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So ist er:

Der Hovawart

Eine Liebeserklärung

Hovawart Eigenschaften Steckbrief Erziehung Charakter Wesen Krankheiten Preis Rüde Hovewart Eigenheiten dominanz Familienhund Lebenserwartung Welpen Hündin Hundezucht Hunderasse Sozialverhalten Welpe Hovawarts Züchter Verhalten Rüden Gesundheit Geschichte

Der Hovawart - ein Traumhund?
Rassespezifische Eigenheiten
Rassengeschichte des Hovawarts - eine neue "alte" Rasse
Der Hovawart - eine gesunde wesensfeste Rasse
Hovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawart Welpen Hovawart Züchter Hovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawart Welpen Hovawart Züchter Hovawartwelpen Hovawartzüchter Wie findet man einen guten Hovawart-Züchter?
Ist der Hovawart ein Gebrauchshund oder ein Familienhund?
Der Hovawart - ein Hund mit Charakter
Der "dominante" Hovawart
Körperliche und geistige Beschäftigung des Hovawarts
Verträglichkeit - der Hovawart und die anderen Hunde

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Die Treue eines Hundes
ist ein kostbares Geschenk,
das nicht minder bindende
moralische Verpflichtungen auferlegt
als die Freundschaft eines Menschen.
Der Bund mit einem treuen Hund
ist so 'ewig', wie Bindungen
zwischen Lebewesen dieser Erde
überhaupt sein können.
Konrad Lorenz

 

 

Der Steckbrief des Hovawarts
Ein aktiver Hund für aktive Menschen

Ob ausgebildet oder nicht, er wird in mancherlei Hinsicht
immer ein selbständiger Hund sein.
Carol Lea Benjamin

Hovawart ohne Papiere Besonderheiten des Hovawart
Der Hovawart ist ein anerkannter Gebrauchshund zu vielseitiger Verwendung. Von der Veranlagung her ausgeglichen und ruhig, besitzt er Schutztrieb, Kampftrieb, Selbstsicherheit und Belastbarkeit, mittleres Temperament und eine sehr gute Nasenveranlagung. Für einen Gebrauchshund harmonisch abgestimmte körperliche Verhältnisse und eine besondere Bindung an seine Familie machen ihn insbesondere zu einem hervorragenden Begleit-, Wach-, Schutz- und Fährtenhund.
Rassengruppe doggenartige, Molosser, Berghunde, wehrhafte Wachhunde, mit Arbeitsprüfung
Gesamteindruck Mittelgroßer bis großer, kraftvoller, aber nicht plumper langhaariger Gebrauchshund. Seine Erscheinung ist durch wuchtige Kraft, Robustheit, Substanz und Harmonie gekennzeichnet. Unerwünscht ist alles, was die Gebrauchsfähigkeit herabsetzt, so u. a. Verfeinerung, schwache Konstitution, aber auch Massigkeit und Schwere. Kräftige Läufe und eine tiefe Brust weisen ihn als guten Läufer und Springer aus. Die Geschlechtsunterschiede sind deutlich erkennbar. Er ist hart und wetterfest, unerschrocken und aufmerksam.
Größe Rüde 63-70 cm, Hündin 58-65 cm, leicht gestreckter Körperbau
Gewicht Rüde 30-45 kg, Hündin 25-35 kg - der Größe angepasst
Fell pflegeleichtes, weiches, leicht gewelltes, anliegendes, glänzendes Langhaar mit wenig Unterwolle; robustes, wetterfestes Deckhaar ohne Rückenscheitel und Locken. Am Hals, an der Rückseite der Läufe und an der Rute ist der Behang besonders ausgeprägt. Trotz seiner langen Haare ist der Hovawart einfach zu pflegen.
Farbe schwarzmarken (50-60 %), blond (ca. 30 %), schwarz (ca. 15-20 %). Bezüglich der Farbe wird keine Reinzucht betrieben, vielmehr können innerhalb eines Wurfes alle Varianten auftreten.
Pluspunkte eine der gesündesten Rassen, hohe Lebenserwartung, freundlich, belastbar
Haltungsansprüche Der Hovawart ist ein aktiver Hund für aktive Menschen
Er braucht Training, Arbeit, geistige Auslastung, große Ausflüge oder Wanderungen,
und einen Menschen, der "Leithund" ist und den er respektieren kann.
Geeignet für Leute, die keine Stubenhocker sind und Spaß an viel Bewegung haben.
Leute, die einen ursprünglichen Hund mögen, und sich gegenüber diesem selbstbewussten Hund durchsetzen wollen und können.
Nicht geeignet für Anfänger, die es einmal mit einem Hund versuchen möchten,
Menschen, die blinden Gehorsam verlangen,
Leute, die gerne andere über sich bestimmen lassen.
Erziehung Als Doggenartiger ist seine Bereitschaft zur Unterordnung eher mäßig; willensstark und zur Dominanz neigend, daher nicht leicht zu führen; mit Ausdauer und Konsequenz von Jugend an wird er jedoch ein zuverlässiger Hund.
Wesen Zurückhaltender, aber freundlicher Familienhund der auch zuverlässig schützt. Sehr auf seine Menschen bezogen, braucht engen Kontakt, liebenswert, sehr anhänglich und treu. Charaktervolles, selbstbewusstes Wesen, etwas eigenwillig; aufmerksam und unerschrocken. Sehr freundlich zu allen Menschen. Er ist draußen temperamentvoll und fröhlich, im Haus ruhig und ausgeglichen.
Temperament
Bewegung
Spieltrieb
Dynamisch-kraftvoller Naturbursche, sehr lebhaft, bewegungsfreudig und wendig. Hervorragender Läufer und Springer. Kein Hund für Stubenhocker.
3-4 Stunden Auslauf ohne Leine. Guter Begleiter für Freizeitaktivitäten aller Art. Für viele Sportarten geeignet.
Sehr hoher Spieltrieb bis ins hohe Alter.
Hundesport
- Fährte
Die hervorragende Nase und Konzentrationsfähigkeit machen den Hovawart zum hochbegabten Fährtenhund. Der Hovawart ist in der Fährte sehr leicht auszubilden. Er findet in der Fährte seine Erfüllung.
Hundesport
- Unterordnung
Der Hovawart als "Spätzünder" ist kein Hund für Ungeduldige. Bei der Arbeit auf dem Hundeplatz braucht er einen rasseerfahrenem Ausbilder und Figuranten, da er auf dem Hundeplatz sensibler reagiert als andere Gebrauchshund-Rassen. Da er spät reif ist, braucht er für alles etwas länger als andere Rassen. Während Schäferhunde auch ohne besondere Motivation tun, was verlangt wird und noch mit dem Hundeführer mitlaufen, will der Hovawart überzeugt werden. Der Hovawart ist nicht unterwürfig. Mit Zwang und Unterdrückung erreicht man nicht viel. Anders als der gute "Rekrut" Schäferhund richtet er seine "Empörung" schneller gegen den Ausbilder oder Hundeführer. Der Hovawart setzt Bedrohung und Unterdrückung nicht in rekrutenhaften Gehorsam um. Er reagiert entweder mit Wehr-Aggression oder er knickt ein. Oft reagiert er dann nicht nur kurzzeitig verstört sondern verliert grundsätzlich das Vertrauen und kündigt die Zusammenarbeit auf.
Wenn man aber bereit ist, dem Hovawart ein zuverlässiger und freundlicher Lehrmeister zu sein, bekommt man von ihm fast alles geschenkt. Mit Spiel und Leckerli ist der Hovawart sehr gut motivierbar. Es liegt am Hundeführer, den Hundesport als Teamwork mit dem Hund zu begreifen und durchzuführen.
Hundesport
- Schutzdienst
Im Schutzdienst ist der Hovi nicht so belastbar und hat einen nicht so beständigen Trieb wie andere Gebrauchshunde. Er muss deshalb sehr sorgfältig mit den Aufgaben vertraut gemacht werden und darf nicht zu früh zu hart herangenommen werden. Der Hovawart zeigt echtes Schutzverhalten, das im Alter von ca. 3 Jahren erwacht, reagiert im Sport aber nicht so triebig wie andere Gebrauchshundrassen, ist schwieriger zu motivieren und verlangt daher viel Fingerspitzengefühl. Fehler im Aufbau sind später nur sehr schwer wieder auszugleichen. Dafür behält er aber auch wenn er hoch im Trieb steht immer noch einen klaren Kopf. Während andere Rassen von Natur aus fordernder sind und schon Trieb stauen, wenn sie die Beute nur sehen, ist das passive Zusehen für den Hovi meist uninteressant und baut seinen Trieb eher ab. Der Hovawart will angesprochen werden. Er braucht einen vielseitigen und sensiblen Figuranten, aber gerade diese Herausforderung macht den Reiz aus - wer einen Hovi hetzen kann, der kann wirklich noch hetzen.
Gesundheit Sehr gesunde Rasse aufgrund besonders strenger Zuchtvorschriften der VDH-Vereine.
Lebenserwartung relativ hoch: er kann seinen Menschen 12 - 14, ja sogar bis zu 17 Jahre Freude schenken und ist auch im Alter noch recht fit.

Hovawart ohne Papiere Besonderheiten des Hovawart

Hovawart ohne Papiere

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Hovawart ohne Papiere Besonderheiten des Hovawart

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Der Hovawart - ein "Traumhund"?
Wunsch und Wirklichkeit

Den Hovawart lernt man erst kennen
und dann lieben!

Der Hovawart ist schon ein großartiger Hund. Außer seinen guten Eigenschaften als Gebrauchshund und "Wächter der Habe" ist der Hovawart auch ästhetisch beeindruckend: Seine sanften Körperlinien, sein freundliches Gesicht, sein langes aber nicht wuscheliges Haarkleid und seine attraktive Fellfärbung verleihen ihm seine Schönheit. Sein stolzes Auftreten verleiht ihm Erhabenheit; es scheint, als sei er sich seiner Schönheit und Anmut bewusst. Und dass der Hovawart einen harmonischen, wohl proportionierten, nicht überzüchteten Körper hat, verleiht ihm Vitalität, Ausdauer und Gesundheit. Es ist eine Freude, den Hovawart laufen zu sehen: elegant, kraftvoll und verblüffend schnell. Und - was noch viel wichtiger ist - er zeigt ein ganz ausgezeichnetes Verhalten, verbunden mit einer hohen Lernfähigkeit und Lernbereitschaft.

Diese starke Hunde-Persönlichkeit mit ihrem edlem Erscheinungsbild ist ein wunderbarer Begleiter, mit dem man auch in der heutigen, teilweise sehr erschwerten Zeit für Hundehalter, durchaus recht positiv auffallen kann. Wenn man mit einem Hovawart unterwegs ist, erntet man oft Bewunderung für diesen imposanten, prachtvollen Bilderbuchhund, der so brav neben seinem Menschen herläuft und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Und oft hört man dann Sätze wie: "Aaach, ist deeeeer aber liiiieeb!" oder auch "Das ist aber ein schöner Hund - darf man den streicheln?"

So manch einer, der ein solches Dream Team sieht, verliebt sich spontan in diese Rasse und möchte auch so einen wunderbaren Hund haben. Aber so ist der Hovawart nicht automatisch. Man muss viel Erziehungsarbeit in seinen Prachtkerl stecken, bis er ein so angenehmer Begleithund ist. Der Hovawart steckt voller Qualitäten und die vielen Pluspunkte müssten eigentlich für einen der ersten Plätze in der Rassen-Hitparade reichen. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: seine Dickköpfigkeit, seine Sturheit, seine Dominanz... und wenn man nicht aufpasst, gibt er auch schon mal "Widerworte". - Ein Traumhund ist der willensstarke Hovawart nur dann, wenn man ihn zu nehmen weiß. Gerade beim Hovawart kommt es darauf an, was man daraus macht. Bei einem Menschen, der sich bei Hunden durchsetzen kann, wirkt der Hovawart durchaus leichtführig. Dann ist er verspielt, geradeaus, berechenbar, sehr anhänglich - ein aufmerksamer Mitarbeiter und klasse Kumpel.

Der Hovawart - KEIN SoDa-Hund
Es gibt immer wieder Stimmen, die vom Hovawart abraten, weil es mit ihm oft Probleme gäbe. Deshalb sollte man schon beim Kauf auf kontrollierte Zucht mit strengen Wesensüberprüfungen achten. Vor allem aber ist der Hovawart ein Hund, der vorwiegend nach optischen Kriterien ausgewählt wird - gerade auch von Menschen mit wenig Hundeerfahrung, die eigentlich nur einen Sofawart, einen einfachen Mitläufer suchen. Aber Hovawarte (vornehmlich die Rüden) sind schon eine besondere Rasse: selbstbewusst und mit eigenem Kopf. Schwierig werden sie dann, wenn es der "Herrschaft" an Konsequenz und Durchsetzungsfähigkeit fehlt. Der Hovawart braucht von kleinauf eine resolute Erziehung und nicht erst, wenn er aus dem "Süss-Alter" herausgewachsen ist. Klare Regeln von Anfang an - dann klappt es auch mit dem Hovi. Leider nennen zu viele ungeeingnete Menschen einen Hovawart ihr Eigen und sind mit dieser starken Persönlichkeit absolut überfordert. Auch wenn er einfach nur "so da" sein soll als netter Begleit-Schmusehund und keine Ansprüche stellen darf, wird ein temperamentvoller Hovawart schwierig. Ein Hovawart muss geführt werden, sonst macht er, was ER will. Wenn der Hund dann selbst das Handeln übernimmt ist das bei einem so großen Hund immer ein Problem. Deshalb möchte ich hier die Eigenschaften dieser faszinierenden Rasse etwas genauer beschreiben und auch die potentiell unangenehmen Seiten nicht verschweigen. Denn je mehr man vom Hovawart weiß, desto gezielter kann man den Grundstein für ein harmonisches Mensch-Hund-Team legen. Ein charakterstarker Hovawart ist eine Herausforderung, er hält seinem Hundeführer den Spiegel vor. Aber wenn man sich dem stellen will, Spaß an der Hundeerziehung hat und auch bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, dann wird der Hovawart zum Traumhund. Dann steht fest: einmal Hovawart - immer Hovawart.

Der Hovawart kann süchtig machen. In den richtigen Händen ist er der beste Hund der Welt. Wir werden uns wohl immer wieder für einen Hund dieser Rasse entscheiden. Und - seien wir mal ehrlich - welcher Hund, egal welcher Rasse, erzieht sich schon selbst??

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Da weiß man, was man hat!
Rassespezifische Eigenheiten

Dinge, die einen Terrier in Aufregung versetzen,
werden von einer Dogge unter Umständen nicht einmal bemerkt.
Smiley Banton

Pauschale Aussagen über Wesens- und Verhaltensmerkmale einer Rasse gehen mir eigentlich ein wenig gegen den Strich; denn es gibt eigentlich kaum DAS rassetypische Verhalten, DEN typischen Hovawart. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine ganz persönlichen Eigenarten. Gerade die Persönlichkeit des Hovawarts schillert in vielen Facetten - das ist eine der Tatsachen, die den Reiz dieser unvergleichlichen Hunderasse ausmachen und den Halter zum Hoviholic machen...

Wer sich - ohne viel Überlegungen - irgendwo einen Hovawart kauft, der greift in eine Wundertüte. Er kann einen allzeit bereiten Setter-ähnlichen Sportsfreund gewinnen, er kann aber auch einen gelassenen, Kuvasz-ähnlichen Sturkopf bekommen. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Kauf gründlich umzuhören und sich zu überlegen, welchen Typ Hovawart man haben will. Es gibt in allen drei Vereinen im VDH (RZV, HZD, HC) derbe und eher schlanke, sportliche und eher ruhige Vertreter dieser Rasse. Ausschlag gebend ist das Zuchtziel des jeweiligen Züchters. Fragen sie ihn danach. Als Familienhund sind sie alle sehr gut geeignet.

Rassegeschichte
Wächter für Haus und Hof

Schönheit ohne Eitelkeit,
Stärke ohne Einbildung,
Mut ohne Wildheit,
Alle Tugenden des Menschen ohne seine Laster.
Aus der Grabschrift Lord Byrons auf seinen Neufundländer
Hovawarte Hovawarts
die 3 Farbschläge 1949

Der Hovawart ist eine verhältnismässig junge Rasse, obwohl sein Ursprung weit zurück in der Vergangenheit liegt. In mittelalterlichen Schriften wird er als zuverlässiger, mutiger Wächter und Verteidiger des Hofes beschrieben. Sein Name leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort "Hovawart" oder auch "Hofwarth" - Wächter der Habe (hova) und des Hofes - her. Schon im 13. Jahrhundert wurden die "großen hofwarten, zotthaarig und hängeohrig" von Albertus Magnus erwähnt und in ihrer Funktion "zum ußspüren der dieb und der bösewicht" beschrieben. In einer Übersetzung heißt es: "Ein Hund heißt Hovewart, der jemanden Häuser und Höfe Tag und Nacht hütet ..." Auch in Berichten und Bildern des 15. Jahrhunderts erscheint die Rasse als Aufspürer von Dieben. Somit haben wir den Hofwart oder Vor-Schäferhund als "Polizeihund" schon über 700 Jahre.

Der heutige Hovawart ist eine Rekonstruktion dieses alten Hof- und Bauernhundes, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Man wollte eine neue Schutzhunderasse züchten, die im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund über eine gewisse Eigenständigkeit verfügt. Als Kurt Friedrich König und sein Vater Bertram König nach "überlegsamen Hunden", d.h. Hunden mit der Fähigkeit zu situationsgerechtem Handeln suchten, stießen sie immer wieder auf diese starkknochigen, lang- oder zotthaarigen Hunde mit Hängeohren.

Erste Versuche zur Rekonstruktion des Hovawarts gehen auf die Jahre vor 1910 zurück. Im Zuchtbuch wurde 1922 der erste Wurf von C. König eingetragen. Von geplanten Verpaarungen in Richtung Hovawart kann aber erst ab der Gründung eines neuen Hovawart-Schutzhunde-Vereins 1924 ausgegangen werden. Damit begann die eigentliche Reinzucht des Hovawarthundes, aus der König sich aber bereits 1926 für einige Jahre weitgehend zurückzog, um sich anderen Themen zu widmen.
König hatte als Zuchtziel von Anfang an gefordert, "eine ausgesprochene Polizei- und Schutzhundrasse" zu züchten. Alle Züchter der ersten Jahre unterstützten diese Zielsetzung, und viele bildeten ihre Hunde aus, und legten Schutzhundprüfungen ab. Diese engagierten Züchter übernahmen nun die Herauszucht des großen mittelalterlichen Hofhundes
im 1931 neu gegründeten "Reichsverband der Schutzhund-Leistungszüchter" (RSL). Dazu verwendeten sie ausgewählte Bauernhunde aus dem Schwarzwald, Odenwald und Harz - karge Gegenden mit abgelegenen Höfen, rauhem Klima und einem idealen Betätigungsfeld für wetterfeste, robuste, zuverlässige Hofwächter. Diese Typhunde, also Hofhundbastarde, kamen dem Idealbild relativ nahe. Man hoffte, dass sich der ursprüngliche Hovawart in diesen Hunden erhalten hatte. Diese wurden mit verschiedenen Rassehunden gekreuzt: dem Kuvacz, dem Neufundländer, dem Sennenhund und dem Leonberger. Von besonderer Bedeutung ist die Einmischung langzotthaariger "altdeutscher Schäferhunde", die einen Anteil von fast 25 % erreichten. So war eine breite genetische Basis für die weitere Zucht geschaffen.
Durch starke Selektionsmaßnahmen wurde der ursprüngliche Gebrauchshundetyp des Hovawarts wieder erreicht. Zuchtziel war die Erzüchtung eines deutschen Leistungshundes mit Mut, Schärfe, Kraft, Gewandtheit, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit, Arbeitswille und Klugheit. 1937 wurde der Hovawart als Rasse anerkannt, aber noch 1940 wurde als letzte Einkreuzung eine sehr wahrscheinlich windhundähnliche "afrikanische Wildhündin" der Blutmischung zugeführt. 1944 wurde der Genpool dann geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg war der Bestand der Zuchttiere stark zurückgegangen. Die Züchter begannen - zunächst vereinzelt und auf sich alleine gestellt - die Zucht weiterzuführen und schlossen sich erst im Laufe der Zeit in eigenen Landesgruppen zusammen. So entstanden je nach Region unterschiedliche Hovawarttypen. Als der Hovawart 1964 wegen seiner hervorragenden Arbeitseigenschaften als 7. Dienstgebrauchshundrasse anerkannt wurde, war das ursprüngliche Zuchtziel erfüllt.
Bereits 1965 begann man mit der systematischen Bekämpfung der Hüftgelenksdysplasie (HD).

Hovawart Hovewart

Mit Castor Meyer-Busch, gew. 1932,
erfolgte die systematische
Durchzüchtung der neuen Rasse.

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Eine gesunde wesensfeste Rasse

Ein guter Hund kann niemals eine schlechte Farbe haben.
Kurt F. König

Der Hovawart ist ein ausgesprochen schöner Hund: groß und stattlich, dabei aber nicht schwerfällig sondern elegant. Eine besonders gesunde Rasse, bei der die Körperproportionen stimmen. Diese bemerkenswerte Rasse ist immer noch sehr variationsreich, so dass es oft gar nicht so einfach ist, einen Hovawart als Hovawart zu erkennen. So manch einer, der noch keinen Hovi kennt, glaubt fest, einen Mischling vor sich zu haben. Und wirklich scheint der Hovawart einen stabilisierten Grundtyp des Hundes darzustellen, der sich stark durchsetzt, wenn untereinander verschiedene Rassen oder Mischlinge gekreuzt werden. Für mich ist der Hovawart der schönste "Mischling" der Welt.

Durch einen breiten Zuchtansatz sind die in der modernen Hundezucht sonst so üblichen Inzuchtprobleme mit all ihren negativen Folgen beim Hovawart unbekannt. Zu verdanken ist dies den wohl strengsten Zuchtrichtlinien innerhalb der gesamten Rassehundezucht. Im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) wird allgemein anerkannt, dass der RZV führend in der Bekämpfung von Erbkrankheiten ist und die Rasse Hovawart im Vergleich zu anderen Rassen überproportional gesund ist. Selbst häufige Erbkrankheiten liegen beim Hovawart unter 1 %. Das gilt allerdings nur für die innerhalb des VDH gezüchteten Hovawarte (also z.B. RZV) und nicht für Zuchten anderer Vereine!

Bei den Hovawart-Vereinen im VDH stehen Zucht auf gutes Wesen und Gesundheit an vorderster Stelle. Krankheiten wie OCD, Hypothyreose und erbliche Herzerkrankungen sind bei Hovawarten äußerst selten. Insbesondere die gefürchtete erbliche Hüftgelenksdysplasie ist durch jahrzehntelange Selektion auf HD-freie Tiere bis auf wenige Prozent zurückgedrängt worden. Ca. 75 % aller RZV-Hovawarte werden auf HD geröntgt, davon sind über 90 % HD-frei (A). Hunde mit mittlerer oder schwerer HD sind bei den 3 dem VDH angeschlosenen Hovi-Vereinen (!) inzwischen sehr selten. In den letzten 10 Jahren hatten im RZV nur 1 % der Hunde HD-D und nur 0,3 % HD-E. Nicht umsonst gilt der Hovawart bei Experten als eine Art Vorzeigerasse für erfolgreiche züchterische Bekämpfung dieser Erbkrankheit. Der RZV züchtet nicht nur mit HD-freien Tieren, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, sondern setzt seit fast 20 Jahren zusätzlich noch eine modernste computer-unterstützte Zuchtwertschätzung unter Einbeziehung aller Verwandten der Zuchttiere ein. Dadurch wurde es möglich, unter den HD-freien Hunden die guten Vererber von den genetisch belasteten zu unterscheiden, so dass Zuchtleiter und Zuchtwarte Chancen und Risiken geplanter Verpaarungen noch besser einschätzen können. Deshalb versucht man, von möglichst vielen Hovawart-Hunden Daten zu bekommen, also auch von solchen, die selbst nicht in die Zucht kommen. Dadurch wird die Zucht transparenter und das Risiko von Verpaarungen möglichst weit minimiert. Um diese Bemühungen zum Wohl der Rasse zu unterstützen, sollten alle Welpenkäufer ihre Junghunde zumindest bei der Nachzuchtbeurteilung vorstellen und auch auf HD röngen lassen. Hier heißt es auch für "normale" Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht zur Zucht einsetzen wollen, Verantwortung zu übernehmen. Aber auch wenn HD ihren Schrecken für diese Rasse verloren hat, so kann es fehlerlose Lebewesen und absolute Sicherheit doch nicht geben. Als Ausgleich bietet der RZV seit 1995 mit einem Solidaritätsfonds seinen Mitgliedern sogar eine Teilerstattung von Tierarztkosten für RZV-gezüchtete Hunde an, wenn trotz der durch die Zuchtordnung gegebenen Vorsicht Hunde an bestimmten ererbten Krankheiten erkranken. Dieser Fonds ist nicht nur eine nette Geste den Besitzern kranker Hunde gegenüber, sondern er erhöht vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten gemeldet werden und so die Eltern und/oder Geschwister aus der Zucht genommen werden können.

Zuchtziel sind neben Gesundheit und Langlebigkeit auch heute noch die Fähigkeiten eines guten Hofhundes wie Unerschrockenheit, Selbständigkeit und Verteidigungsbereitschaft. Aggressive, ängstliche, schussscheue oder lethargische Hunde sind von der Zucht ausgeschlossen. Der Hovawart soll ein gutartiges, ausgeglichenes und ruhiges Wesen haben. Er ist bewegungsfreudig, geht selbstbewusst auf seine Umwelt zu, ist gelassen und hat ein robustes, belastbares Nervenkostüm. Er ist für alle Bereiche des Hundesports geeignet und kann durch seine hohe Reizschwelle, seinen Mut, seine starken Nerven und die vorzügliche Nasenveranlagung auch zu einem hervorragenden Rettungshund ausgebildet werden. Um die positiven Eigenschaften des Hovawarts zu erhalten, sind verschiedene anspruchsvolle Wesens-/Verhaltensüberprüfungen die Voraussetzung für die Zuchtzulassung. Das beginnt bereits mit dem Welpenwesenstest beim Züchter und setzt sich fort mit Nachzuchtbeurteilung, Jugendbeurteilung, Zuchttauglichkeitsprüfung und verschiedenen Leistungsprüfungen, die zusammen mit den Daten verwandter Tiere in die Zuchtwertprüfung einfließen.

Zum Zuchtprogramm des RZV gehört auch, dass eine Hündin nur einen Wurf pro Jahr großziehen darf. Nach drei Würfen werden erst einmal bei Nachzuchtbeurteilungen ihre Nachkommen auf Herz und Nieren geprüft. Um eine große genetische Breite der Population zu erreichen, werden möglichst viele verschiedene Rüden eingesetzt. Insgesamt darf ein Rüde im Inland nur fünfmal decken. Dann werden auch seine Nachkommen erst einmal überprüft. Nur ganz selten dürfen absolute Spitzenrüden, die in allen Belangen herausragend vererben, noch weitere fünf mal zur Zucht eingesetzt werden. Dann ist endgültig Schluss. Ein genetisch nicht intakter, nur äußerlich schöner Hunde-Champion kann also nie die ganze Rasse vergiften. Champion- und Leistungstitel des Rüden beeinflussen auch nicht den Preis der Welpen, wie es bei manchen anderen Rassen der Fall ist, bei denen man mit einem hoch dekorierten Deckrüden viel Geld verdienen kann.

Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert
Oscar Wilde

Hovawart Sozialverhalten Verträglichkeit Hovawart Hovawart Sozialverhalten Revier Territorialverhalten Verträglichkeit Hovawart Hovawart Steckbrief Erziehung Charakter Wese Krankheiten Preis Eigenschaften Rüde Hovewart Eigenheiten Wesen Familienhund Wo findet man Hovawart-Welpen?

Worauf es beim Welpenkauf ankommt, erfahren Sie hier

Mein Rat: falls Sie gerade mit dem Gedanken schwanger gehen, einen Hovawart zu erwerben, dann

Hovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawart Welpen Hovawart ZüchterHovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawart Welpen Hovawart ZüchterHovawartwelpen Hovawartzüchter Hovawart Welpen Hovawart Züchter kaufen Sie Ihren Welpen nur bei anerkannten Züchtern innerhalb des VDH,
also z.B. beim RZV
(Welpenlisten)

Nicht umsonst hat der RZV den DOGS AWARD 2012 des DOGS-Magazins
in der Kategorie "Zuchtverein" gewonnen!
mehr ...

Eine Liste der aktiven RZV-Züchter findet man unter den einzelnen Landesgruppen
Österreich: HO-KLUB, Schweiz: SHC

Den gesunden und wesensstarken Hovawart verdanken wir vor allem
den strengen Kontrollen innerhalb dieser Vereine!

Hovawart Voraussetzungen Ansprüche Krankheiten Hovawart Beschäftigung Bewegung Hovawart Voraussetzungen Ansprüche Hovawart Beschäftigung Bewegung Hovawart Voraussetzungen Ansprüche Hovawart Beschäftigung Bewegung Voraussetzungen Ansprüche Hovawart Wesen

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Hovawart - der sportliche Familienhund
ein Partner, der mitdenkt

Je eher wir unseren Hund so sehen, wie er ist,
umso eher wird er das sein, was wir uns wünschen.

In den meisten Büchern steht zu fast jeder Rasse beschrieben, was wir gerne hören wollen. Egal welche Rasse, es ist immer der ideale Familienhund. Das klingt so nach "Einfamilienhäuschen, glückliche Familie, Kinder und braver Hund als Statussymbol". Also - was ist ein idealer Familienhund? Ist es ein Kuscheltier, das sich alles gefallen lässt, nicht viel Arbeit macht, pflegeleicht ist, sich kompromisslos ins tägliche Einerlei einbindet und sich sozusagen selbst erzieht? Wenn man das unter dem Begriff "Familienhund" versteht, ist der Hovawart sicher nicht die richtige Wahl. Der Hovawart braucht eine konsequente, liebevolle Hand, viel Zeit und ist auf keinen Fall nebenher zu erziehen. Kein Hund - und schon gar kein Hovawart - kommt als Familienhund auf die Welt. DEN Familienhund gibt es nicht. Und wenn die Umstände nicht passen, dann sollte man den Hundetraum besser aufschieben, bis die Kinder größer sind.

Ein idealer Familienhund ist in erster Linie ein gesunder, gut auf den Menschen gepägter und wohl erzogener Hund, den man überallhin mitnehmen kann und der keinen Frust schieben muss, weil er nicht seinen Bedürfnissen entsprechend leben darf. Hund und Familie müssen zueinander passen. Bevor man einen Hovawart kauft, sollte man sich alles also ganz genau überlegen. Vielleicht wird der Hund fast 15 Jahre alt und man trägt während dieser ganzen Zeit eine große Veranwortung für sein Leben und sein Wohlbefinden. Hunde sind Lebewesen - keine Ware, keine Waffen, keine Prestigeobjekte und auch kein Spielzeug oder Sportgerät.

Der Hovawart ist ein Allrounder: er ist ein alltagstauglicher Begleithund mit dem man auch viel Freude im Gebrauchshundesport haben kann. Aber die geforderte Vielseitigkeit ist wie die Quadratur des Kreises:
- Einerseits ist der Hovawart ein liebevolles, anhängliches Sensibelchen,
andererseits ist er aber nicht so einfach zu halten wie z.B. Retriever oder Sennenhunde.
- Einerseits ist der Hovawart ein wehrhafter Beschützer der Familie,
andererseits ist er aber nicht so triebstark und reagiert durch seine hohe Reizschwelle später als manche anderen Gebrauchshundrassen. Auch hat er nicht so viel "Biss" (Rute oben und doch schon fast rückwärts gehend).

Der Hovawart ist Familienhund und Gebrauchshund. Er vereinigt beides in ganz besonderem Maße, mehr als die anderen Gebrauchshund-Rassen. Der Hovawart braucht engsten Familienanschluss und eine abwechslungsreiche Ausbildung. Er braucht viele Schmuseeinheiten, gleichzeitig aber auch wilde Beute- und Zerrspiele. Aber alles in Maßen ohne Übertreibungen in eine der beiden Richtungen. Nur schmusen und gassi gehen ist ihm zu öde und nur Hundesport und ansonsten ein Leben ohne Familienanschluss ist auch nicht hovigerecht.

Ein Hovawart braucht unbedingt engen Familienanschluss. Zwingerhaltung würde diesen Hund zerstören. Er kann seine rassespezifischen Vorzüge und Anlagen nur dann optimal entfalten, wenn er innerhalb der Wohngemeinschaft am täglichen Leben teilnehmen darf und die Zuwendung bekommt, die er benötigt. Der Hovawart ist ein Freund, der sein Leben mit uns teilen möchte, unvoreingenommen und ohne Falschheit, stürmisch in der Bezeugung seiner Zuneigung und mit manchmal vornehmer Zurückhaltung bei der Dokumentation seiner Abneigung. Dabei neigt der Hovawart dazu, sein "Herz" an eine Person besonders stark zu "hängen". Er begleitet seinen Meister auf Schritt und Tritt, will überall mit dabei sein. Der Hovawart ist ein angenehmer, friedvoller Begleiter, den man überall mit hin nehmen kann. Er weiß sich zu benehmen und man ist mit ihm so gut wie überall gerne gesehen.

Hovawarte sind zärtliche Chaoten. Wenn sie sich freuen, dann zeigen sie das auf die ihnen eigene ungestüme Art. Und wenn man dann von fast 40 kg Freude "überfallen" wird, dann muss man schon standfest sein, darf keine Angst vor blauen Flecken, Dreck oder derangierter Kleidung haben. Es sind eben derbe Bauernrekel und keine aristokratischen Windhunde. Hovawarte können aber auch liebevolle Schmusebären sein, die ihren Menschen zärtlich beknabbeln und die innige Zweisamkeit entspannt genießen.

Kinderglück mit Fell und Pfote
Ich frage mich oft,
ob nicht das an sich Unbetonte den wesentlichsten Einfluß
auf meine Bildung und Hervorbringung ausgeübt hat:
der Umgang mit einem Hund.
Rainer Maria Rilke
Kindern gegenüber ist dieser stoisch wirkende Hund im allgemeinen sehr geduldig und tolerant. Wenn die Kinder den Hovawart zu sehr nerven, geht er einfach weg. Der "Kinderwart" steht eben über den Dingen. Wobei man es mit dem Vertrauen in die Kinderliebe natürlich auch nicht übertreiben sollte. Die Kinder müssen unbedingt lernen, richtig mit ihrem vierbeinigen Gefährten umzugehen. Versäumen es die Eltern, ihre Kinder zu liebevollem und respektvollem Umgang mit dem Hund anzuleiten, dann kann es passieren, dass der Hovawart die Kindererziehung selbst übernimmt - und das kann dann auch mal schmerzhaft sein.
Ein Welpe ist weder Spielzeug noch Knuddelteddy. Er wehrt sich, wenn er falsch behandelt wird und vergisst das auch nicht so schnell. Viele Hovawarte haben einen ausgeprägten Beute- und Verteidigungstrieb. Ein fortgeworfener Ball oder ein anderer Gegenstand wird vom Hund gerne gejagt, erobert und bewacht. Dann kann es vorkommen, dass das heranstürmende Kind mit Hundewaffen abgewehrt wird, was ohne Aufsicht Erwachsener auch gefährlich enden könnte. Junge Hovis toben wild herum und können Kinder leicht umschubsen, da sie sehr sehr schnell eine beachtliche Größe erreichen. Auch den Wach- und Schutztrieb sollte man bei Kinder-Besuch und Streitereien nicht außer Acht lassen. Lassen Sie nie, wirklich niemals Kinder bis zu einem Alter von 8 (evtl. 12) Jahren unbeaufsichtigt mit einem Hund allein, auch wenn Sie es für gefahrlos halten! Auch der liebste Hund ist nur ein Tier, in das wir nicht hineinschauen können und Kinder kommen auf die ungewöhnlichsten Ideen... Ausführen dürfen Kinder einen großen Hund wie den Hovawart auf keinen Fall. Denn der Hund muss dem Kind nicht nur gehorchen, es muss ihn auch per Leine halten können, und zwar in jeder Situation. Auch 15-jährige können damit noch überfordert sein. Mag der eigene Hund auch noch so gutmütig sein, der andere Hund, dem er auf dem Spaziergang begegnet ist es vielleicht nicht - und was dann? Das Kind steht mittendrin, versucht vielleicht, seinen Hund zu retten - ich mag mir gar nicht ausmalen, was da passieren kann.

Merksatz: Hunde sind kinderlieb,
wenn Kinder lieb zu Hunden sind!

Don von der Wildenhag "Dante"
mit dem Sohn seiner Familie

mehr: bei Welpen.de und in der Hundezeitung.

In seinem eigenen Haus ist der Hund ein Löwe
Persisches Sprichwort

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"Hier wache ich!"

My home is my castle!
Dank seines stark ausgeprägten Beschützerinstinktes schläft der Hovawart stets nur auf einem Ohr, hat aber eine hohe sozialverträgliche Reizschwelle und ist nur verteidigungsbereit, nicht angriffslustig. Fremden gegenüber gibt er sich skeptisch und reserviert, was von einem Hof- und Wachhund ja auch verlangt wird. Er spürt, wenn Gefahr in der Luft liegt. Aber wenn man ihm zeigt, dass die Besucher erwünscht sind, akzeptiert der Hovawart rasch, dass keine Diebe Einlass begehren, sondern dass sein Mensch liebe Gäste empfängt, die man zum Kraulen animieren kann. Er muss nur überzeugt sein, dass alles in Ordnung ist. Der Hovawart ist stark an sein Territorium gebunden und neigt nicht zum Streunen. Er ist ein guter Wachhund, der, wenn er mit tiefer, klangvoller Stimme gemeldet hat, auch wieder ruhig ist. Dabei flößt schon die äußere Erscheinung des Hovawarts Respekt ein und man traut ihm durchaus zu, dass er im Ernstfall in der Lage ist, sein Revier und seine Familie zu verteidigen.

Territorialverhalten ist genetisch fixiert und tritt erst mit Erreichen der sozialen Reife auf. Ein junger Hund, der auf dem Grundstück beständig bellt, ist also nichts anderes als ein "Angsthase" - er zeigt kein Territorialverhalten. Territoriale Aggression tritt erst dann auf, wenn der Hund sozial erwachsen wird. Territoriales Verhalten ist entweder vorhanden oder nicht und man muss damit umgehen, es kann nicht beeinflusst werden, wohl aber die damit verbundene Aggression. Als Mensch muss man seinem 'Zaunkönig' vermitteln: "Wenn hier einer ein Revier hat, dann bin ich es und nicht du Hovi." Dann prägt sich dieses Verhalten weniger stark aus. Und beachten Sie: Die Revierverteidigung übernimmt in einem Hunderudel derjenige, der den Eindringling antrifft, also z.B. der Hund, wenn er gerade alleine im Garten ist und der Briefträger kommt herein. Falls mehrere Rudelmitglieder zusammen sind, verteidigt der Ranghöchste. Treffen Hund und Halter also bei einem Spaziergang auf einen fremden Hund, ist es die Aufgabe des Rudelführers - also hoffentlich des Menschen - diese Situation zu klären.

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In der Öffentlichkeit wird besonderer Wert auf umgängliche Hunde gelegt, wodurch den Hundehaltern in letzter Zeit ein strenger Wind entgegen weht. Trotzdem wollen Hundebesitzer ihren Hund als Begleiter aber auch überall mitnehmen können. Man braucht also einen sehr belastbaren und ausgeglichenen Hund. Gleichzeitig hat der Hund auch einen hohen Freizeitwert: er soll Sportkamerad sein, muss also lernfähig und aktiv sein, ohne dabei hektisch zu werden. Der RZV achtet bei seinen Wesenstests darauf, dass keine übermäßig ängstlichen oder aggressiven Hunde in die Zucht kommen. Diese Selektion hat dazu geführt, dass aus dem misstrauischen und durchaus wehrhaften Hofwächter ein Hund geworden ist, der gegenüber fremden Menschen neugierig-freundlich bis neutral reagiert. Und wenn der Hovawart dann auch noch gut erzogen ist, werden die Menschen in seiner Nachbarschaft bald zum Hovi-Fanclub.

Aber das Erbgut der Hunde ändert sich nur langsam. Es fließt immer noch Wachhundblut in den Adern des Hovawarts und man muss deshalb frühzeitig beginnen, seinen Hofwächter zum Familienhund zu erziehen. Der Hovawart ist eine Schutzhundrasse, die viel Geltungsdrang bzw. Selbstbewusstsein braucht, um ihre Aufgabe ordentlich wahrzunehmen. Es liegt in seiner Natur verankert, dass er die Kontrolle und den Überblick behalten muss, um angemessen seinen Job zu machen, Freund und Feind unterscheiden zu können. Ein Hovawart ist sich seiner Stärke bewusst und steht souverän über den Dingen - aber im Ernstfall steht er auch "seinen Mann" und geht Konflikten nicht aus dem Weg. Außerdem hat er als Wachhund ein ausgeprägtes Territorialverhalten mit hoher Revieraggression und Verteidigungsbereitschaft. Das Grundstück eines Einfamilienhauses ist z.B. viel zu klein, als dass es dem Territoriumsanspruch eines Hovawarts genügen würde. Deshalb dehnt er sein Revier auch auf die Nachbarschaft und oft auch auf die üblichen Spazierwege aus. Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn ein erwachsener Rüde sich nicht mehr mit jedem anderen fremden intakten Rüden versteht, denn diese Rüden stellen für ihn "Eindringlinge" in sein Territorium dar. Als Besitzer hat man dann die Aufgabe, seinen Hovawart so zu erziehen, dass er jederzeit kontrollierbar und ohne großen Aufstand an anderen Hunden vorbeigeführt werden kann. Aber man kann von einem Hofwächter nicht verlangen, dass er jederzeit mit allen verträglich ist. Dazu wurden diese Hunde nicht gezüchtet. Sie sollten verträglich innerhalb des eigenen Rudels sein, incl. Kindern, anderen Hunden, Katzen und Nutztieren, den Bauernhof gleichzeitig aber von allen Fremden freihalten, auch von fremden Hunden. Hovawarte sind keine Hunde, die man völlig unproblematisch überall laufen lassen kann. Es sind intelligente, ernsthafte Wach- und Arbeitshunde. Sie machen ihren Job, ob wir das wollen oder nicht! Der Hovawart mit seinen Ecken und Kanten braucht Menschen, die einen starken, wehrhaften Hund zu schätzen wissen. Wer jedoch einfach nur einen rundum unauffälligen, netten Hund haben will, der immer und überall und zu jedem nur lieb ist, sollte sich keinen Hovawart ins Haus holen. Es gibt genügend andere Rassen, die weniger Ansprüche stellen.

Der Hovawart - immer noch ein Hofhund??
Mit einem Missverständnis möchte ich aber gleich mal aufräumen: Der moderne Hovawart ist kein Hofhund im alten Sinne mehr. Sicher, am Ursprung dieser Rasse standen Hofhunde von Bauern, auch der Kuvacz hat mitgemischt. Aber seitdem ist viel Zeit vergangen. Der Hovawart wurde zu einem aktiven, sportlichen Hund gezüchtet, der engen Familienanschluss und viel Beschäftigung braucht. Einfach nur im Hof liegen und Wachen - das genügt ihm nicht! Der Hovawart bewacht allenfalls das Heim seiner Familie, nicht irgendwelche Objekte! Der Spagat, auf der einen Seite einen selbständigen Wachhund und auf der anderen Seite einen gut sozialisierten Familienhund zu haben, funktioniert nicht. Wer einen selbständigen Wachhund für sein Grundstück sucht, mit dem er sich nicht viel beschäftigen will, sollte sich die Hundeanschaffung generell noch mal genauestens überlegen: Kann ein Hund ein Grundstück wirklich effektiv bewachen? Ist eine zuverlässige Alarmanlage mit Schaltung zu einem Wachdienst nicht sinnvoller, billiger, besser?

Ein Hovawart scheint die Welt bereits erobert zu haben,
während ein Golden noch darum bettelt, einen Blick darauf werfen zu dürfen.
Ilona E.

Der Hovawart - Unterschiede zu anderen Rassen
Ein Problem dieser herrlichen Rasse ist ihr Aussehen. Der Hovawart ist als Gebrauchshund einfach zu schön! Deshalb zieht er ein ganz anderes Käuferklientel an als andere Gebrauchshunde. Der Hovawart sieht nämlich aus wie ein Familienhund - lieb, kuschelig, blond! Die wenigsten Hovawart-Käufer wollen wirklich einen willensstarken Gebrauchshund. Doch der Hovawart ist kein selbstbewusster Setter und auch kein hochbeiniger Golden oder Flat Coated Retriever, auch wenn blonde/schwarze Hovawarte diesen sehr ähnlich sehen (das einzige sichere Unterscheidungsmerkmal ist die geschwungene Rute, die der Hovawart je nach Stimmung oft stolz über dem Rücken trägt). Der Hovawart hat weniger "Will to please" und eine niedrigere Reizschwelle als die einfacher gestrickten Retriever. Wer sich einen unkomplizierten, leichtführigen, liebenswürdigen Gefährten wünscht, ist mit einem Retriever sicherlich besser bedient. Der Hovawart ist ein völlig anderer Hundetyp. Der Hovawart ist nicht so gefallsüchtig wie der Golden und läuft leicht aus dem Ruder, wenn er keine Führung hat. Er nimmt gerne mal die dominante Rolle ein, ist sehr willensstark und versucht immer wieder, sich durchzusetzen. Das sollte man bedenken, bevor man sich für diese wehrhafte Rasse entscheidet. Bei konsequenter Erziehung und viel Beschäftigung ist der Hovawart durch sein freundliches und sicheres Wesen aber auch ein vorzüglicher Familienhund, der sich ausgesprochen eng an seine Bezugsperson bindet und seiner Familie ein Leben lang sein Herz zu Füßen legt.

Gegenüber Leonberger und Berner Sennenhund ist der Hovawart schlanker, athletischer, bewegungsfeudiger, wachsamer, lernbegieriger und weniger "gemütlich". Verglichen mit dem bärigen Neufundländer ist der Hovawart nicht so wasserfreudig, an Land aber beweglicher und nicht so phlegmatisch wie dieser. Auch wer den schwarzmarkenen Hovawart für die Langhaar-Ausgabe des Rottweilers hält, ist auf dem Holzweg. Der Hovawart ist eleganter gebaut, sensibler und besitzt mehr Temperament als sein eher lustbetonter, verschmuster Gebrauchshund-Kollege, der alles tut, was sich für ihn lohnt. Auf der anderen Seite läuft das Grundtemperament des in sich ruhenden Hovawarts nicht auf solch hohen Touren wie beim nervösen, oft unsicheren Dobermann. Die Reizschwelle des Hovawarts ist höher als bei Rottweiler und Dobermann.

Der Hovawart ist die einzige Gebrauchshund-Rasse, die früher ganz gezielt als Wachhund gezüchtet wurde und daher eher zu Misstrauen neigt als andere Rassen. Daher ist der Hovawart sensibler und nicht so belastbar wie andere Gebrauchshunde. Alle anderen Gebrauchshund-Rassen kommen aus der Gruppe der Hütehunde oder der Schutzhunde, die schon immer eng mit ihrem Menschen zusammengearbeitet haben. Das macht diese Rassen im Hundesport leichter führbar. Unterschiede zeigen sich auch in der Zuchtauswahl. Der Hovawart wird als Allrounder gezüchtet und kann im VPG-Sport dadurch nicht mit anderen Rassen mithalten, bei denen Leistungslinien gezielt für die Hundeplatzarbeit selektiert werden. Arbeitsprüfungen sind bei diesen spezialisierten Rassen oft Voraussetzung für die Zuchtzulassung, beim Hovawart sind sie eine erfreuliche Zugabe. Wer einen Welpen für den VPG-Sport sucht, sollte daher gezielt nach einem Züchter suchen, der besonderen Wert auf Leistung und VPG-Tauglichkeit legt. Es gibt auch beim Hovawart interessante Linien mit viel Leistungspotential.
Der Schäferhund verzeiht Fehler eher und bringt von sich aus schon viel als Veranlagung mit, was beim Hovawart erst mit viel Zeit und Gefühl erarbeitet werden muss. Der Schäfer ist zielstrebiger, triebiger, und nicht so sensibel gegenüber seiner Umwelt wie der Hovawart. Vieles, was der Hovawart registriert, bekommt der Schäferhund gar nicht mit. Dadurch sind Hovawarte im Hundesport viel leichter ablenkbar. Ein Schäferhund ist nicht so nachtragend und ergibt sich eher seinem Schicksal, während der Hovawart rebelliert. Einen Schäferhund kann man mit mehr Zwang ausbilden, und wenn er mal ins Meiden fällt, kann man ihn über den Beutetrieb wieder rausholen, was bei den wenigsten Hovawarten funktionieren würde. Der Malinois ist oft ein Nervenbündel mit extrem viel Trieb. Er ist stets aktivierbar mit unermüdlichem Arbeitseifer, der aber auch ausgelastet werden muss. Er ist seiner Umwelt gegenüber äußerst aufmerksam und und ähnlich sensibel wie der Hovi, kann eventuelle Unsicherheiten aber durch sein Beuteverhalten überspielen. Der Riesenschnauzer ist eher hektisch. Er braucht ein ruhiges Händchen.

Wieviel Hund soll's denn sein? - Macho oder Mimose? Rüden-Power oder Schlitzohr-Charme?
Beim Hovawart gibt es extreme Unterschiede im Erscheinungsbild der Geschlechter: Hündinnen wirken oft wie eine schmale Miniaturausgabe der derben Rüden. Eine elegante, leichte Hündin wiegt evtl. nur 25 kg, wogegen ein besonders massiger Rüde durchaus schon mal 45 kg auf die Waage bringen kann. Diesen Unterschied sollte man sich als zukünftiger Großhundbesitzer schon vor dem Kauf klar machen: Hündinnen haben nicht so viel Kraft wie Rüden und sind dadurch leichter an der Leine zu halten. Ein Rüde kann seinem Frauchen mit 45 kg geballter Kraft dagegen schon mal Probleme bereiten, denen frau körperlich kaum gewachsen ist. Erziehung ist daher das A und O! - Die Geschlechtswahl ist also eine wahrhaft 'ge'wichtige Entscheidung.
Dazu kommt noch die Neigung des Rüden zum Raufen mit Rivalen (lassen Sie sich das Wort "Rüde" mal auf der Zunge zergehen). Das Ziel "rüdenverträglicher Hovawart-Rüde" ist erreichbar, aber man muss meist seeehr viel Arbeit investieren. Allerdings dulden auch manche Hovi-Damen keine andere Göttin neben sich. Und eine Beißerei mit zwei Zicken, die sich richtig an die Wäsche gehen ist evtl. problematischer als die Macho-Show der Rüden mit viel Lärm um Nichts.
Rüden haben aber auch viele Vorteile: Sie sind einfach schöner, groß und stattlich anzusehen wenn sie daherstolzieren. Ein erwachsener Hovawart-Rüde ist eine Persönlichkeit. Souverän, stolz und voller Selbstbewusstsein. Er steht über den Dingen. Wird er aber als Statussymbol missbaucht, so wird man auf Verhaltensprobleme nicht lange warten müssen.
Mit Rüden kann man besser arbeiten, weil sie oft einen stärker ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb haben. Sie zeigen sich interessierter, sind sicherer und unbefangener als Hündinnen. Ein kerniger Rüde will von seinem Chef einen Job. Wenn Sie ihm das bieten können, haben Sie in ihm einen wunderbaren Freund. Wenn nicht, dann lassen Sie besser die Finger vom Rüden.
Rüden sind einfacher gestrickt, mehr geradeaus, führiger, versuchen aber auch schon mal, durch einen Knurrer Land zu gewinnen. Mit einem Rüden holt man sich einen "König" ins Haus, und ein König will naturgemäß herrschen, was er manchmal schon als Prinz austestet.
Ein Hovawart-Rüde ist ein "mächtiger" Hund - in doppeltem Sinne des Wortes. Wenn die Rüdenpower zu 100 % eingesetzt wird, weil der Rüde sich dazu berechtigt fühlt, dann ist er kaum noch zu halten. Die Bremse muss daher bereits im Hovi-Schädel sitzen - und da muss sie sehr frühzeitig installiert werden! Für einen Rüden muss man eine starke Hand haben und sich durchsetzen, aber das sitzt und haftet dann auch schon beim jungen Rüden gut. Madame dagegen neigt zu Nachfragen.
Hat man die Gunst eines Rüden erworben, so bleibt diese ewiglich. Der Rüde verschenkt sich voll und ganz, die Hündin läßt sich dagegen immer eine Option offen. Rüden wissen, wer wo steht - die Hündinnen diskutieren das jedes Mal aufs Neue aus.
Hündinnen sind kleiner und eleganter. Sie haben es faustdick hinter den Ohren. Hovi-Damen haben ihren eigenen Kopf und versuchen oft, trickreich alles nach ihrer Nase zu steuern, ganz subtil, kaum merklich, aber doch fortwährend ... Hündinnen sind selbstbewusst und temperamentvoll, können aber auch kompliziert sein, zickig und mimosenhaft Leichter erziehbar sind die Diven nicht unbedingt. Wenn man nicht aufpasst, setzt so eine "eiserne Lady" ihre Ansprüche mit listigem Schlitzohr-Charme durch und wickelt ihren Menschen um die Pfote nach dem Motto: "Ich konnte Dich gerade nicht rufen hören, meine Ohren lagen ungünstig!" Hündinnen versuchen meist hartnäckiger als Rüden, sich Vorteile zu erhalten, die sie einmal als erstrebenswert und erreichbar erkannt haben. Eine Hovawart-Hündin kann ein ausgekochtes Schlitzohr sein. Eine Hündin wird die Fehler des Hundehalters aber eher verzeihen, passt sich einfacher in den Sozialverband ein und ist anschmiegsamer als ein Rüde.
Hündinnen sind durchaus nicht "ohne". Im Gegensatz zu Rüden, die mit großem Getöse Schaukämpfe veranstalten bei denen nicht viel passiert, sind Auseinandersetzungen zwischen Hündinnen oft gefährlich. Hündinnen kämpfen entweder überhaupt nicht oder unerbittlich. Auch die häufigen Stimmungsschwankungen sowie die Läufigkeiten sind durchaus als Nachteil anzusehen. Besonders vor und nach der Läufigkeit leiden viele Hündinnen unter einer gewissen Hörschwäche. In dieser Zeit kommt das gesprochene Wort offensichtlich nicht direkt im Gehirn an sondern nimmt irgendwelche dubiosen Umwege... ;-). Nach der Läufigkeit werden Hündinnen scheinträchtig, das ist ganz normal. Bei manchen Hündinnen merkt man nichts davon, andere sind in dieser Zeit wesensreduziert, worauf man beim Training Rücksicht nehmen muss. Ein Rüde ist dagegen das ganze Jahr über voll einsatzfähig.
Auf der anderen Seite sind Hündinnen nur zwei mal im Jahr läufig - Rüden sind dagegen das ganze Jahr über ihrem Geschlechtstrieb unterworfen und können kaum dem Reiz eines "romantischen" Abenteuers widerstehen. Und wenn in der Nachbarschaft viele intakte Hündinnen leben, kann es schon mal stressig werden, wenn Ihr Romeo pausenlos an der Tür sitzt und sich die Seele aus dem Leib heult.
Beide Geschlechter haben also ihre Vor- und Nachteile. Wie mensch damit zurechtkommt, ist nicht zuletzt eine Sache der eigenen Vorlieben. Lassen Sie im Zweifelsfall den Züchter entscheiden, welcher Welpe am besten zu Ihnen passt.

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Ein Hund mit Charakter
Nicht immer einfach - aber einfach toll...

Einen Hovawart bekommt man nicht geschenkt
- man muss ihn sich verdinen!

Aus seiner Herkunft als aufmerksamer "Wächter des Hofes" lassen sich die meisten Eigenschaften ableiten, die den Hovawart auszeichnen. Er war nicht als dümmlicher Bewacher am Eingang angekettet. Der Hovawart ist ein eigenständiger Lagerhund, der mit seinem wachen Geist alles wahrnimmt, was um ihn herum passiert und der auf dem Bauernhof ähnlich wie ein Herdenschutzhund selbständig entscheiden musste, ob Gefahr im Verzug ist. Diese Selbständigkeit hat er bis heute behalten. Er hat einen starken Willen, was hohe Ansprüche an den Hundeführer stellt. Der Hovawart ist kein Hund für Jedermann/frau. Er ist ein wunderbarer Begleiter für Menschen, die in der Lage sind, dem Hund Regeln zu geben und auch durchzusetzen. Aber auch wer sicher ist, sollte sich nur dann für einen Hovawart entscheiden, wenn er ohne Gewalt in der Lage ist, dem Hovawart zu zeigen wer der Chef im Hause ist. Der Hovawart ist trotz seines eigenen Kopfes ein sensibler, feinfühliger Hund, der nicht schnell vergisst. Der selbstbewusste Hovawart stellt hohe Ansprüche an die "Hundetauglichkeit" seiner Besitzer. Seinem Tatendrang und einem gewissen Dominanzbestreben müssen von Welpenbeinen an Grenzen gesetzt werden. Zu allem kommt natürlich noch, das der Hovawart ein großer, starker Hund ist. Er ist ähnlich schwer erziehbar wie Dackel und viele Terrierrassen. Diesen "süßen" Kleinhunden lässt man jedoch viele Dinge durchgehen, die einem Hovibesitzer ernsthafte Probleme bereiten würden.

Hofwächter mit eigener Meinung
Der Hovawart ist kein Schoßhund, sondern ein starker und selbstbewusster Partner. Er ist eine interessante Hunde-Persönlichkeit mit eigenem Kopf und manchmal ganz anderen Gedankengängen als sein Besitzer. Und notfalls setzt er mit intelligentem Ungehorsam, Kreativität und viel Beharrungsvermögen durch, was er für richtig hält. Bedingungsloser Gehorsam ist dem Hovawart fremd. Ein Hovawart weiß aufgrund seiner 'überragenden Intelligenz' ;-) praktisch alles besser als seine Menschen und entscheidet daher gerne selbst, wann es Sinn macht zu gehorchen und wann nicht. Ein Hovawart stellt Befehle daher erst einmal in Frage und muss von ihrer Notwendigkeit 'überzeugt' werden. Bevor er tut, was man sagt, überlegt er: "hat das überhaupt Sinn, was mein Mensch mir da 'vorschlägt'?" Dieses 'Mitdenken' macht seine Ausbildung schwieriger und erfordert beim Erzieher viel Hundeverständnis und Konsequenz. Durch diesen Eigensinn unterscheidet er sich wesentlich von anderen Rassen. Der Hovawart ordnet sich nicht so widerspruchslos unter wie Schäfer-/Hütehunde und manche Jagdhunde, die auf enge Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert wurden, die auch mal unter den Hundeführern ausgeliehen wurden und in der Regel auf den leisesten Wink alles bedingungslos durchführen, was ihnen befohlen wird. Kadavergehorsam ist nicht sein Ding genauso wenig wie der Feuereifer der Malis. Nicht ohne Grund werden als Diensthunde meist Schäferhunde herangezogen. Devote Hunde sind "einfach", selbstbewusste jedoch fordern heraus. Mit selbstbewussten Tieren muss man umgehen können. Sie tanzen nicht gerne nach der Pfeife eines anderen. Eigenwillige Hunde wie der Hovawart brauchen noch mehr Geduld, Einfühlungsvermögen und Überzeugungsabeit als leichter dressierbare Hundetypen. Die Haltung willensstarker Hunde ist mühevoller und aufregender - aber auch interessanter, unterhaltsamer und anregender.

Die Erziehung des Hovawarts ist gleichzeitig leicht und schwierig. Leicht, weil der Hovawart ein sehr intelligenter Hund ist. Sein wacher Geist ist wie ein Schwamm, der sich ein Leben lang mit allem vollsaugt, was er bekommen kann. Es liegt an Ihnen, Ihren Hovawart zu fordern und zu fördern. Aber diese Intelligenz hat nicht nur Vorteile. Zum einen begreift der Hovawart sehr schnell, was man von ihm will; auf der anderen Seite kann man ihn durch sein ständiges "Mitdenken" aber auch nur ein- oder zweimal mit etwas austricksen, beim dritten Mal fällt er garantiert nicht mehr darauf rein.

Man kann es ja mal probieren ...
Schwierig ist die Erziehung des Hovawarts, weil er so gut beobachtet und unsere Schwächen gnadenlos ausnutzt. Der Hovawart braucht unbedingt eine konsequente Erziehung. Zeigen Sie ihm deutlich: bis hierhin - und nicht weiter. Er kennt nur "Ja" oder "Nein", kein "vielleicht" oder "manchmal". Wenn er sich eine bestimmte Aktion in den Kopf gesetzt hat und es immer wieder probiert, und Sie sind weich geworden und haben "ausnahmsweise" doch einmal zugelassen, dass er etwas tut was er eigentlich nicht darf, dann merkt er sich das sofort. Er wird prompt auch in anderen Situationen Ihre Standhaftigkeit auf die Probe stellen. Damit wankt Ihre Autorität. Ganz heimlich, Schritt für Schritt erkämpft sich der Hovawart durch den kleinen täglichen Ungehorsam immer mehr Freiräume. Und wenn der Hovawart nur meistens oder manchmal gehorcht und Sie sich nicht wirklich durchsetzen, ist das für ihn ein weiterer Schritt zur Verbesserung seiner Position. Aufgrund seiner hohen Intellligenz und Selbständigkeit hinterfragt der Hovawart immer wieder die Führerqualitäten seiner Menschen und versucht, seine Menschen auf ihre Unzulänglichkeiten hinzuweisen ;-) Hunde sind Opportunisten, sie nehmen sich, was sie bekommen können. Ein psychisch starker Hund wird immer versuchen, seinen Willen durchzusetzen.

Diese Eigenständigkeit setzt beim Hovi-Besitzer einen kräftigen Willen, Humor und viel Verständnis für Hundelogik voraus. Mal so eben mit der linken Hand und nebenbei ist da nichts zu machen, sonst wird der Hovawart seinem Menschen schnell vorführen, welche eigenen Ideen er zum Thema hat. Aber wer es schafft, die ausgeprägte Lernbereitschaft und Lernfähigkeit des Hovawarts von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken, der wird erleben, was den Hovawart ausmacht und wird die vielen Facetten seiner bisweilen schillernden Persönlichkeit zum Leuchten bringen. Er wird einen zuverlässigen und munteren Begleiter der Familie haben und wenn er möchte auch einen guten Gefährten im Hundesport.

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Der "dominante" Hovawart

Herrscher an der Leine?

Alle Probleme, die wir mit unseren Hunden haben,
wurzeln in der Meinung unserer Hunde,
dass nicht wir, ihre Besitzer,
sondern sie die Anführer ihres speziellen Rudels seien.
Jan Fennell

Der Hovawart ist als Hund für einen Anfänger nur bedingt geeignet! Zum einen ist er groß, hat sehr viel Kraft, und zum anderen ist er ein sehr selbständiger Hund - also eine nicht ganz einfache Kombination. Man sollte möglichst schon Hunde gehabt haben, bevor man an einen Hovawart 'rangeht. Unerfahrene geraten bei einem physisch starken Hund wie dem Hovawart schnell unter die Pfoten. Die Rangeinweisung ist bei einem zur Dominanz neigenden Hund besonders wichtig. Der Hovawart braucht Menschen, die auch er respektieren kann. Er fühlt sich nur dann "hundewohl" und geborgen, wenn er in einem geordneten Rudelverband leben kann, der von einem freundlichen, fähigen Anführer geleitet wird.

Aber was ist überhaupt Dominanz? Eine dominante Verhaltensweise ist gleichbedeutend mit Bestimmen und Führen im Sinne von Lenken. Also keine schlechte Eigenschaft des Hundes, sondern ein Zeichen seiner starken Persönlichkeit. Dominanz hat nichts mit Aggression zu tun.

Dominant ist der, der die Initiative ergreift und agiert. Derjenige, der reagiert ist der Unterlegene. Die Verhaltensforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen definiert Dominanz etwa so: "Dominanz bedeutet, dass in einer Zweierbeziehung A regelmäßig (d.h. häufiger als zufällig zu erwarten) die (Verhaltens- und Bewegungs-)Freiheit von B einschränkt bzw. sich selbst ein hohes Maß an Freiheit zugesteht, ohne dass B effektiv etwas dagegen tut, sondern B akzeptiert seine Einschränkungen.... Dominanz ist wesentlich vom Verhalten Bs abhängig, da dessen Reaktion die Effektivität der Verhaltensweisen von A bestimmt...." - Also: Dominanz ist kein Element der Persönlichkeit, sondern ein Element der Beziehung. Und: Die aktive Zurückhaltung des Rangtieferen ist der ausschlaggebende Punkt.

Ein Hund ist nur dominant, wenn der Besitzer sich dominieren lässt!

Ist er zu stark, bist Du zu schwach!
Unter Hovi-Leuten hört man immer wieder: es gibt Hunde, und es gibt Hovawarte; oder: der Hovawart ist anders - und überhaupt - Hovawarte sind nunmal Hovawarte. Doch "er ist halt so" ist nur eine Bestätigung für menschliche Schwäche. Man hat nicht gelernt, den Hund richtig zu führen. Und so manch ein Hovawart-Besitzer versucht, aus der Not eine Tugend zu machen
und die Angewohnheit des Hundes, sich seinem Halter gegenüber durchzusetzen, als erstrebenswerte Charaktereigenschaft zu interpretieren. Sich selbst schreibt man "Liebe und Verständnis" auf die Fahne. Dahinter verbirgt sich meist Bequemlichkeit - einen Hund richtig zu erziehen kostet nun mal Zeit und Energie.

Es ist sehr einfach zu sagen: "Der Hovawart ist dominant!" oder "Mein Hund ist eben ein Alpha-Hund/eine starke Persönlichkeit" und damit jede erdenkliche Unart entschuldigen zu wollen, so nach dem Motto: "Ich kann doch nichts dafür, das ist unser Schicksal." Es ist kein Schicksal, man kann daran arbeiten, auch wenn die Neigung zu dominantem Verhalten angeboren ist. Auch ein Hunde-"Alpha" darf im gemischten Mensch-Hunderudel höchstens "Beta" sein. Es kann ein langer und manchmal harter Weg werden, bei dem man sein eigenes Verhalten in Frage stellen muss und seinen Umgang mit dem Hovawart vielleicht von Grund auf verändern muss – aber es lohnt sich! Wie dominant sich der Hovawart verhält hängt von Lernerfahrung, Erziehung und Umwelteinflüssen ab. Kein Hund ist ständig dominant - auch der Hovawart nicht. Ein rangordnungsbewusster Hund wie der Hovawart wird aber in aller Regel sehr gründlich testen, wer denn nun der "Boss" ist. So kommt es v.a. während der Pubertät und des Flegelalters immer wieder zu Machtgerangel. Wenn der Hovawart dann keinen anständigen Rudelführer findet, wird er das Ruder selbst übernehmen, und das kann für die menschlichen "Underdogs" äußerst unangenehm werden. Gerade Hovawartrüden sind von einem gewissen Größenwahn getrieben und immer wieder auf dem Weg in die "Chefetage".

Wie sollte ein Mensch-Hund-Rudel konkret organisiert sein? Auch wenn der Hund sehr gut zwischen Artgenossen und Menschen unterscheiden kann und seine Menschenfamilie nicht als Artgenossenrudel versteht, so braucht er doch unbedingt eine für ihn erkennbare stabile Gruppenhierarchie. Bei der Einordnung des Hovawarts in das Sozialgefüge der Familie muss allerdings nicht ein einzelnes Familienmitglied das "Alphatier" mimen. Im Wolfsrudel führt das dominante Paar. Welpen und Junghunde bzw. Kinder vor der Pubertät stehen außerhalb der Rangordnung. Der Hund steht im Rang also nicht unter den Kindern, sondern befindet sich in der Position des Helfers, dem das Elternpaar Aufgaben überträgt. Aus der Erziehung der Kinder hat der Hund sich jedoch heraus zu halten, und im Gegenzug müssen die Eltern ihren Helfer vor deren übermütigen Übergriffen schützen und ihm Sicherheit vermitteln. Verabschieden Sie sich aber unbedingt von dem Gedanken, dass die Kinder den Hund miterziehen könnten. Der Hovawart muss schon als Junghund lernen, die von seinen Familienmitgliedern (allen gemeinsam!) aufgestellten (einheitlichen!) Regeln zu befolgen - also nicht "heute Hü und morgen Hott". Der Hovawart braucht Klarheit, also Rudelführer, die berechenbar und verlässlich sind, so dass er ihnen vertrauen kann. Wenn er dann in seiner Familie auch noch Fürsorge und Verständnis findet, wird er sich freudig und unbefangen unterordnen. Werden Sie das Vorbild Ihres Hovawarts - und er wird Sie verehren.

Ein gut erzogener Hovawart, der eine sichere Stellung in der Familienordnung hat, fühlt sich pudelwohl und besitzt Selbstvertrauen. Er ist ein idealer Begleithund, der keine Probleme macht und weiß, was man von ihm erwartet. Ein gut eingeordneter Hovawart kennt seine Grenzen und gehorcht der Autorität. Er muss keine Verantwortung für den Haushalt übernehmen oder Entscheidungen treffen. Er ist frei, Ihr geliebter Begleiter zu sein und nicht Ihr Chef. Er ist frei ein Hund zu sein - zu dem er geboren ist und was er von Anfang an sein wollte!

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Beschäftigung

Ein Hund braucht viel Schlaf, gewiss.
Das entspricht den notwendigen Ruhepausen des jagenden Wolfes.
Aber er braucht auch stundenlange Phasen hundegerechter Aktivität,
d.h. auch rennen, suchen, hetzen, buddeln, spielen
und auch mal ein wenig drohen, imponieren und angeben gegenüber Artgenossen.
Erik Zimen

Ein Hovawart heißt so, weil er den "Hof warten" soll. "Warten" ist ein altes Wort für "bewachen". Wenn ein Hovawart im Garten liegt, glotzt er also nicht nur einfach in die Gegend, er "wartet den Hof". Hovawarte liegen aber nicht nur gerne im Garten, sondern auch genauso gerne unter Tischen, auf dem Sofa oder in einem Bett. Dann warten sie eben das Sofa oder das Bett und man kann sie dann auch "Sofawart" nennen. Das nehmen sie nicht übel Aber auch wenn sie gerne "warten", so brauchen sie doch auch jeden Tag richtig Action!

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Ein Hovawart ist eine Herausforderung. Er beansprucht viel Zeit und Engagement, wenn er all seine guten Eigenschaften voll entwickeln soll und ein ihm gerechtes Dasein führen darf. Nur da sein und gestreichelt werden, findet ein "Schmusewart" zwar auch ganz prima, aber doch nicht den ganzen Tag... Auch wenn der Hovawart als Hofhund im Haus ruhig ist und das Faulenzen zu genießen scheint, so ist er draußen doch äußerst bewegungsfreudig, ungestüm und unternehmungslustig. Für ein Stadtleben ist dieser Naturbursche ganz und gar nicht geschaffen. Der Hovawart hat unglaublich viel Energie und man sollte sich schon vor der Anschaffung einige Gedanken über seine Freizeitgestaltung und die Ziele machen, die man mit dem temperamentvollen "Spielwart" verknüpft. Ist man wirklich bereit, auf viele Jahre hinaus täglich etwas mit dem Hund zu unternehmen?? "Dank" des Hovawarts erlebt man die Jahreszeiten und die Schönheiten der Natur viel intensiver als ohne Hund - vor allem auch bei "Sauwetter". Denn Hovawarte laufen gerade bei Kälte, Sturm und strömendem Regen zur Höchstform auf!! Nicht umsonst heißt es "drum prüfe, wer sich lange bindet" ;-)

Der Hovawart bleibt sein ganzes Leben lang verspielt. Und der wichtigste Spielpartner des Hovawarts ist immer sein Mensch. Andere Hunde können dem Hovawart das Spiel mit seinem menschlichen Partner nicht ersetzen, denn seine Artgenossen betrachtet der Hovawart nicht unbedingt als Spielkameraden sondern vielmehr als Konkurrenz, was leicht zu Konflikten führen kann. Beim Spielen mit anderen Hunden benehmen sich Hovawarte oft wie eine "absolute Wildsau". Hovawarte können vorsichtig spielen, gewiss - meist ziehen sie es aber vor, das nicht zu tun, worunter schwächere Hunde manchmal leiden, weil es dabei sehr grob zugeht. Und auch der Besitzer leidet manchmal: auch auf der größten Wiese wird ein herumtobender 40-kg-Hovawart mit größter Akuratesse vorzugsweise in den Beinen seines Besitzers bremsen und versuchen, ihn so auf dem "Boden der Tatsachen" zu halten ;-)

Aber was macht man nun mit diesem Hund? Welche Voraussetzungen müssen für die Anschaffung eines Hovawarts erfüllt sein? Der Hovawart wurde gezüchtet, um für seinen Menschen zu arbeiten. Er sollte nicht zum dekorativen Gesellschafter degradiert werden. Als "Arbeitstier" braucht er eine Beschäftigung, die seinen Geist und Körper fordert, sonst verkümmert er. Man muss mit einem Hovawart nicht unbedingt auf einem Hundeplatz arbeiten, aber viele interessante Beschäftigungsmöglichkeiten muss man ihm schon bieten. Es gibt nichts schlimmeres als einen gelangweilten Hovawart. Denn ein leistungsfähiger, aber erlebnisarm und unterfordert gehaltener Hund wird bereits auf geringste Reize in überschäumender Weise reagieren. Der Hovawart braucht Abwechslung, Beschäftigung und viel, viel Bewegung. SEHR VIEL BEWEGUNG!!!

Einen Hovawart einfach nur im Garten laufen zu lassen, ist für einen so unternehmungslustigen und menschenbezogenen Hund viel zu wenig. Die Größe der Wohnung oder des Grundstücks spielt beim Hovawart kaum eine Rolle, sondern vor allem die Zeit, die der Halter für seinen Hund erübrigen kann und will. Ein Hovawart ist kein Hund für bequeme Menschen, die lediglich eine bellende "Alarmanlage" oder ein pflegeleichtes Statussymbol suchen, das man so nebenbei hält. Er ist kein Hund für "einmal um den Block". Für Menschen, die einen phlegmatischen, ruhigen Hund wollen, gibt es den berühmten Hund mit dem Knopf im Ohr. Der Hovawart fordert seinen Menschen. Jeden Tag aufs neue... Er ist auch im Alter noch sehr verspielt und verlangt auch dann noch viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung, um ein ausgeglichener und glücklicher Hund zu sein. Er ist kein Hund, den man sich selbst überlassen kann. Der Hovawart ist zu intelligent und einfallsreich, um allein gelassen zu verblöden. Ein arbeitsloser Hovawart ist ein wahrlich "armer Hund". Er versucht mit Hilfe vielfältiger Möglichkeiten seinem Schicksal zu entfliehen und dann entwickelt der "Nervwart" viel Phantasie, um sich selbst Unterhaltung zu verschaffen. Bei chronischer Arbeitslosigkeit sucht sich die aufgestaute Energie irgendwann ein Ventil und zeigt sich in Form von Unarten oder einer Verhaltensstörung. Dann wird der Hovawart zu einem schwierigen Hund, der Terror macht und unerträglich werden kann. Was soll ein gelangweilter unterforderter Hund denn auch sonst tun? So weit sollte man es nicht kommen lassen!

Ein Hund mit Kraft und Köpfchen braucht viel Beschäftigung. Und mit Beschäftigung sind nicht nur Schmusen und Knuddeln gemeint, auch keine langweiligen Spaziergänge an der Leine, sondern hundegerechte Herausforderungen. In freier Bewegung, mit anregenden Aufgaben wird der "Sportwart" seine Talente entwickeln. Gerade dabei wird die Bindung vom Hund zum Halter gefördert. Spaziergänge in einschläferndem Trott sind nichts gegen eine Viertelstunde abwechslungs- und lehrreichen Herumtobens oder eine nur zehn Minuten dauernde Aufgabenlösung. Auch der immer gleiche Weg stumpft das Informationsbedürfnis des Hovawarts ab. Abwechslung und intensive, nicht überfordernde Beschäftigung kosten nicht viel Zeit, binden aber mehr als überflüssige Streicheleinheiten. So kann man mit seinem Hovawart z.B. erlebnisreiche Spaziergänge unternehmen und aus einem langweiligen Gassi einen abwechslungsreichen "Jagdausflug" machen. Phantasie ist gefragt, dann wird der Spaziergang zum Abenteuer für beide Seiten. Dabei kann man so tolle Dinge tun: Gemeinsam auf einem Baumstamm balancieren, gemeinsam etwas begutachten, um die Wette rennen oder die netten Rinder anschauen und und und ... Kommunikation ist angesagt und nicht einfach nur durch die Gegend schlurfen. Nur so wird der Hovawart ein ausgeglichenes Hundeleben führen. Und ganz nebenbei wird die Bindung gefestigt und das Vertrauen ausgebaut. Seine zufriedene Miene dankt es Ihnen.

Falls der Hund während des Spaziergangs dazu neigt sich zu verselbständigen, was beim Hovawart allerdings eher selten sein sollte, liegt das vieleicht daran, dass es mit dem "Halter" nicht so spannend ist. Doch für einen Hund spannend zu sein, kann man lernen. Jeder!!! Dazu gehört nur ein wenig Bereitschaft und Phantasie. Dann kann man mit lustvoller Action vielleicht sogar diesen "Ausflügen" vorbeugen (siehe auch meine Tipps zu unerwünschtem Jagdverhalten). Besonders durch diese gemeinsamen Erlebnisse verdient man sich in den Augen des Hovawarts wirklich seine Gefolgschaftstreue. Und ganz nebenbei erspart ein solcher "Jagdausflug" dem Hundeführer das Fitneßstudio. ;-) Aber Achtung: im Wald immer auf den Wegen bleiben und die Action auch nicht übertreiben. Unser Wegbegleiter muss auch in Ruhe die Hundezeitung lesen und eigene Beiträge "schreiben" können.

Viele Hovawarte stehen nach absolviertem "Unterhaltungsprogramm" gleich wieder vor ihrem "Animateur" und scheinen mit einem unternehmungslustigen Funkeln in den Augen zu fragen: "Und was kommt jetzt?" Sagen Sie ihm dann: "Jetzt kommt ein klasse Spiel": Es reicht nicht, nur die Beine des Hovawarts zu beschäftigen, man muss auch den Kopf beschäftigen. Erst beides zusammen bringt Zufriedenheit – auch für den Hundemenschen. So sorgen auch scheinbar sinnlose Kunststückchen für die geistige Auslastung des Hovawarts. Und je mehr seine Intelligenz mit "Sinnvollem" ausgelastet ist, desto weniger Dummheiten wird er machen! Und wieder baut man ganz nebenbei seine "Rudelstellung" aus. Schließlich bringt man als "Alttier" seinem "Assistenten" Kniffe bei; Arbeitsteilung lautet hier das Schlagwort. Also durchaus eine gewaltfreie Art, Autorität zu gewinnen!!! (Anregungen zur Beschäftigung) Aber: Degradieren Sie Ihren Hovawart nicht zum Zirkushund! Sehen Sie all diese Formen der Beschäftigung als freudvolle gemeinsame Tätigkeit und setzen Sie sich nicht zum Ziel, dass Ihr vierbeiniger Freund für eine Vorstellung vor Publikum Dinge aufführen soll. Da kommt nämlich sehr schnell eine Druckkomponente ins Spiel. Ihr eigener Ehrgeiz verstellt das eigentliche Ziel: dem Hovawart eine ihn befriedigende Aufgabe zu geben und die gegenseitige Bindung zu stärken.

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Ein Hovawart ist also nichts für Couchpotatoes, BeiNieselregenDrinnenbleiber und SonntagnachmittagsKuchenesser!

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Der Hovawart und die anderen Hunde

Auf jeden Misthaufen gehört immer nur ein Hahn.
alte Volksweisheit

Für mich ist der Hovawart ein Traum von Hund, eine fast perfekte Rasse, vielleicht gerade wegen der Gegensätze, die er in sich vereint. - Aber gibt es überhaupt den perfekten Hund?? Ihn gibt es ebenso wenig wie den perfekten Menschen! Ich möchte den einzigen wirklichen Nachteil dieser enorm selbstsicheren Hofhunde nicht verschweigen: den Größenwahn. Auf dem Bauernhof hatten diese Respekt einflößenden Hunde die Aufgabe, tierische und menschliche Räuber incl. der anderen Dorfhunde vom Hof fern zu halten. Und damit jeder Fremde schon von weitem erkennt, wen er vor sich hat, tragen Hovawarte ihre buschige Rute gern als Zeichen ihres hohen Ranges hoch geschwungen über dem Rücken. Sie sind rangbewusst und territorial. Das macht sie bei Hundebegegnungen manchmal etwas schwierig und man sollte ihr Verhalten daher immer besonders im Auge behalten.

Hovawarte haben einen besonders starken Geltungstrieb. Auch die modernen Hovawarte sind anderen Hunden gegenüber immer noch der Auffassung, dass sie die Größten sind (was sie rein körperlich ja auch meist sind), zeigen ein gekonntes Imponierverhalten und posieren voller "Stolz". Hovirüden wollen wissen, "wer" der andere ist. Ist der andere ihnen überlegen, erkennen sie das an. Ist der andere aber fast gleich groß und beschwichtigt nicht, dann diskutieren sie das. Gegenüber erheblich kleineren Hunden sind sie dagegen tolerant. Bei Hundebegegnungen erscheinen Hovawarte also sehr dominant, wobei man Dominanz aber nicht mit Aggression verwechseln darf. Es sind gerade die Unsichersten, die am meisten Aggressivität zeigen so nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Je selbstsicherer, ranghöher, dominanter ein Hund ist, desto weniger Aggressivität zeigt er, selbst wenn er provoziert wird.

Hovawarte sind recht ursprüngliche Hunde, die großen Wert auf die Einhaltung des Hunde-Knigge legen. Hunde, die sich nicht daran halten, werden von ihnen deutlich eingewiesen. Das gilt vor allem gegenüber aufdringlichen, distanzlosen Hunden, Hunden, die mit jedem spielen wollen. Erwachsene Hovawarte sind da oft sehr eigen(brötlerisch). Sie wollen oft nicht mehr mit anderen Hunden spielen sondern einfach in Ruhe gelassen werden.

Hovawarte haben ihre auserwählten Freunde, aber auch Feinde, die sie gar nicht mögen. Man kann also nicht sorglos durch die Gegend schlendern und den Hund einfach so laufen lassen, sondern sollte vorausschauend die Umgebung scannen, wer einem da so entgegen kommt. Hovawarte erfassen sehr schnell, wen sie gegenüber haben und verhalten sich dementsprechend bei der Kontaktaufnahme. Ihren Freunden gegenüber zeigen sie ein sehr schönes Sozialverhalten, aber bei fremden Hunden sollte man sie erst mal an die Leine nehmen.

Die meisten Hunderassen haben nur noch ein abgeschwächtes Territorialverhalten. Bei Hofhunden wie dem Hovawart (nicht nur bei Rüden) ist Aggression dagegen oft territorial bedingt. Gefährdete Gebiete für Artgenossen sind vor allem die eigenen Territorien des Hovawarts, wobei das Revier des Hovawarts nicht am Gartenzaun endet. Der Hovawart erklärt sehr schnell auch die bevorzugten Spaziergebiete zu seinem Territorium. Im engeren Bereich geht ein Hovawart nicht einfach nur spazieren, sondern er kontrolliert sein Revier. Man kann die Motivation des Hundes oft auch an der Rutenhaltung erkennen: bei der Revierkontrolle ist die Rute stolz erhoben, während sie sonst eher locker durchhängt. Hunde, die sich in unbekanntem Gebiet ignorieren oder vielleicht sogar mögen würden, graulen sich im angestammten Auslaufgebiet furchtbar an. Je näher am Zentrum seines Territoriums eine Begegnung stattfindet, desto aggressionsbereiter kann ein Hovawart sein und gerade die Rüden in der Nachbarschaft werden schnell zum Problem. Innerhalb des eigenen Reviers können Kämpfe dann auch schon mal bitterernst werden. Nicht alle Hovis sind so, aber wenn Sie ein solches Exemplar ihr Eigen nennen sollten Sie versuchen, nach Möglichkeit nicht immer die gleichen Wege zu gehen, damit der Hovawart gar nicht erst ein Revier abstecken kann. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan ...

Wenn Hunde aneinander vorbei reden ...
Jeder Hund spricht Hundesprache, aber es gibt angeborene rassespezifische Dialekte, durch die es immer wieder Missverständnisse gibt. Golden Retriever neigen z.B. dazu, anderen Hunden auf die Pelle zu rücken. Hovis legen dagegen großen Wert darauf, dass ihre Individualdistanz respektiert wird. Diese Bauernrekel legen großen Wert auf Etikette. Sie möchten höflich begrüßt werden und verlangen Respekt. Hovawarte sprechen eine sehr dominante Körpersprache. Doch das ist reine Angabe - viel Wind um nichts. Bei Wölfen ist die hoch über dem Rücken getragene Rute ein eindeutiges Signal der Ranghoheit. Auch ein Hovawart der durch und durch friedliche Absichten hat, trägt seine buschige Rute bei einer Hundebegegnung selbstbewusst im Bogen hoch über dem Rücken, schreitet dem anderen oft mit steifem Gang und stolz erhobenem Kopf würdevoll entgegen. Das ist Imponierverhalten pur. Von nicht-Hovawarten wird das neben der Körpergröße als klares Zeichen der Überlegenheit und als permanente Drohgebärde aufgefasst. Deshalb reagieren viele Hunde ängstlich, wenn sie einem Hovawart begegnen und lassen sich kaum noch zu einem Spiel überreden.
Aus den gleichen Gründen haben Hovis oft Probleme mit nordischen Rassen und Akitas. Huskies tragen nicht nur ihre Rute hoch über dem Rücken, sondern haben außerdem noch aufgrund der Hinterhandwinkelung einen sehr steif wirkenden, gestelzten Gang, hoch angesetzte, spitze Ohren und eine deutliche Gesichtsmaske.
Dies alles drückt Dominanz aus und wird von vielen Hunden als absolute Provokation empfunden - auf die es natürlich zu reagieren gilt. Dann muss Hovi eben lernen, dass Huskies trotzdem ganz nett sind ...

Hovawarte haben eine ganz eigene Art zu spielen. Mit kleinen Hunden können sie ganz ruhig und gesittet spielen, bei größeren Hunden lassen sie dagegen gerne "die Sau raus". Sie benehmen sich dann wie der Elefant im Porzellanladen. Hovawarte spielen mit sehr viel Körperkontakt und Power und verwenden dabei heftige Rempler und andere grobe Manöver, was für zarter gebaute oder empfindlichere Rassen ein Problem ist und ihnen eventuell Angst macht.
Auch kann das gleiche Verhalten bei verschiedenen Rassen auf unterschiedlichen Absichten beruhen. Das Anpirschen an einen anderen Hund sieht bei einem Golden Retriever z.B. genauso aus wie bei einem Hovawart. Bei dem wenig territorialen Golden ist es eine Aufforderung zum Jagdspiel und der Golden kann sich gar nicht vorstellen, dass es Hunde auf dieser Erde geben könnte, die ein Spielchen mit Goldie nicht für das Non-plus-ultra halten. Der stark territoriale Hovawart meint mit seinem Anschleichen allerdings oft ganz etwas anderes: er will den Eindringling aus seinem Revier verjagen und das tut er, indem er den anderen in den Po- oder Rückenbereich zwickt. Viele Hovawarte spielen keine unverbindlichen Jagdspiele. Sie sind (fast) immer im Dienst.
Vorsicht ist auch bei Kontakten zwischen Hovis und Blickhütern wie Border Collie oder Australian Shepherd geboten. Diese Hütehunde nehmen leicht Blickkontakt auf, der nicht als ernstes Fixieren gemeint ist, wegen seiner Intensität vom Hovawart aber sofort als freche Provokation fehlinterpretiert und entsprechend beantwortet wird.

Hart aber herzlich
Mit seinen Freunden liefert sich der Hovawart gerne harmlose Rangeleien, die man nicht gleich hysterisch als aggressive Bösartigkeit fehldeuten sollte (siehe auch die Bilder hier und hier). Insbesondere halbstarke Rüden haben eine Rüpelphase, während der sie gerne mit anderen ihre Kräfte messen. Es ist regelrecht Gold wert, wenn ein junger Hovawart ab und zu gegen überlegene Hunde verliert, was durch seine Größe naturgemäß selten vorkommt. Zu viele Erfolgserlebnisse verstärken schnell seinen Größenwahn - und mit der Zeit findet man immer weniger Hundebesitzer, die an ihrem Liebling austesten lassen möchten, wie ernst denn das Gebrüll gemeint ist. Aber die Pubertät geht vorbei. Hovawarte sind keine Raufer, keine Angreifer. Sie haben Pöbeleien nicht nötig. Es sind Verteidiger, die sich allerdings nichts gefallen lassen.

Hovawarte haben keine "soziale Ader", sind keine Pazifisten, die sich mit allen Hunden blendend vertragen. Vor allem Hunde, die sich durch ihre Unsicherheit geradezu als Opfer anbieten, sind durch Hovawarte stark "mobbing-gefährdet". Viele Hovawarte lieben es, unsichere Artgenossen zu beeindrucken und die eigene Macht zu spüren. Sie nutzen die Unsicherheit anderer Hunde schamlos aus. Gerade, weil diese im wahrsten Sinne des Wortes "nix tun". Das kann sie beim nächsten Mal verleiten, sich wieder rauhbeinig zu verhalten. Sensible Artgenossen machen in der Folge einen weiten Bogen um den Hovawart.

Man sollte das aufgeblasene Machogehabe des Hovawarts nicht tolerieren und von Anfang an unterbinden. Die Verträglichkeit des Hovawarts hängt ganz wesentlich von seiner Sozialisation ab. Daher ist es gerade beim Hovawart äußerst wichtig, Welpenspieltreffs zu besuchen, denn auch sein Spielverhalten ist eher grob. Welpenspieltage und viele Begegnungen mit Hunden aller Rassen beeinflussen sein innerartliches Sozialverhalten positiv und machen ihn verträglicher. Dann kennt er seine Kraft und setzt sie vorsichtiger ein. Dann kann sich der Hovawart auch kleinen Hunden gegenüber richtig charmant und rücksichtsvoll verhalten. Rüpeleien kleiner Hunde nimmt er sowieso nicht ernst.

Auch wenn Hovawarte keine Pazifisten, sind, so kann man sie doch zum Frieden erziehen. Es ist kein leichter Weg, aber ein begehbarer. Und wie sagt der Volksmund so schön: "Wie der Herr, so's Gscherr." Wie man die Verträglichkeit (nicht nur von Hovawarten) fördern kann, erfahren Sie hier.

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Außerdem sind innerhalb des Fotoalbums unter anderem noch folgende Themen zu finden:
- Warum ein Hovawart? Unser langer Weg zum Hovawart; Der Hund als Partner; Was braucht ein Hund zum glücklich sein?

- Nachdenkliches zur Beziehung Mensch-Hund, Bindung; - Hundehaltung in Deutschland - Gedanken zur Hundeverordnung
- Welpenerziehung und Sozialisation: Entwicklungsphasen vom Welpen bis zum erwachsenen Hund, erste Erziehungstipps
- Richtig spielen mit dem Hovawart: Motivation, Geschicklichkeit, Entdeckungen, Kontaktspiele, Verstecken, Beutestreiten uvm
- Grundregeln der Hundeerziehung: Verständigung, natürliches Lernen, "Nichts ist umsonst", unerwünschtes Verhalten ändern
- Tipps gegen unerwünschtes Jagdverhalten, Verhaltensabbruch, erlebnisreiche Spaziergänge, "Jagd"spiele, Apportierspiele
- Tipps zu Rangordnung und Dominanz, Rudelverhalten, dominante Verhaltensweisen, Erziehung schwieriger Hunde
- artgerechte Ausbildung: Gedanken zur artgemäßen Hundeausbildung mit positiver Motivation statt Gewalt und Zwang
- Begleithundprüfung: Gedanken zu Hundeerziehung und -Ausbildung, Gehorsam und Unterordnung, BH-Ablauf mit Schema
- Schutzdienst Seite 5: Sporthund und echter Schutzhund, Schema - Seite 16: Warum? Früher und heute. Gefährlichkeit
- Fährtenarbeit: Immer der Nase nach - Spurensuche mit dem Hovawart, Ausbildung zum Fährtenhund als artger. Beschäftigung
- Hundebegegnungen: Müssen Hunde immer spielen? Das Sozialverhalten der Hovis - meine Erfahrungen; Erziehung zum Frieden
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