschauen, ob er noch da ist. Nun ist es der Hund, der erstaunt feststellt: "Eben war Frauchen doch noch da?!"

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Sie können seine Aufmerksamkeit auch fördern, indem sie möglichst leise mit ihm sprechen. Ihr Hund hat ein sehr gutes Gehör.

Auch Futter ist ein gutes "Argument", in der Nähe des Menschen zu bleiben. Weshalb gibt man dem Hund sein Futter immer zu Hause aus der Futterschüssel? Man kann ruhig einen großen Teil des Futters auf dem Spaziergang geben. Da bin ich immer ganz großzügig und belohne auch solche Dinge reichlich, für die mein Hund normlerweise eigentlich nichts mehr bekommt.

Oder machen Sie während des Spaziergangs doch mal Kontaktspiele: Gehen Sie dazu zügig vorwärts, und animieren Sie den Hund, mitzukommen. Dazu braucht man eine gute Körpersprache (angelehnt an die Spielaufforderung von Hunden), aber möglichst keine Stimme. Nur ein Schnalzen mit der Zunge ist erlaubt. Zwischendurch wird mit Futter bestätigt - aber nur ab und zu. Der Hund soll nicht nur dem Futter nachlaufen. Und in jeder Übungseinheit zeigt man dem Hund etwas Tolles: Ein Mauseloch, in dem man gemeinsam buddelt, ein Spielzeug, dass man "überraschend" findet, einen Bach zum Plantschen oder andere der unten angeführten Vorschläge zu einem spannenden Jagdausflug.

Das übt man eine ganze Weile, bis es einigermaßen funktioniert. Wenn der Hund dann mal nicht auf das Mitkomm-Signal reagiert (er hört es ganz sicher, er überhört es nur!), zeigt man ihm deutlich sein Missfallen. Wie, das hängt vom einzelnen Hund ab. Bei härter gesottenen Exemplaren macht man sich einen Moment ganz steif und fällt dann wie ein Unwetter über ihn her. Laute Stimme, drohende Körperhaltung, RICHTIG beeindruckend. Bei sensibleren Hunden muss man natürlich etwas vorsichtiger sein. Die Einwirkung sollte so energisch sein, dass der Hund sofort reagiert, aber auch nicht so stark, dass er bereits ausweichendes Verhalten zeigt. Danach ist man nicht nachtragend und gibt ihm bei nächster Gelegenheit die Chance, es wieder richtig zu machen: erneute Aufforderung (nicht übertrieben, er wird jetzt auf mininmale Gesten reagieren), ausnahmsweise kurzes verbales Lob, um ihm die Sicherheit zu geben, dass er es jetzt richtig macht, und geht dann wieder auf Erlebnistour.

Mit der Zeit entsteht durch dieses Aufmerksamkeits-Training zwischen beiden Partnern so etwas wie eine "unsichtbare Leine": Um nichts zu verpassen wird der Hund immer wieder zu seinem "Expeditionsleiter" hinschauen und Kontakt aufnehmen, den dieser mit einfachen Gesten wie Kopfnicken, Lächeln, Augenzwinkern, einer kurzen Berührung oder einigen freundlichen Worten beantworten sollte. So fühlt sich der Hund anerkannt, ohne dass er gleich zum Initiator eines neuen Spiels avanciert.

Ein Spaziergang ist mehr als nur Bewegung ... Schleppleine Antijagdtraining Schleppleine

Hunde kennen keinen Gehorsam nur um des Gehorsams willen. Man kann keinen Jagdabbruch üben, indem man am Wegesrand steht, die Hände in den Hosentaschen vergräbt und erwartet, dass der Hund auf Pfiff wie angewurzelt stehen bleibt, und sich um das flüchtende Wild überhaupt nicht mehr kümmert. Wir müssen versuchen, die veranlagungsbedingten Neigungen unseres Hundes unter unserer Führung in akzeptable Bahnen zu lenken.

Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Hund, bevor er sich selbst beschäftigt!
Vorbeugen
kann man dem unerwünschten Jagdverhalten, indem man sich selbst so interessant macht, dass der Hovawart gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt. Der Hund muss das Gefühl haben, dass er etwas Tolles verpassen könnte, wenn er seinen Menschen verlässt. Also: nicht einfach spazierengehen und die Natur genießen, sonst genießt Ihr Hund auch die Natur - allerdings in seinem Sinne und nicht immer zur Freude der Wildtiere. Seien Sie Ihrem Hund
immer eine Nasenlänge voraus, um ihn rechtzeitig abrufen und mit einer Ersatzhandlung ablenken zu können. Leiten Sie ab und zu gemeinsame Aktionen ein, am besten gerade dann, wenn der Hund beginnt, den Abstand zu seinem Hundeführer mehr als erlaubt zu vergrößern oder erste Anzeichen beginnenden Jagdverhaltens zeigt (verharren und wittern mit hoher Nase). Wenn der Hund allerdings bereits vorstürmt, befindet er sich bereits im "Jagdmodus". Dann ist der "Autopilot" eingeschaltet und die Reaktion auf Lautzeichen wird vom Jagdtrieb, der bei einem Raubtier hohe Priorität hat, unterdrückt (Ausnahme: Jagdabbruch mit dem "Superwort" im Anschnauztonfall). Kommen Sie dem "Jagdmodus" zuvor und gestalten Sie das langweilige Gassi gehen doch mal als spannenden Jagdausflug. Bieten Sie ihm die Möglichkeit, seine Jagdlust abzureagieren - aber zu Spielregeln, die akzeptabel sind und für den Hund einen Sinn ergeben. Überraschen Sie Ihren Hund immer wieder - er wird begeistert sein!!

Hetztrieb Jagdtrieb Erziehung jagende Hunde Jagdtrieb Futterdummy Futterbeutel Dummy Jagdtrieb bei Hunden abgewöhnen Jagdverhalten Feld-Wald- und Wiesen-Agility - Vorschläge für einen spannenden "Jagdausflug":

- Animieren Sie den Hovawart zu Geschicklichkeitsspielen:
- gemeinsam mit dem Hund klettern oder balancieren,
- ihn über Hindernisse springen lassen (Gräben, Bäche, niedere Mauern, Zäune, Baumstämme usw.).
- Laufen Sie mit ihm Slalom um Hindernisse herum.
- Vielleicht kann man sogar aus herumliegendem Holz eine Wippe bauen...
- Lassen Sie den Hovawart durch Röhren laufen oder unter einem Hindernis durchkriechen.
- Lauf- und Bewegungsspiele, dabei den Hovawart zum Mitlaufen animieren: Spurts, Tempo verändern, plötzlich erstarren, Haken schlagen, rückwärts oder seitlich laufen, hüpfen, sich drehen, auf Zehenspitzen gehen, geduckt, schleichen,
evtl. dabei den Spieler werfen und tragen lassen, oder Gehorsamsübungen einflechten (Sitz, Platz, Steh aus der Bewegung).
- Bei Sichtjägern, deren Leidenschaft der schnelle Lauf ist, kann auch Laufen neben dem Fahrrad das Laufbedürfnis befriedigen.
- Fangen-Spiel: um ein Hindernis herum (z.B. parkende Autos) jagen und gejagt werden.
-

Den Hund "Voran" schicken: um einen Baum herum, um Müllcontainter, parkendes Auto, Bushäuschen und, und, und ...
und wenn er dann herumkommt, fliegt natürlich schon der Ball ...

- Ab und zu auch den Gehorsam trainieren: "Fuß", "Sitz" und "Platz" als überraschende Unterbrechung mitten im Ballspiel, oder "Komm" wenn der Hovawart sich gerade mal wieder selbständig macht.
- Leinenslalom "bei Fuß" vorbei an Leckerlis, die am Boden liegen.
- Lassen Sie den Hund abliegen und legen Sie rechts und links am Wegrand kleine Leckerchen aus. Dann rufen Sie den Hund durch die Futtergasse zu sich. Anschließend darf er dann die Leckerchen suchen und fressen.
- Kommen trainieren: Vor dem Ableinen lassen wir unseren Hund kurz mit seinem Lieblingsspielzeug spielen. Dann das Spielzeug in die Jackentasche stecken und den Hund frei laufen lassen. Nachdem er sich ein paar Meter entfernt hat, Spielzeug herausnehmen und ihn rufen. Sobald er wieder bei uns ist, spielen wir mit ihm. Dann das Spielzeug wieder in die Tasche stecken und den Hund frei geben. Dieses Spiel in immer längeren Abständen wiederholen.
- Suchspiele: ein Leckerchen fallen lassen und so tun, als habe man es gerade entdeckt;
- Spielzeug "verlieren" und den Hovawart nach einigen Metern zurückschicken, anschließend damit spielen;
- getrockneten Pansen in hohes Gras werfen, unter Laub oder in einem Holzstapel verstecken.
- Geruchsunterscheidung, Nasenleistung testen: einen Fichtenzapfen einige Zeit in der Hand halten, damit er den Geruch des Hundeführers annimmt. Ihn dann, ohne dass der Hovawart das beobachten kann, zwischen andere Zapfen werfen (Aussehen gut merken oder markieren). Der Hund muss den "richtigen" Zapfen finden.
-

Zerrspiele mit Beißwurst, Lappen, Schleuderball oder Kong (die "Beute" mit vereinten Kräften überwältigen).

-

Apportierspiele: z.B. den Hovawart ablegen, weggehen, Spieler ablegen/ins Gebüsch werfen, weitergehen, apportieren lassen;
-
ab und zu den Hund auf halben Weg zum Spieler Platz machen lassen;
- unterschiedliche Gegenstände verwenden.

- Einweisen: Verstecken Sie ein Spielzeug oder einen Futterdummy und weisen Sie den Hund ein, d.h., Sie schicken ihn dort hin, wo der Dummy liegt.
- Werfspiele mit unterschiedlichem Spielzeug (einer "Beute" hinterherjagen und dem zweibeinigen Partner zurückbringen):
mal den Schleuderball oder Kong, dann den (Tennis)Ball (auch gegen Wände oder andere Hindernisse werfen),
Ringe rollen lassen ("Mäuse"jagd), asymetrischer Ball, Ei ("Hasen"jagd), Hundefrisbee ("Vogel"jagd).
- Der Wald wird gefegt: Der Hund kann auch lernen, Müll (Verpackungen aller Art) am Wegesrand aufzunehmen und in eine Tasche fallen zu lassen, die Frauchen/Herrchen am nächsten Papierkorb entleert.
- Versteckspiele: der Hundeführer oder ein anderes Familienmitglied versteckt sich hinter einem Baum oder Busch.
- Personensuche: Der Hund wird animiert, ein Familienmitglied zu suchen, das sich im Gelände versteckt hat. Findet er die Person, bekommt er von ihr einen Gegenstand (Spielzeug o.ä.), den er dem Hundeführer bringt, während die gefundene Person an ihrem Ort verharrt. Vom Hundeführer erhält der Hund nun einen Futterbeutel, den er der gefundenen Person bringt, die den Hund dann daraus füttert.
Ist man alleine unterwegs, kann man das Suchspiel mit einem Signalwort ankündigen, um den Hund in Erwartungsspannung zu versetzen und legt ihn dann ab. Nun versteckt man sich, legt sich evtl. einfach nur in hohes Gras, und ruft den Hund. Hat er gefunden, gibt es Spiel und/oder Futter.
- Beenden kann man die gemeinsame "Jagd", indem man, ohne dass der Hund das merkt, einen Futterbeutel (z.B. Schlampermäppchen) versteckt und ihn suchen lässt (anfangs evtl. Hilfestellung geben). Wenn der Hund dann stolz die Ersatzbeute bringt und seine Augen dabei leuchten, verstärkt sich auch das Band gegenseitigen Vertrauens. Anschließend krönt man die erfolgreiche Jagd, indem man den Hund absitzen lässt, aus dem Beutel füttert und ihm so seinen verdienten Anteil an der Beute zuteilt.

Am Ende jedes Jagdspieles sollte Futter stehen, auch wenn vorher z.B. um die Beute gezerrt oder gerannt wurde. Man kann ruhig einen großen Teil der täglichen Futterration beim Spaziergang geben. Die Endhandlung beim Jagen ist Fressen, und bei einem Jagdspiel sollte der Hund immer dazu kommen. Leider können nämlich auch die besten Jagdspiele "richtiges" Jagen nicht so gut ersetzen, dass der selbe hohe Grad an Selbstbelohnung erreicht wird, wie der Hund sie beim Hetzen von Wild erlebt. Am besten geht das mit einem Futterdummy:
So ein Futterbeutel (z.B. Schlamper/Federmäppchen) ist schon eine praktische Sache - es ist fast wie im richtigen Wolfsleben bei der Jagd - naja, wenigstens so in etwa. Die Arbeit mit der Ersatzbeute verschafft dem Hovawart Bewegung und artgerechte intellektuelle Anforderung: Der Hund hat gerade eine sooo tolle Beute gemacht und kommt nicht an das Futter heran... der Futter-Dummy ist ein wirklich hoffnungsloser Fall! Aus einer anfänglichen “Ehrenrunde” und verschiedenen Selbstversuchen kann der Hovawart nur lernen, wie wichtig die Teamarbeit mit seinem Boss ist. Was immer er mit seiner Beute anfängt, es kann nur so enden, dass er die Hilfe des Menschen sucht und in Anspruch nimmt. Dem Hund bleibt nichts anderes übrig als - aus Erfahrung klug geworden - die Beute anzubieten und, wenn anfangs auch zögerlich, seinem Partner zu übergeben (!). Und Sie lassen ihn "großzügig" an der Beute teilhaben. Hat der Hovawart das begriffen, so liegt es fortan an Ihrer Kreativität, die Suche des Hundes zu erschweren. So kann man von Zeit zu Zeit den Preydummy auch in einer Baumgabel verstecken, die der Hund nur unter Mühen so gerade noch erreichen kann. Dabei ist es gar nicht so einfach, den Futterbeutel vom Hund unbemerkt zu verstecken oder "wegzuwerfen". Er lernt sehr schnell, seinen Führer immer im Auge zu haben - es könnte ja sein, dass die Ersatzbeute ins Spiel kommt... Wirft man den Futterbeutel in für den Hund unerreichbare Höhe, so kann man die Bindung zwischen Hund und Mensch noch weiter verstärken, wenn der menschliche Partner die Ersatzbeute "rettet" und für das Futter sorgt. Unkontrolliertes, "erfolgloses" Jagen gehört der Vergangenheit an...

Dieses Spiel ersetzt Verhaltensweisen, die der Hund aufgrund seines Lebens in der modernen menschlichen Gesellschaft sonst nicht einsetzen kann. Er kann seine Jagdlust abreagieren - und das Schöne dabei: ohne seinen Meister geht es nicht. Es lohnt sich also, immer Kontakt zu ihm zu halten. Auch so kann man dem Hovawart vollkommen zwanglos die menschliche Vormachtstellung als Rudelführer deutlich machen. Der zum "Dosenöffner" mutierte Mensch wird zum Verbündeten, gar zum anerkannten Chef im Rudel. Auf solchen Spaziergängen muss der Hund immer wieder die Überlegenheit seines Rudelführers neidlos anerkennen. Und einem solch kompetenten "Jagdleiter" kann man sich auch völlig unbesorgt unterordnen.... "Mein Mensch wird es schon richten". Motto: Der Mensch leitet den Hund zur Lösung kleinerer und größerer Aufgaben an, fast so wie das Leittier des Rudels sein Pack zur erfolgreichen Jagd führt.

kontrolliertes Hetzen
Wer zufällig eine Hunde-Rennbahn in erreichbarer Nähe hat, kann einen hetzstarken Hund seinen Trieb dort ausleben lassen, so dass der Anreiz zum Hetzen draußen nicht mehr so groß ist. Ausgelastete Hunde sind nachweislich wesentlich gelassener. Sie halten die Frustration, einmal nicht hinterher zu dürfen, eher aus, weil der Triebstau nicht so groß ist. Gute Erziehung natürlich vorausgesetzt.

Der Härtefall: die Leidenschaft, eine Wildspur zu verfolgen
Hunde, die auf Sicht hetzen, sind schon schwer genug davon abzuhalten. Noch schwieriger wird es aber bei Hunden, die gar kein Wild zu sehen brauchen und deren Leidenschaft darin besteht, eine Spur zu verfolgen. Solche Hunde interessieren sich nur wenig für Spiel oder Futter. Ihr einziges Interesse besteht darin, eine Fährte zu finden und zu verfolgen. Solchen passionierten Jägern kann man versuchen, durch richtige Fährtenarbeit die Möglichkeit zu geben, ihre Leidenschaft auszuleben. Wer diesen Aufwand scheut, kann mit dem folgenden Training zu Hause versuchen, das Schnüffeln zu kontrollieren: Lassen Sie den Hund im Wohnzimmer absitzen oder -liegen. Nehmen Sie dann ein Tuch, legen sie es zwischen sich und den Hund und legen ein Leckerchen darunter. Rufen Sie ihn dann zu sich, verbieten Sie ihm aber das schnuppern am Tuch mit "Nein!" oder einem ähnlichen Verbotswort und belohnen Sie ihn fürstlich, wenn er kommt. Klappt das, fordern Sie ihn mit "Such" gezielt zum Suchen auf. Dann darf er sich das Leckerchen erschnüffeln. Auch das Wühlen unter dem Tuch wird dem Hund Freude machen und ist anfangs gar nicht so einfach für ihn. Wenn der Hund diese beiden Kommandos beherrscht, kann man das Üben nach draußen verlegen und beim Spaziergang ab und zu etwas auf dem Weg deponieren und dabei mit der Zeit den Abstand immer mehr vergrößern. Beim Kommando "Such" kann er sich seine Belohnung selbst erarbeiten. Aber er lernt auch, dass es bei "Nein" viel lohnender ist, zu Ihnen zu kommen und den Jackpot abzuholen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, mit einem passionierten Jäger Apportiertraining mit einem Futterbeutel zu machen, wie ich es oben bereits beschrieben habe. Man kann den Stöbertrieb evtl. kanalisieren, indem man den Futterdummy immer wieder heimlich wirft und den Hund dann suchen lässt.

Vorbeugend sollte man auch versuchen, den Spaziergang so zu planen, dass man in den besonders gefährdeten Bereichen mit dem Wind geht. So bringt man den Hund gar nicht erst in Versuchung, denn bei Gegenwind bekommt auch eine Hovawart-Nase sofort mit, wenn Wild voraus ist.

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Hand aufs Herz - Sitzt der Grundgehorsam überhaupt?

Hat man einen Hund, der jagd, so hat man meist auch noch eine Menge anderer Baustellen. Es wird kaum von Erfolg gekrönt sein, wenn man versucht, den Hund in einer Reizlage aus größerer Entfernung zu kontrollieren, wenn man es noch nicht mal im Nahbereich schafft. Zuerst einmal müssen die Grundlagen sitzen:
- Sind Sie in der Lage, die Bewegungsfreiheit Ihres Hundes unter allen Bedingungen einzuschränken? Können Sie ihn irgendwo "parken", ohne dass er von selbst das Kommando aufhebt? Obwohl Sie ein Bällchen werfen oder spielende Hunde in der Nähe sind?
- Ist Ihr Hund leinenführig?
- Stimmt die Bindung? Bleibt der Hund auch unter Ablenkungen freiwillig in Ihrer direkten Nähe?
Wenn nicht - dann sollten Sie unbedingt an diesen Grundlagen arbeiten.

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Solange der Gehorsam noch nicht ausreichend ist, sollte man seinen Hund in wildreichem Gelände sicherheitshalber an eine überlange (10 - 20 m) Leine legen, damit er sich nicht einfach durch Hetzen oder das Verfolgen einer Spur selbst belohnen kann. Nach Möglichkeit sollte man mit dem Training bereits beim jungen Hund beginnen, noch bevor der Jagdtrieb erwacht ist. Schleppleinen-Arbeit sollte allerdings nicht mit einfachem Gassi gehen an langer Leine verwechselt werden, bei dem der Hund lediglich in seiner Bewegungsfreiheit begrenzt wird.

Wichtig ist die Gewöhung an die lange Leine. Natürlich merkt jeder Hund recht bald, wann die Leine dran ist und wann nicht. Der Hund darf also ruhig merken, wenn man ihm die Schleppleine anlegt. Aber man sollte dieses Anlegen sofort angenehm gestalten, ein Leckerchen geben und unmittelbar danach mit Power spielen. Wichtig ist, dass er mit dieser Leine Strecke laufen kann und darf. Er soll mit Leine im Schlepp dem Ball oder Kong hinterherjagen.

Hat der Hund sich nach einigen Tagen an die Schleppleine gewöhnt, sollte die Schleppleine (zusätzlich zur normalen Führleine) bei jedem Spaziergang am Hund sein - egal ob man trainieren will oder nicht. Beim Training gibt es nun unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Das Anlegen der Schleppleine mit anschließendem Jagdspiel kann dabei zum Ritual werden, damit der Hund sich vor dem Training auspowern kann.

Schleppleinentraining ist in erster Linie Beziehungstraining. Damit Hund und Mensch ein Team werden, muss erst einmal die Bindung aufgebaut werden. Dabei soll die Schleppleine dem menschlichen Anhängsel auch etwas mehr Sicherheit vermitteln, bis die "unsichtbare Leine" etabliert ist. Und der Hund soll mit dieser verlängerten "Nabelschnur" lernen, Kontakt zum Hundeführer zu halten. Diese verloren gegangene Aufmerksamkeit, die beim Welpen noch ganz selbstverständlich war, kann man wieder aufbauen, indem man den Hund, kurz bevor er das Ende der Leine erreicht hat, zu sich ruft und evtl. in die entgegengesetzte Richtung davonläuft. Dabei hilft ein Knoten, den man 3 m vor dem Ende in die Leine gemacht hat. Sobald sich der Hund nach seinem Hundeführer umdreht, wird er gelobt. Überhaupt sollte er immer gelobt werden, wenn er Kontakt aufnimmt. Hat der Hund seinen Hundeführer eingeholt, gibt es weiteres Lob, Leckerchen oder Spiel. Man kann z.B. Leckerchen über den Boden rollen, denen der Hund dann hinterher jagen kann. Nach einiger Zeit kann man dann allmählich auch andere gemeinsame Aktionen starten, damit der Hund merkt, dass es interessant und lohnenswert ist, auf seinen Menschen zu achten. Ziel des Schleppleinen-Trainings ist es, dass der Hund den Leinenradius selbständig einhält. Wenn man am Ende des Trainings die Schleppleine wieder abbauen möchte, können Hörzeichen wie "langsam" oder "warte", die kurz vor Erreichen dieser Distanz gegeben werden, eine Hilfe sein. Auch dann lobt man kurz und geht wieder weiter, der Hund bekommt seine Bestätigung also durch das Weitergehen. Bleiben Sie aber variabel, damit der Hund nicht lernt, dass er nur bis zum Leinenende laufen muss, um seine Bestätigung zu erhalten.

Immer locker bleiben!
Bei diesem Beziehungstraining sollte die Schleppleine möglichst nie aktiv als Kommunikationsmittel benutzt werden - also nicht daran ziehen oder rucken, sondern den Hund immer so ansprechen, als wäre er ohne Leine. Der Hund soll auf das Komm-Signal reagieren, also selbst aktiv werden und nicht passiv gezogen werden. Lediglich wenn er Wild entdeckt hat und durchstartet, kann es dann vorkommen, dass er einen heftigen Ruck erhält. Ein Jagdversuch wird mit Purzelbaum geahndet. Ende der Jagd.

Die Schleppleine als Notbremse
Wegen des heftigen Leinenrucks beim Durchstarten sollte der Hund dabei unbedingt ein gut sitzendes (!) Brustgeschirr tragen, damit die Halswirbel verschont bleiben. Für Großhundbesitzer ist das allerdings nicht ganz einfach - und wenn man dann nicht schnell genug sein Gewicht nach hinten verlagert, kann es auch schon mal vorkommen, dass Frauchen den Purzelbaum schlägt. Will man lieber auf den Ruck verzichten, kann man auch elastische Leinen (ohne "Seele", aus dem Baumarkt, Segelsport- oder Kletterfachgeschäft) verwenden. Oder man verwendet einen Ruckdämpfer. Je größer der Hund, desto dicker und kürzer sollte die Leine sein und der Hundeführer sollte seine Hände mit Handschuhen schützen.

Die Schleppleine als Signalleine
Man kann die Schleppleine auch dazu verwenden, seine Hörzeichen auf Entfernung durchzusetzen. Durch diese Einwirkungen über die Leine besteht allerdings die Gefahr, dass der Hund mit der Zeit genau unterscheidet, ob er online ist oder offline. Zunächst sollte man das Freilaufen simulieren, indem man die Leine in der ersten Woche einfach über den Boden schleifen lässt und den Hund nicht korrigiert, bis er sich an die Leine gewöhnt hat. Später kann man dann die Leine während des Anti-Jagd-Trainings in die Hand nehmen und seine Hörzeichen auch auf Entfernung durchsetzen. Man sollte die Leine nicht einfach durchhängen lassen, sondern ständig ihre Länge anpassen und die Leine in Schlaufen einsammeln wenn sich der Abstand verringert oder mehr Leine freigeben, wenn der Abstand größer wird. Das hat auch den Vorteil, dass der Hund, falls er mal durchsstartet, nicht mit Wucht in die Leine brettert. Der Ruck kann zwar auch als Strafe genutzt werden, sollte aber möglichst vermieden werden. Die Schleppleine soll für den Hund völlig neutral sein und nur im Fall eines Eingriffs kurzfristig "Realität" werden. Schleifen lässt man die Leine erst, wenn der Hund schon zu 90 % kontrollierbar ist. Unsere Gedanken und Augen sollten wir dann immer beim Hund haben, damit wir seinen Vorhaben möglichst einen Schritt voraus sind. Bleiben Sie immer in der Nähe der Leine, damit sie sofort reagieren können. Ergibt sich nun eine brenzlige Situation, kann man noch versuchen, den Hund zum Verharren zu bringen und nimmt derweil die Leine vorsichtig auf.

Wenn das Schleppleinen-Training gut klappt, kann man die Schleppleine gegen eine dünne, besonders leichte Leine austauschen. Oder man verringert das Gewicht der Leine, indem man sie nach und nach verkürzt. Zum Schluss hängt an einer kurzen Schnur nur noch ein kleines Gewicht am Halsband. Danach kann man den Hund phasenweise einige Minuten ohne Leine laufen lassen. Aber werden Sie nicht gleich übermütig. Die erste Zeit können sich die meisten Hunde noch gut selbst beherrschen. Bald jedoch schwindet diese Kontrolle wieder und der Hund ist nicht mehr so einfach lenkbar. Dann muss man mit dem Training evtl. wieder einige Schritte zurück gehen und den Gehorsam neu aufbauen. Das Schleppleinentraining braucht Konsequenz und dauert viele Monate.

Lässt man die Leine einfach schleifen und will den Hund durch Drauftreten korrigieren, muss man sich immer in der Nähe des Leinenendes befinden und dazu noch sehr reaktionsschnell sein - das wird meist wohl ein frommer Wunsch bleiben. Hilfreich können dabei Knoten sein, die man alle 3 m in die Leine macht, dann rutscht die Leine beim Drauftreten nicht unter den Füßen durch. Mir wird aber immer ein Rätsel bleiben, wie man einen etwas größeren Hund so stoppen soll, ohne dass er den Hunde'halter' von den Füßen holt. Eh' man sich's versieht fliegt man durch die Luft, gibt erst den Fallschirm und dann den Bremsklotz. Bedenken Sie auch, dass ein Hund, der mit der Schleppleine durchbrennt, sehr gefährlich lebt. Die Leine kann sich zwischen Steinen und Wurzeln verklemmen und der Hund bekommt einen strafenden Ruck, auch wenn er in dem Moment gerade "nichts" getan hat. Auch kann der Hund sich verheddern und durch die Leine in eine lebensbedrohliche Situation kommen.

! Die Schleppleine ist ein Hilfsmittel, das JEDER Hund früher oder später durchschaut !

Hetzen verleiden

Wenn Sie Ihren Hund frei laufen lassen möchten, können Sie auch eine kurze Schnur mit einem kleinen Gewicht an seinem Halsband befestigen. Beim schnellen Lauf schlägt dieses Gewicht dann hin und her und stört viele Hunde so stark, dass ihnen die Auslebung des Jagdverhaltens verleidet wird. Sie sollten die Länge der Schnur aber so bemessen, dass das Gewicht nicht ins Auge des Hundes schleudern kann.

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Auch Packtaschen eignen sich bei manchen Hunden zum Unterbinden des Jagdverhaltens. Lassen Sie den Hund auf längeren Wanderungen doch einfach mal sein Futter und Wasser selber tragen!

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Lassen Sie es nicht zu, dass Ihr Hund sich zu weit von Ihnen entfernt. Bremsen Sie ihn mit Hörzeichen wie "langsam" oder "warte". Üben Sie das Verharren. Seien Sie aufmerksam, fahren Sie Ihre "Antennen" aus und beobachten Sie Ihren Hund genau: sobald er die ersten Anzeichen von Jagdverhalten zeigt (verharren, mit den Augen suchen oder die Nase in den Wind halten) sollten Sie Ihre Autorität als Hundeführer einsetzen, den Hund ermahnen und "bei Fuß" nehmen. Ich werde dann sofort ziemlich sauer und knurre leise: "Nhaa - Wag es!?! - bei Fuß!!!" Und dann mache ich Argus das "bei Fuß" gehen mit einem Leckerchen schmackhaft, auch wenn er dafür sonst eigentlich kein fressbares Lob mehr braucht. Während der Trainingszeit kann man die normale Fütterung evtl. auch stark reduzieren und nur noch beim Spazieren gehen aus der Hand füttern, wenn der Hund sich korrekt verhält. Oder man gibt ihm sein Futter aus einem Futterbeutel heraus, so wie es oben bereits beschrieben ist.

Bevor man mit einem speziellen Anti-Jagd-Training beginnt, sollte man den allgemeinen Gehorsam des Hundes verbessern. Sinnvoll sind z.B. Übungen, wie man sie für BH- oder VPG-Prüfungen braucht: Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung d.h. der Mensch geht oder joggt weiter, während der Hund (hoffentlich) die Anweisung ausführt. Auch der Haltungswechsel (abwechselnd Sitz, Platz, Steh) aus der Entfernung, wie im Obedience gefordert, ist eine sehr gute Vorübung.

Gefahr im Verzug?
"Platz!" - Die Notbremse am Hund
. Besonders sinnvoll ist es, den Hund in wildreichem Gelände mit Apportierübungen zu beschäftigen, die mit nachhaltigen Belohnungen verbunden sind. "Startschuss" für die gemeinsamen Aktionen sollte der Befehl "Platz" sein. Wenn man beim Spazieren gehen immer wieder, auch auf Distanz, ein "Platz" fordert und anschließend lustvolle Action folgen lässt, steigen die Chancen, dass man auch bei einer Wildbegegnung oder in einer gefährlichen Situation die Kontrolle über den Hund behält. Außerdem ist es für den Hund einfacher, beim Losspurten noch kurz im Platz zu verharren als umzudrehen, denn das Hinlegen und Belauern ist Teil des Jagdverhaltens, das Zurückkommen zu seinem Herrn dagegen nicht.
Zusätzlich kann man dieses Verhalten auch zu Hause trainieren, z.B. wenn es klingelt und der Hund aufgeregt zur Tür stürzt.

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Der Kuhglocken-Effekt
Manchmal hört man Leute immer wieder im gleichen Tonfall den Hund rufen. "Komm, komm, komm ..." Das heißt für den Hund: Brauchst dich nicht zu sorgen, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier ... Ich rufe einmal normal, das zweite Mal bin ich schon ärgerlich, lauter und das dritte Mal rufe ich nur, wenn ich gut gelaunt bin, sonst gehe ich ihn nämlich holen.
Oder man ruft nur einmal - und wenn der Hund nicht sofort kommt, geht oder läuft man kommentarlos in die entgegengesetzte Richtung. Denn so lange man wie ein "Leuchtturm" stehen bleibt und ruft, hat der Hund keinen Anlass, sein Verhalten abzubrechen.

Und ab ins Gebüsch ...
Was tun, wenn er ausnahmsweise doch vom "rechten Weg" abgekommen ist?
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Es heißt, man soll einen Hund nie strafen, wenn er nach einem "Ausflug" zurückkommt. Das ist richtig bei einem Welpen und Junghund, der noch im Aufbau ist. Bei einem erwachsenen Hund ist das aber etwas anderes. Er weiß auch im nachhinein durchaus noch, dass er gerade etwas unerlaubtes getan hat. Wenn ich den Hovawart aber immer nur lobe, wenn er zurückkommt, wie soll er dann wissen, dass mir sein Verhalten nicht gefällt?? Das erste Mittel der Wahl sollte natürlich das beschriebene Komm- und Abbruch-Training sein. Aber das funktioniert eben nicht immer. Der Hund ist keine seelenlose Maschine, die man einfach abschalten kann.
Doch Achtung: man darf den Hund auf keinen Fall strafen, wenn man ihn irgendwo auftauchen sieht und ihn dann nochmals ruft. Wir dürfen den Hund nicht auf uns zukommen lassen, wenn wir ihn korrigieren wollen - wir müssen auf ihn zu gehen. Und das ist dann die einzige Ausnahme, wo ich ihn verspätet strafe und ihn meinen Zorn auch wirklich spüren lasse. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass er entgegen manchen Theorien sehr wohl versteht, weshalb ich mit ihm schimpfe. Sein Gehorsam verbesserte sich, als ich ihm nicht nur durch Belohnung zeigte, welches Verhalten ich erwarte, sondern als ich bei Ungehorsam auch deutlich mein Missfallen äußerte. Und das kann man eben erst, wenn der Hund wieder zurück gekommen ist. Wie stark eine Einwirkung sein muss, hängt vom Charakter des Hundes ab. Ich habe meinen Hund an den Halsseiten gepackt und eine Strafpredigt gehalten, indem ich ihm leise, aber drohend, mit Augenkontakt "erkläre", dass ich sein Verhalten nicht akzeptiere. Auch wenn der Hund unsere Worte nicht wirklich versteht, wichtig ist nur, dass wir reagieren und den Hund merken lassen, dass wir zornig sind.
Übrigens: auch mein Rüde diszipliniert meine Hündin wenn sie zurückkommt, nachdem sie sich unerlaubt entfernt hatte.

Distanz schafft Nähe
In hartnäckigen Fällen kann man seinen Unmut evtl. auch zeigen, indem man den Hund kurzfristig vom Rudel ausschließt, was für ein soziales Lebewesen wie den Hund die härteste (!) Strafe ist. Dazu versteckt man sich, wenn der Hund weg ist oder bleibt bewegungslos stehen, so dass der Hund, als Bewegungsseher, uns nicht mehr so leicht findet. Und wenn er dann zurück ist, lässt man den Hund während der nächsten 2 Minuten nicht näher als 10 m herankommen, bevor man ihm wieder einen Kontakt gestattet. Der Hund wird ignoriert wenn er die Distanz einhält und verscheucht/weggeschubst, sobald er näher kommt: "Komm mir nur nicht zu nahe! Scher' Dich doch zu Deinem Hasen/Reh, wenn Dir das mehr Spaß macht!" :-( Der Hund muss nun beim nächsten Reiz abwägen, ob er seine "Lust" ausleben will und bereit ist, die Konsequenzen (unseren Zorn, den Rudelausschluss) einzustecken, oder ob er es lieber sein lässt.

Letztere Strategie klappt aber nur, wenn die Nähe des Menschen einen Wert für den Hund darstellt, denn es macht natürlich keinen Sinn, den Hund weg zu schicken wenn der sich daraufhin selbständig auf den Weg nach dem großen Jagdglück macht. Auf der anderen Seite kann dieses Vorgehen für einen ängstliches, unsicheres Senisbelchen auch fatale Folgen haben: Entsetzen pur und in Zukunft extrem übersteigerte Anhänglichkeit.

Wir sollten anschließend aber nicht weiter nachtragend sein. Nach der Korrektur müssen wir wieder ruhig werden und erlauben dem Hund nun "großzügig" den Kontakt zu uns, indem wir ihn "bei Fuß" gehen lassen und ihn dabei freudig loben, evtl. Leckerchen geben oder abschließend sein Lieblingsspiel folgen lassen. Dann lassen wir ihn wieder frei, als ob nichts gewesen wäre. Hat der Hund sich etwas entfernt, rufen wir ihn erneut, und dann, wenn er kommt, was sicher meistens der Fall ist, loben wir ihn ausgiebigst und VON GANZEM HERZEN!!! Sein Kommen beseitigt unseren Unmut. Und in der Folge freuen wir uns über jede auch noch so geringe Annäherung, was für einen guten und lieben Hovawart wir doch haben. Das dürfen wir auf keinen Fall vergessen!

Die Ohren sind nicht allein zur Zierde da!
In vielen Erziehungsbüchern wird empfohlen, den Befehl "Komm" stärker zu üben und durch Belohnung positiv zu belegen. Aber diese Aufforderung wird im Alltag viel zu oft gebraucht und verwässert dadurch automatisch. Leider geht man zu Beginn der Hundebesitzerkarriere in der Regel zu verschwenderisch und unüberlegt mit Hörzeichen wie "Komm" oder "Nein" um, so dass der Hund sie nicht mehr so richtig ernst nimmt. Für den Abbruch der Jagd braucht man besondere Kommandos, die noch attraktiver sein müssen als Reh oder Katze: z.B. Hörzeichen wie "nein" oder "Lass das" für den Verhaltensabbruch und den Pfiff mit einer 'lautlosen' Hundepfeife als besonderes Komm-Signal. Beide Signale erkläre ich in der Folge noch genauer.

Wenn der Hund gerade durchstartet und zwischen den Ohren nur noch Durchzug herrscht, mag ausnahmsweise auch mal eine Wurfkette oder klappernde Schreckdose notwendig sein, um das Nachjagen noch zusätzlich zu verleiden und dem Hund die Entscheidung zum Abbruch zu erleichtern. Unmittelbar nach der Korrektur gibt man dann dem Hund die Chance, etwas Richtiges zu tun - z.B. durch Heranrufen - und feiert seine Rückkehr mit einigen Streicheleinheiten oder vielen Leckerchen.

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Ein ganz besonderes Komm-Signal ist der Superpfiff. Dieser Pfiff ist ein Notsignal, das man möglichst selten anwenden sollte. Verwendet man dieses Supersignal zu oft, besteht die Gefahr, dass es sich abnutzt und zum simplen Kommsignal wird.

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Das Kommen muss sich bei diesem Notsignal wirklich lohnen! Und das erreicht man, indem man den Gehorsam auf diesen Pfiff immer extrem stark belohnt. Mit einem Leckerbissen, den der Hund NUR bei diesen Trainingseinheiten bekommt (z.B. Leberwurst, Knoblauchwurst, Trockenfisch, Trockenpansen oder Katzennassfutter). Und damit das Signal im Notfall überhaupt wirkt, muss man natürlich rechtzeitig Vorarbeit leisten und den Pfiff bzw. das Signalwort entsprechend "aufladen" um ihm Kraft zu verleihen. Dazu gibt man das Signal immer wieder in ganz normalen Situationen, z.B, wenn der Hund sowieso gerade in der Nähe ist, oder wenn er gerade kommt. Und dann überrumpelt man ihn: Pfiff - Futter (sofort!!). Am nächsten Tag wieder 3-4 mal: Pfiff - Futter. Das muss so schnell aufeinander folgen, dass der Hund sein Glück kaum fassen kann.

Am besten etabliert man das Supersignal ohne Ablenkung in der Wohnung. Von jetzt an sollte man die Pfeife immer um den Hals tragen, damit man jederzeit üben kann. Die Zeitspanne zwischen dem Pfiff und der folgenden Belohnung sollte extrem kurz sein. Im Idealfall erhält der Hund das Futter exakt in dem Moment regelrecht in den Fang gesteckt, in dem das Signal gegeben wird, damit ein reflexähnliches Verhalten daraus wird. Dadurch wird später in der Ernstsituation das Abwägen von in Aussicht stehenden Handlungsalternativen wie Kommen oder nicht Kommen, Kommen oder Schnüffeln, Kommen oder irgendwas anderes tun, auf ein Minimum reduziert. Der Superpfiff soll beim Hund ein Höchstmaß an positiven Emotionen auslösen, die eng gekoppelt sind mit seiner Position unmittelbar beim Hundeführer. Erst wenn der Hund schon beim Griff nach der Pfeife sabbernd vor einem steht (trotzdem pfeifen!), ist es Zeit für Schritt zwei: man verlegt das Training in den Garten mit möglichst wenig Ablenkung. Funktioniert es im Garten, geht es ab ins Gelände (evtl. an der Schleppleine), in dem man sich langsam von ablenkungsarmen zu ablenkungsreichen Situationen hocharbeitet. Es wird nur jeweils EINMAL gepfiffen. Kommt der Hund nicht zügig, lässt sich ablenken, muss man einen Trainingsschritt zurückgehen. Nach und nach lassen wir die Ablenkung stärker werden und achten permanent auf korrekte Ausführung des Kommandos.

Das übt man dann an allen möglichen Orten und in den verschiedensten Situationen. Da alle Situationen, bei denen der Hund den Pfiff hört, als belohnungsträchtig in der Erinnerung bleiben, sollte der Schwerpunkt des Trainings in der Orientierung zurück zum Hundeführer liegen. Der Glücksregen soll völlig unvorbereitet über ihm niedergehen, wie aus heiterem Himmel. Jeweils angekündigt nur durch den Pfiff. Und ausgezahlt wird der Hauptgewinn (z.B. Katzenfutter aus Aluschälchen) natürlich nur beim Hundeführer. Entscheidend ist, dass der Hund auf den ersten Pfiff wirklich zackig angedüst kommt. Aber Achtung: dieses Supersignal darf nicht für alltägliche Situationen verschwendet werden. Der Sinn dieses Signals ist es, einen "Not-Abruf" zu haben, den man nur in kritischen Situationen (sehr, sehr selten) nutzen sollte! Es muss ein besonderes Signal bleiben und immer mit dem Jackpot belohnt werden. Jeder Pfiff ein Hauptgewinn mit Leckerchen in Supernaschqualität! Erst wenn man wirklich sicher ist, kommt der Praxistest. Und wenn der Hund dann sofort herumwirbelt und im gestreckten Galopp angesaust kommt, haben Sie es geschafft. Dann hat er sich einen "Jackpot" verdient und die Chancen auf Gehorsam bei einer Wildbegegnung steigen.

Um den Superpfiff nicht unnötig zu verschwenden, sollte man eine Hierarchie der Rückrufsignale einhalten. Es gibt weiche Hörzeichen, aber auch einige unbedingte Befehle, die eindeutig sind und nicht wiederholt werden. Meistens genügt ein weiches "komm"; das "hierher" hat schon etwas mehr Nachdruck; hat der Hund die Ohren auf Durchzug, hilft der Hundename; erst wenn auch der nichts hilft, kommt mit "nein" ein verbales Abbruch-/Rückkehrsignal und erst danach als allerletzte Notbremse der Superpfiff. Wobei man natürlich nicht immer die Reihenfolge einhalten muss. Mit der Zeit hat man Erfahrung, in welcher Situation welches Signal notwendig ist.

Das Geheimnis des Superpfiffs liegt im häufigen Training unter wechselnden Umständen und der sehr seltenen Anwendung im Notfall. Das Supersignal ist lediglich ein Rettungsanker, wenn alles andere versagt. Zu häufiger Einsatz bei Wildbegegnungen zerstört das Supersignal. Nach jedem "Missbrauch" muss das Supersignal neu aufgeladen werden. Wenn Sie also den Superpfiff in der Ernstsituation benutzt haben, müssen sie anschließend wieder einige Male die direkte Futterbelohnung sofort nach dem Pfiff, also ohne dazwischenliegendes Verhalten ausführen. Festigen kann man das Supersignal zusätzlich, wenn man den Hund z.B. auf einer Wiese ab und zu "Platz bleib" machen lässt und sich relativ weit entfernt, bis der Hund richtig unter Spannung gerät, wann er endlich wieder zu seinem Menschen darf. Und wenn man dann pfeift, animiert man ihn körpersprachlich, so schnell wie möglich zu kommen. Die Wiedervereinigung feiert man dann, als fiele Weihnachten und Ostern zusammen.

Vorsicht: Verhaltenskette!
In Verbindung mit Jagdverhalten birgt der Superpfiff allerdings eine Gefahr: falsch aufgebaut kann er wie ein Clicker wirken und das Jagdver
halten sogar verstärken (z.B. bei Hütehunden). Das heißt dann nicht nur, dass Hund ab und an mal ohne Grund einfach losspurtet, weil er hofft, dass man pfeift, sondern auch, dass er der Meinung ist, Jagen (für das ja gepfiffen wurde) sei erwünscht. Vor allem, wenn man ein paar mal den Hund abpfeift und er trotzdem weiter hetzt, kann man fast sicher sein, dass der Pfiff die Bedeutung "auf zum fröhlichen Jagen" erhält. Es kann also passieren, dass man sich dadurch einen Hund erzieht, der wesentlich mehr als früher nach Wild Ausschau hält um wieder ein Lob (= Pfiff) zu bekommen, oder dass man sich ein Schlitzohr heranzieht, das extra abhaut, um per Pfeife wieder zurückgerufen zu werden. Je öfter man im Ernstfall pfeift, desto schlechter funktioniert dieses Signal.

Achten Sie also darauf, dass der Hund mit dem Pfiff kein bestimmtes Verhalten verknüpfen kann. Besonders ungünstig ist das Üben in Problemsituationen, denn genau dann kommt es zu einer Verknüpfung mit dem unerwünschten Verhalten und der Pfiff wirkt wie eine Belohnung dafür. Also nicht immer nur pfeifen, wenn der Hund gerade wegläuft oder sogar bereits jagd. Pfeifen Sie immer wieder mal während des Gassi gehens: mal, wenn er gerade schnuppert, mal, wenn er irgendwo herumsteht oder wenn er sich gerade umdreht, um zurück zu kommen. Die einzige Gemeinsamkeit bei allen Pfiffen ist: "Es gibt Futter". Und wenn hund das haben will, muss hund ganz zwangsläufig kommen. Benutzen Sie dieses Supersignal nur sehr sparsam, wenn nichts anderes mehr hilft und frischen Sie es immer wieder in unverfänglichen Situationen auf, ab und zu auch, wenn der Hund sowieso gerade neben Ihnen steht: Pfiff - Stopf.
wildernde Hundepfeife trainieren Jagdtrieb Erziehung jagende Hunde Jagdtrieb Jagdverhalten von Hunden Bei ballverrückten Hunden kann man das Supersignal auch wie einen Schlachtruf verwenden: Dann kündigt der Pfiff an, dass im nächsten Augenblick der Ball geworfen wird. Dabei wirft man den Ball am besten in die entgegengesetzte Richtung. Der Hund rennt hin, und bis er sich wieder umgedreht hat, ist das Wild weg. Wenn er dann den Ball zurückbringt, bekommt er dazu noch seine Leckerchen. So hat seine "Jagd" sogar Erfolg gebracht.

Der Teufel steckt im Detail
Und wenn Sie Ihren Hund dann endlich so weit gebracht haben, dass er auch bei Wildbegegnungen zu Ihnen kommt, machen Sie Ihren Erfolg nicht wieder zunichte, indem Sie ihn nach dem Loben oder einem kleinen Spiel sofort wieder laufen lassen, denn das würde er als Freibrief zum Weiterhetzen auffassen! Lassen Sie ihn erst noch ein Stück "bei Fuß" gehen, und geben Sie Ihn erst wieder frei, wenn das Jagdfieber abgeklungen ist.
Futterdummy Jagdverhalten Futterdummy Hund das Jagen abgewöhnen Futterdummy Hetztrieb Futterdummy Futterbeutel Dummy Jagdtrieb bei Hunden abgewöhnen Futterdummy  Der Notstop
Das Komm-Training allein ist bei hetzenden Hunden leider nicht ausreichend, denn um kommen zu können, muss der Hund die Jagd unterbrechen, und das fällt ihm äußerst schwer. Deshalb muss man zusätzlich noch den Verhaltensabbruch mit Hörzeichen wie "lass das" trainieren, indem man den Hund im Spiel hinter einem Spielzeug herjagen lässt, dies aber ab und zu (selten!) verbietet (evtl. Leine zu Hilfe nehmen). Mal lässt man ihn durchlaufen, mal nicht. Wenn er stoppen muss, ist die nachfolgende Belohnung um ein vielfaches größer. So ist der Verhaltensabbruch nicht mehr so frustrierend, sodern wird ein Weg zur Bedürfnisbefriedigung. Dabei geht man wie folgt vor:
- Um das Abbruchwort erst einmal zu konditionieren, übt man mit Leckerchen: dazu ein Leckerchen auf der flachen Hand halten. Wenn der Hund sich das Leckerchen nehmen will, sagt man das Abbruchwort, schließt die Hand und zieht sie schnell weg. Dann gibt man ihm mit der anderen Hand ein Leckerchen und lobt ihn. Das übt man so lange, bis der Hund seine sich von selbst vom offen angebotenen Leckerchen abwendet. Nun können Sie variieren. Legen sie das Leckerchen auf den Boden, rollen sie es usw. Aber immer so, dass im Notfall verhindern können, dass der Hund das Leckerchen erreicht. Hat das Abbruchwort funktioniert, gibt es ein Leckerchen zur Belohnung.
Nun können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen und mit Spielzeug trainieren:
- Anfangs den Hund neben sich ins "Platz", später "Sitz bleib" oder "Steh" bringen, das Werfen des Balls anfangs nur vortäuschen und Nachjagen verbieten.
- Schon bald kann man den Ball langsam über den Boden rollen, später auch wirklich werfen, ohne dass der Hund sich von seinem Platz neben dem Hundeführer entfernt.
- Dann übt man das gleiche auf Distanz: zuerst mit einer Beißwurst, dann mit dem Ball. Gehorsam durch ein besonders schönes Spiel belohnen, evtl. mit einem Spielzeug, das der Hund noch mehr liebt als das geworfene Spielzeug und das man evtl. in die entgegengesetzte Richtung wirft. Bei Ungehorsam das Spielzeug abnehmen und nicht spielen.
- Nach und nach kann man den Ball immer provozierender werfen.
- Lassen Sie einen Helfer ein Spielzeug an einer langen, dünnen Schnur ruckweise durch die Wiese ziehen um das Verhalten lebender Beute zu imitieren. Die meisten Hunde starten dann durch. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, den Ernstfall zu üben.

- Später lässt man den Hund einige Meter nachjagen, um plötzlich sofortiges "Platz" zu fordern. Erst nachdem der Hund sich "hingeschmissen" hat, gibt man ihm die Erlaubnis zum Erbeuten des Balls. Die Distanz kann man mit der Zeit immer mehr vergrößern.
- Irgendwann ist es sogar möglich, den Hund zurückzurufen, während er dem Ball bereits in vollem Galopp nachjagt. Und wenn Ihr Prachtkerl dann kommt, strahlen ihm Ihr überschwängliches Lob und Ihre Anerkennung entgegen. :-)) Am Besten verwenden Sie unmittelbar in dem Moment, wo er sich zu Ihnen umdreht den unten beschriebenen Komm-Beschleuniger.
Zum Schluss variiert man alles durcheinander. Mal durchlaufen lassen, mal sofort, mal später stoppen und zurück rufen. Mal in der Gegenrichtung belohnen, mal doch in die erste Richtung schicken, mal sofort mit der Beißwurst zerren.
Dieses Training zur Impulskontrolle dauert mehrere Monate, man braucht also etwas Geduld und sollte den Hund nicht überfordern, da der Verhaltensabbruch für ihn sehr frustrierend ist.
PS: Das mit dem "hinschmeißen" klappt bei uns allerdings nicht so ganz. So bewegungsfreudig Argus im Winter beim Gassi gehen ist - sobald er den Befehl Platz hört, überkommt ihn eine bleierne Schwere. Er bleibt zwar sofort stehen, aber dann schaut er sich erst mal nach allen Seiten um, als wolle er sagen: "Wieso denn? Was ist denn? Wo kommt da wer?" Und dann geht er evtl. noch einen Schritt zur Seite, weil es sich dort bequemer liegen lässt, und dann, langsam, gaaanz langsam nähert er sich dem Boden - ganz so, als hätte er in allen vier Gliedmaßen Rheuma und im Kreuz Arthritis. In der Disziplin "langsames Platz machen" ist er offensichtlich auf bestem Weg ins Guiness Buch der Rekorde ;-)

Hunde sind nicht dumm!
Das Abbruchkommando hat nur einen Nachteil: Man kann damit nicht den Ansatz des Hetzens verhindern. Denn der Hund bekommt das Abbruchsignal ja erst, wenn er bereits gestartet ist. Wenn man nicht aufpasst, lernt der Hund sogar, dass er erst ein paar Meter hinter dem Wild herlaufen muss, um seine Belohnung zu bekommen: "Wenn ich losdüse kommt das Abbruchsignal und anschließend gibt es Leckerchen." Wenn Sie das Gefühl haben, dass der der Hund nur so tut "als ob" er Wild entdeckt hat gibt es für die Rückkehr nach dem Geländelauf keinen Jackpot.

An "gefährlichen" Stellen sollte man immer besonders aufmerksam sein, und wenn man das Wild schon vor ihm bemerkt, sollte man ihn sofort verwarnen ("wag es!?!") oder in den Gehorsam nehmen ("bei Fuß"). Dieser Gehorsam muss natürlich angemessen belohnt werden, damit der Hund merkt, dass er nicht unbedingt lossprinten muss, um seine Belohnung zu erhalten. Ich belohne in wildreichem Gebiet lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

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Jedes Antijagdtraining muss immer mit einer Alternative einhergehen. Wenn der Hund mit einem Abbruchsignal das Verbot bekommt zu jagen und darauf zumindest kurz reagiert, dann muss er auch sofort gesagt bekommen, was er statt dessen tun soll, sonst unterliegt er evtl. doch wieder der Versuchung, weiter zu jagen. Der Hund ist keine Maschine, die abbremst und dann automatisch umdreht. Der Moment, in dem er stehen geblieben ist, ist entscheidend. Dann weiß er evtl. noch nicht, was er tun soll und wägt ab: soll ich weiter hetzen, oder lieber zu Frauchen laufen? Erleichtern Sie ihm die Entscheidung, indem sie ihn, sobald er stehen geblieben ist, SOFORT freudig-jubelnd zu sich heranrufen. Und schon während der Hund auf dem Weg zu ihnen ist, sollten Sie seine Vorfreude auf den Jackpot weiter verstärken.
Dazu verwendet man am Besten ein mit hoher Stimme jubelndes Signal, das aus einer schnellen Wiederholung kurzer Silben besteht, wie z.B. aei-jei-jei-jei-jei oder hui-ui-ui-ui-ui. Benutzen Sie dieses Signal immer wieder, wenn der Hund im Alltagsleben sowieso gerade schnell auf sie zu rast. Und belohnen Sie ihn auch dann mit etwas ganz besonders Tollem, z.B. mit einem ausgelassenen Spiel. Denken Sie daran, dass Sie im Ernstfall mit einem tollen Jagderlebnis konkurrieren müssen. Lassen Sie ihn spüren, wie begeistert Sie über sein Kommen sind. Steigern Sie seine Vorfreude auf die Belohnung mit Ihrer Begeisterung. Mit der Zeit werden Sie merken, dass Ihr Hund immer schneller wird ...

Gegen den Frust der verpassten Jagd!
Der Verhaltensabbruch ist eine für den Hund sehr frustrierende Erziehungsmethode. Was heißt das? Frustration entsteht immer, wenn ein Ziel oder ein dem Hund wichtig erscheinendes Verhalten dauerhaft nicht erreichbar oder durchführbar ist. Steht dem Hund in dieser Situation kein Alternativverhalten zur Verfügung, reagiert der Körper mit Hormonausschüttungen, die Appetenzverhalten provozieren. Der Begriff Appetenz beschreibt den Zustand, bei dem auf Grund fehlender auslösender Reize eine hohe Triebenergie nicht abgeleitet werden kann. Unruhe- und Stresszustände kennzeichnen die dauerhafte Suche nach diesen Reizen. Die Triebenergie staut sich zunehmend auf. Wird z.B. das Jagen nicht ausreichend befriedigt oder durch Alternativen ersetzt, steht der hündische Körper unter anhaltendem Stress. Im Extrem kann es sogar zu einem Vertrauensverlust des Hundes führen, der die Mensch-Hund-Beziehung erheblich beeinträchtigen kann. Um eine solche Frustration und das daraus resultierende Appetenzverhalten nicht aufkommen zu lassen, muss dem Hund ein Alternativverhalten angeboten werden, wie z.B. die oben erwähnten Jagdersatzspiele oder die gemeinsame Mäusejagd (s.u.). Wenn Ihr braver Hund nach dem Jagdabbruch dann zu Ihnen zurückgekehrt ist, sollte ihn etwas ganz Tolles erwarten - entweder ein Jackpot mit besonders vielen Leckerchen oder ein gemeinsames Ball- oder Zerrspiel, um die aufgestaute Energie/Frustration abzubauen. Oder bieten Sie ihm eine Steufährte: Werfen Sie Leckerchen im hohen Bogen im Halbkreis auf den Weg und lassen Sie den Hund suchen. Helfen Sie ihm auch dabei und zeigen sie ihm begeistert, dass Sie gerade wieder ein Leckerchen "gefunden" haben. Das macht den Hunden riesig Spaß! Anders als beim "Belohnen" müssen sie sich richtig anstrengen, um alles zu finden - und genau das wollen Hunde ja, sie wollen was tun und dabei Erfolg haben!

Ganz besonders ist eine Ersatzbeute (s.o.) als Belohnung für die verpasste Jagd geeignet. Viele Vierbeiner schätzen es, gerade für das Befolgen des Rückrufs in Sichtweite eines Wildtieres, anderweitig Beute machen zu können. Packen sie dazu besonders schmackhafte Leckerchein in einen Futterbeutel. Sobald der Hund sich nach Ihrem Rückruf vom Wild abwendet, werfen Sie den Futterdummy in die andere Richtung, also weg vom Wild. So kann Ihr Wildfang mit Erlaubnis Beute machen und einige Sequenzen des Jagdverhaltens doch noch ausleben. Und wenn er den Futterbeutel dann brav apportiert und daraus gefüttert wird, ist seine "Jagd" sogar von Erfolg gekrönt.

Oder anders herum: geben Sie kein Jagd-Abbruchsignal, sondern ein Jagd-Anfangssignal
Bei besonders jagdtriebigen Hunden kann man versuchen, das Jagdfieber mit Hilfe der gemeinsamen Mäusejagd unter Signalkontrolle zu bekommen und auch damit den Frust relativ niedrig zu halten. Signalkontrolle heißt, der Hund tut das, was man ihm erlaubt dann, wenn man es ihm erlaubt. Man baut dazu eine gemeinsame Jagd auf, deren Regeln der Mensch vorgibt. Der Hund kann dabei kontrolliert sein Instinktverhalten ausleben, ohne Wildtiere oder Katzen zu gefährden. Durch ein solches, über Belohnung und Rituale aufgebautes Training wird die Beziehung (und damit auch das Vertrauen) zwischen dem Hund und seinem Menschen intensiviert. - Und so sieht das Training aus:
Ein Hund mit guter Bindung an seinen Menschen kommuniziert während des Spaziergangs mit ihm, indem er Blickkontakt aufnimmt und sich vergewissert, ob alles noch o.k. ist oder ob sein Mensch etwas anderes vorgibt. Ist die Mäusejagd richtig aufgebaut "fragt" der Hund, ob er die Jagdfreigabe bekommt oder eben "jetzt nicht". Die Antwort wird je nach Situation variieren. Die Jagd läuft in etwa so ab, dass der Hundeführer sich mit deutlichem Gehabe und einem "wo ist die Maus?" auf die Suche nach einem Mauseloch macht und den Hund animiert, ihn zu unterstützen. Hat man eines gefunden (meist ist der Hund schneller), kommt ein kurzes Wartekommando, das die Erwartungshaltung steigert. Dann erfolgt die Freigabe, und Mensch und Hund buddeln gemeinsam oder abwechselnd nach der Maus. Das Buddeln wird immer wieder unterbrochen und dann neu angesetzt. Die Beute ist übrigens (zumindest in der Regel) nicht die Maus, sondern besonders leckeres Futter, das der Hund dort "findet". Manchen Hunden muss man das Buddeln erst beibringen, aber mit entsprechender Belohnung wird das schnell verstanden. Bald braucht man nur noch interessiert auf den Boden zu schauen, schon kommt der Hund angerannt. Sollte der Hund dabei wirklich auch Mäuse fangen, so sollte man ihn wegen der Gefahr einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm regelmäßig entwurmen.
Will man mit seinem Hund allerdings Hundesport mit Fährtentraining machen, sollte man mit der Mäusejagd zurückhaltender sein.
Man kann diese Mäusejagd auch mit einem Pfiff oder einem speziellen Ruf verbinden. Wenn dieses Signal ertönt, heißt das für den Hund: Sein Chef bläst zur Jagd - also schnell hin.

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