Zur sozialen Aggressivität - Hundebegegnungen

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Wir kennen kein einziges Wesen,
das der persönlichen Freundschaft fähig ist,
der Aggression aber entbehrt.
Konrad Lorenz, Das sogenannte Böse


Schaukampf der Jungrüden um die Rangordnung
im Alter von 8 Monaten

Ritualisierte Kampfspiele machen den Hunden nicht nur Spaß, sie dienen auch dazu, die Rangordnung festzulegen. Bei der Rangelei werden Kräfte gemessen und Möglichkeiten ausgelotet, den eigenen sozialen Status zu verbessern. Spielverhalten wird auf diese Weise zu einem Puffer zwischen freundlichem und aggressivem Verhalten. Ein solcher Kommentkampf unter Rüden ist ein ritterliches Fechten, das allein darauf abzielt, dem anderen zu zeigen, dass man stärker ist.

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Auf ihn mit Gebrüll ....

Scheinangriff durch spielerisches Drohen.
Die weit auseinander gestellen Vorderläufe signalisieren die spielerische Absicht.

Taxierende Spielaufforderung mit aufforderndem Bellen in hoher Tonlage
(Spielverbeugung: vorne-tief-hinten-hoch)
Mit dieser Vorderkörpertiefstellung signalisiert Argus, dass die nachfolgenden Handlungen vielleicht aggressiv wirken mögen, aber nur spielerisch gemeint sind. Durch die leicht seitliche Kopfhaltung erhält die Spielaufforderung ein zusätzliches beschwichtigendes Element.

Dass alles nur Spaß ist, muss im Spiel immer wieder deutlich betont werden. Dies ist deshalb so wichtig, weil auch Signale eingesetzt werden, die eigentlich aggressiv wirken und - falsch verstanden - zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen können. In spielerischem Rahmen werden die Signale stets in übertriebener Ausdrucksstärke gezeigt. Insbesondere die Vorderkörper-Tief-Stellung wird unmittelbar vor einer Aktion eingesetzt, die falsch interpretiert werden könnte. So wie hier z.B. vor einem Angriffsspiel.

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Copyright aller Bilder und Texte: Ursula Schneider
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Aufforderndes Bellen und Imponiergehabe.
Der "kühle Blonde" zeigt sich beeindruckt, indem er sein Gewicht nach hinten verlagert. Die Schwanzstellung verrät, dass er trotzdem verteidigungsbereit ist.
Wer springt am höchsten?
Wer ist der Stärkste?
Argus nimmt andere Hunde gerne in den "Schwitzkasten",
um sie anschließend umzuwerfen.
Je mehr sich bei einem Kampf auf den Hinterbeinen abspielt,
desto mehr Show ist dabei.
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Körpereinsatz: "Zeig' Respekt vor mir!"
Anspringen und Umwerfen des Gegners

Übrigens: Wenn Hunde den Menschen so vehement anspringen, hat das die gleiche Bedeutung! (darf aber nicht mit dem spielerisch hopsenden Anspringen bei der Begrüßung verwechselt werden)

Dieses Foto zeigt deutlich, dass der blonde Hovawart sich nicht freiwillig in Rückenlage begibt sondern umgeworfen wird. Argus wendet hier also den sogen. Alphawurf an, den es nach Meinung mancher Hunde-Fachleute im wahren Hundeleben gar nicht geben soll!

Scheinkampf: Blickkontakt und
gegenseitiges selbstsicheres, offensives Drohen mit Beißhemmung.

Der blonde Rüde wurde zwar umgeworfen und liegt nun auf dem Rücken, aber er hat sich noch nicht untergeordnet und droht selbstbewusst mit kurzem Lippenspalt und Blickkontakt.

Das alles ist zwar nur Spiel, geübt wird aber bereits für den Ernstfall. In diesem spielerischen Kommentkampf kündigt sich die zukünftige Rangordnung bereits an. Es gibt übrigens auch Stimmen, die behaupten, dass es eigentlich gar kein wirklich zweckfreies Spiel unter Hunden gibt, sondern dass darin immer eine ernsthafte Komponente enthalten ist.

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Alpharolle: 'auf-den-Rücken-rollen bzw. gerollt-werden'
(passive Unterwerfung, erzwungene Unterwerfung)
und kurze Kampfpause.

Das selbstberuhigende Züngeln zeigt, dass sich beide Hunde in einem inneren Konflikt befinden.
Sie signalisieren damit ihre Zusammengehörigkeit und wollen die Situation wohl nicht eskalieren lassen, auch wenn es anschließend noch einmal zu einer heftigen Rangelei kommt.

Da die beiden Rüden etwa gleich stark sind, wendet der obere den Blick ab und signalisiert damit, dass er nicht unmittelbar angreifen wird, wodurch die Gefahr eines Kampfes vorerst behoben ist.
Als dominierender Hund kann er es sich leisten, imponierend seine empfindliche Halspartie zu präsentieren und etwaiges Schnappen des Gegners mit Verachtung zu quittieren.
Der untere Hund droht weiterhin. Obwohl er bereits auf dem Rücken liegt, fixiert er den Überlegenen und sagt damit: "Ich bin kein Feigling!"
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In seiner hohen Erregung wendet Argus seinen Kopf in schneller Folge hin und her. Indem er den Kopf wegdreht, versucht er, die in seiner Stellung enthaltene Aggression abzumildern. Dieses Kopfschleudern ist ein deutliches Spielsignal, das insbesondere in Situationen gezeigt wird, bei denen wildes Spiel zu kippen droht.
Auch die beschwichtigende Verlegenheitsgeste mit kurzem Vorstrecken der Zunge zeigt, dass er sich in einer Konfliktsiuation befindet.

Der untere Hund ist zu einem defensiven Drohen
(mit langem Lippenspalt) übergegangen.

Ende des Rangkampfes: Argus genießt seinen Triumph.
"über-dem-Gegner-Stehen", "festnageln"
(abwartendes Demonstrieren der Dominanz)
während der Rangunterlegene aufgibt und sich entspannt.

Schon bei der geringsten Bewegung würde Argus den Unterlegenen mit einem Knurren verwarnen. Erst wenn dieser angemessen lange regungslos auf dem Rücken gelegen hat, gibt Argus ihn frei.

Wie eine richtige Unterwerfung aussieht, beschreibe ich hier


aggressives Verhalten Hunde Unverträglichkeit mit gleichgeschlechtlichen Artgenosssen

mehr: Wie dieser Schaukampf begann

Die folgenden Ausführungen gelten für alle Hunderassen. Ich möchte nicht, dass hier der Eindruck aufkommt, Probleme habe man vor allem mit dem Hovawart. Ich möchte allen Hundebesitzern Tipps geben, unabhängig von der Rasse, genau so, wie ich ja auch Anti-Jagd-Tipps gebe, obwohl der Hovawart angeblich gar nicht jagd

Ich mache auf dieser Seite viele Vorschläge, was man bei Hundbegegnungen beachten sollte und wie man vorgehen kann. Sicher wird nicht alles Ihre Zustimmung finden. Jedes Hund-Mensch-Gespann ist anders. Suchen Sie sich die Tipps heraus, die in Ihrem Fall am ehesten Erfolg versprechen. Wenn die Aggression Ihres Hundes jedoch bereits eskaliert, sollten Sie schnellstens Rat bei einem fachkundigen Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten suchen, der Ihnen mit einem maßgeschneiderten Vorgehensplan helfen kann (Adressen finden Sie hier und hier). Mit aggressiven Hunden ist nicht zu spaßen!

Eine neue Statistik aus den USA: Welche Rassen am häufigsten zuschnappen - Attacken auf unbekannte Personen
Abgesehen von allen Rassediskussionen: Der Halter hat den entscheidenden Einfluss darauf, wie aggressiv ein Hund ist.

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Ein Leben ohne Hund ist wie Suppe ohne Salz

Zur sozialen Aggressivität
Was ist überhaupt Aggression?

"Aggression" ist eine Sammelbezeichnung für alle Formen des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhaltens. Der Begriff Aggression kommt vom lateinischen "aggredi" (voranschreiten, mit Nachdruck an etwas herangehen, durchschreiten im Sinne von sich durchsetzen, hier komme ich, mach Platz) und bezieht sich lt. Dr. Dorit Feddersen-Petersen biologisch betrachtet auf den Erhalt und, falls nötig, die Verteidigung von Handlungsfreiräumen (Status) bei Tieren, die in geschlossenen, individualisierten, hierarchisch strukturierten Gruppen leben, wie für Caniden typisch.

Aggression ist ein negativ belegter Begriff geworden, was falsch ist und Verwirrung stiftet. Aggression wird selten als das gesehen, was es ist: ein normaler, lebensnotwendiger Teil des Sozialverhaltens. Aggression ist ein Regulativ für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten, die Kooperation und das Streiten sowie den Wettkampf um begrenzte Ressourcen (Futter, Platz, Bindungspartner). Zum Aggressionsverhalten gehören alle Formen des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhaltens. Häufig werden allerdings auch Verhaltensweisen dem Aggressionsverhalten zugeschrieben, die gar nichts damit zu tun haben, wie z.B. das Beutefangverhalten. Ein Hund der Jogger, Radfahrer oder spielende, rennende Kinder jagt ist nicht aggressiv sondern ganz einfach schlecht erzogen!

Hunde die beißen, müssen nicht verhaltensgestört sein. Doch auch Probleme, die durch völlig normales Hundeverhalten entstehen, darf man nicht verharmlosen. Die meisten Probleme werden durch Fehler oder Wissensmängel des Hundehalters oder auch des Opfers ausgelöst. Damit Hunde sich in unsere Lebensumstände einpassen, muss ihr Verhalten entsprechend verändert werden um Belästigungen und Gefährdungen durch Hunde auf ein Minimum zu reduzieren. Hunde sind außerordentlich anpassungsfähig. Eine klare konsequente Zuweisung des sozialen Status im familiären Sozialgefüge, körperliche Auslastung der Hunde (div. Ausbildungen, Turnierhundsport, erlebnisreiche Spaziergänge, Beschäftigung, Spiel) sowie die Möglichkeit, ein soziales Leben mit vielen Kontakten zu Menschen und Hunden zu führen, sind die beste Gewähr, Unfälle mit Hunden zu vermeiden. Und eine verständnisvolle Erziehung ist natürlich die Grundvoraussetzung für alles.

Aggressivität ist immer eine Antwort. Aggression steht sehr oft mit Angst oder Stress in Verbindung. Angst ist eine angeborene innere und äußere Stressreaktion des Körpers auf Bedrohung. Diese Definition ist mit der Definition für Aggression vergleichbar: Auch Aggression ist eine angeborene innere und äußere Stressreaktion des Körpers auf Bedrohung, die die Distanzvergrößerung zum Ziel hat. Das heißt, Angst und Aggression sind letztendlich zwei Seiten ein und derselben Medaille, zwei mögliche Reaktionen (Flucht oder Angriff) auf ein und dieselbe Situation. Unsichere Hunde beißen in aller Regel schneller zu - sozusagen vorsichtshalber - und zeigen weit mehr Drohsignale, wenn sie bedrängt werden. Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.
Aggressionen bei Hunden Rüden Probleme aggressiv an der Leine Aggression gegen andere Hunde Unverträglichkeit mit gleichgeschlechtlichen Artgenosssen Konfliktvermeidung - die Geheimwaffe der Evolution
Vor 150 Jahren formulierte Darwin die These vom "Survival of the fittest", was meist mit "der Stärkste überlebt" übersetzt wurde. Heute geht man jedoch davon aus, dass im Rudel nicht der Stärkste den größten Fortpflanzungserfolg hat, sondern der, der am besten angepasst ist, der über seine Körpersprache zu kommunieren weiß und die Rituale der Konfliktvermeidung beherrscht. Wölfe, die ihre Konflikte hauptsächlich mit den Zähnen regeln und wegen jeder "Kleinigkeit" einen Kampf riskieren würden, vergeuden Kraft und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel. Das verringert nicht nur ihre eigenen Überlebenschancen, sondern auch die des ganzen Rudels. Es kommt also auf die Gesamtfitness an, die sich im gesamten Verhalten ausdrückt. An Stelle des echten Kampfes ist ein schadensvermeidendes Ritual getreten, mit dem die Rivalen ihre Rangordnung aushandeln können. Wer die Signale von Dominanz und Beschwichtigung beherrscht braucht nicht zu kämpfen und ist gesundheitlich in besserer Verfassung.

Beschädigungskämpfe sind unter Wölfen eher selten. Wölfe und Hunde haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie sie in Konflikten miteinander kommunizieren können. Die ritualisierten Zweikämpfe zwischen vergleichbar starken Konkurrenten lehren uns, dass es offenbar in der Evolution - sinnvollerweise - einen hohen Selektionsdruck auf Entwicklungen gegeben hat, die Beschädigungskämpfe verhindern. Es waren die Tiere im Vorteil, die bei Konflikten lediglich aggressiv kommunizierten und nicht sofort kämpften. Im Sinne einer Kosten-Nutzen-Analyse beruht die Gegnereinschätzung vor allem auf dessen Drohsignalen. Dabei scheint es keinen sprunghaften Wechsel vom Komment- zum Ernstkampf zu geben, sondern eine abgestufte Steigerung der Auseinandersetzung. Wölfe, die in diesem "Nervenkrieg" erfolgreich sind, also den Drohsignalen standhalten und nicht zubeißen, haben die größere Überlebens- und damit Reproduktionschance. So breitet sich die bessere Strategie in der Population aus. Auch Hunde schätzen Gegner nach ihren Drohsignalen ein. Einige sind dabei allerdings wesentlich kampfbereiter als andere.

Laut Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen gibt es bei Wölfen und Hunden eine Stufenleiter der Aggression von der Drohung bis zur ungehemmten Beschädigung. Kommt es wirklich zum Kampf, so werden zunächst wenig schädliche Kommentkampfelemente ausgetauscht, die Aufschluss über den Wettbewerber geben: seinen Status, seine Kondition, seine Kraft und Geschicklichkeit. Genügt Stufe I nicht, um festzustellen wer überlegen ist, erfolgt eine schrittweise Eskalation auf die jeweils nächste Stufe:
Stufe I: Drohungen ohne Körperkontakt:
- Distanzdrohung: Fixieren, Zähneblecken, Maul aufreißen, knurren u.a..
- Distanzunterschreitung mit gelegentlichem Körperkontakt: gehemmte Beißerei, intentionales Beißen, Abwehrschnappen u.a..
Stufe II: Körperkontakt
- Drohungen mit Körperkontakt: ÜberdieSchnauzeBeißen, Ringkampf u.a..
- Körperkontakt mit Einschränkung der Bewegungsfreiheit: Queraufreiten, ÜberdemGegnerStehen, Runterdrücken, Schieben, Abwehr auf dem Rücken, Abwehrstoßen u.a.
Stufe III: Beschädigung
- Gehemmte Beschädigung: Anrempeln, Vorstoßen, Anspringen, gehemmtes Abwehrbeißen, gehemmtes Beißen u.a.
- Ungehemmte Beschädigung: Beißen, Beißschütteln u.a.
Diese aggressive Kommunikation ist bei den meisten Haushunden allerdings nur reduziert zu beobachten. Konflikte eskalieren deshalb unter ihnen relativ zum Wolf leichter.

Redebeitrag von Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen: "Gefährliche und auf Aggression selektierte und abgerichtete Hunde"

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Vorsorge ist besser als Nachsorge

Die erste Frage sollte immer sein: Wie kann man Hundekeilereien vermeiden? Hunde lernen Sozialverhalten vor allem von anderen Hunden. Dazu sollte man schon mit dem ganz jungen Welpen in eine Welpenspielgruppe (mehr...) gehen und ihm auch beim täglichen Spaziergang möglichst viele Kontakte mit freundlichen Hunden aller Rassen, Größen, jeden Alters und Charakters vermitteln. Nur so kann er die arteigenen Verhaltensweisen kennen lernen, wie man unter Hunden miteinander kommuniziert. Trotzdem sorgt eine gute Sozialisation aber nicht für lebenslangen Schutz vor Raufereien!

Tipps, wie man den heranwachsenden Hund zum Frieden erziehen kann, finden sie hier:
- Welpenschutz ?
- Bindungsarbeit beim Junghund
- Herausforderung Flegelalter
- Mobbing
- Rüpelphase
- über normale Hundebegegnungen
- Leinenaggression

- müssen Hunde wirklich immer miteinander spielen?

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"Beißt der?"
"Nein, er hat schon gefrühstückt!"

Macho, Macho ... - rüde Rüden raufen gerne

Zuerst einmal: Hunde, die sich auf der Straße begegnen, müssen keinen Rang "klären" - sie sind kein Rudel, sondern nur zwei sich zufällig begegnende Hunde. Und hören Sie nicht auf andere Hundehalter, die die Hunde einfach nur gewähren lassen wollen, so nach dem Motto: "Das machen die unter sich aus!" Wenn die "richtigen" zusammen treffen, freut sich darüber nur der Tierarzt.

Die Konkurrenzaggression zwischen Rüden ist testosteron-abhängig. Testosteron beeinflusst aber nicht nur das Verhalten, sondern es reagiert auch darauf. Der Testosteronspiegel im Blut steigt nicht nur vor einem Kampf an, sondern er bleibt beim Sieger auch nachher noch einige Stunden auf hohem Niveau. Das Verlieren scheint dagegen einen hormonsenkenden Effekt zu haben. Die Gefahr ist also groß, dass ein Gewinner immer aggressiver wird. Dazu kommt dann noch ein Lernprozess. Ein Hund der gelernt hat, dass er mit Aggression Erfolg haben kann, tendiert dazu, immer früher Aggression zu zeigen.

Der Kopf bleibt dran!
Aus Statistiken geht hervor, dass unkastrierte Rüden das größte Risikopotenzial in Bezug auf Beißen haben, mit dem typischen Alter um die 4 Jahre. Trotzdem ist die Kastration bei einem aggressiven Hund meist keine Lösung, denn Machotum ist nicht nur eine Frage der Hoden, sondern vor allem eine Frage der Gewöhnung, also der Erziehung. Das ist der Grund, weswegen vielen Hundemännern im Hinblick auf ihr Aggressionsverhalten erfolglos die Familienjuwelen abgeschnippelt werden (zum Verhalten nach der Kastration). Seien Sie einmal ehrlich zu sich selbst. Soll ein gesunder Hund kastriert werden, nur weil die Erziehung nicht funktioniert hat? Kastration führt bei Rüden zu mehr Unsicherheit, weniger Souveränität und Verlust von Selbstbewusstsein. Deshalb wäre eine Kastration vor allem bei angstaggressiven Rüden kontraproduktiv. Außerdem muss ganz ehrlich gesagt werden, dass dem Hund durch die Kastration viel von seiner Lebensqualität genommen wird. Er wird von anderen Hunden, egal welchen Geschlechtes, nicht anerkannt und bekommt das täglich zu spüren. Kastraten sind weder Fisch noch Fleisch und werden von den "vollständigen" Hunden oft regelrecht gemobbt. Vor allem Spätentwickler wie der Hovawart brauchen ihre Zeit um hormonell erwachsen zu werden. mehr:
Kastration als Lösung von Verhaltensproblemen beim Rüden?

Viele übermäßig triebhafte Hunde sind einfach nur unterbeschäftigt. Auch Erlerntes spielt bei der Aggression zwischen Rüden eine große Rolle, ebenso vieles was vom Menschen bewusst oder unbewusst antrainiert wird. Es kann sich bei aggressivem Verhalten auch um Sozialisationsdefekte mit daraus resultierendem Angstverhalten handeln. Dies sollte man abklären, bevor man sich zur Kastration entscheidet. Kastration ist kein Erziehungsersatz - der Kopf bleibt dran! Und oft legt sich das rowdyhafte Verhalten wieder, wenn der Hund mit 3-4 Jahren endgültig erwachsen wird. Spätestens mit 5 Jahren werden die Rüden dann sowieso etwas ruhiger und abgeklärter.

Begegnen sich zwei soziale Rüden, so plustern sie sich auf, stellen evtl. auf dem Rücken ihr Fell zur Bürste auf und laufen herausfordernd steifbeinig umeinander herum als wollten sie sagen: "Versuchs erst gar nicht!" Dabei beschnüffeln sie sich gegenseitig. Danach trennen sie sich meist sozusagen in gegenseitigem Einvernehmen, und jeder geht seiner Wege. Versucht jedoch einer der beiden, den Kopf auf die Schulter des anderen zu legen, kann es brenzlig werden... (T-Stellung)

Wenn Rüden sich wie wild anbellen oder miteinander raufen, dann schlägt in der Regel der Macho im Hunde durch. Man will dem Rivalen ein bisschen imponieren und ihn ein bisschen einschüchtern. Zum Glück laufen die meisten Balgereien harmlos ab. Ein Rüde sollte die Möglichkeit haben, mit etwa gleich starken unkastrierten Rüden zu agieren - mit Rangeln, Kräfte messen und allem, was dazu gehört. "Erzfeinde" sind nicht selten Hunde, die nie Gelegenheit hatten, ihre Angelegenheiten zufrieden stellend zu regeln, und nach der ersten missglückten Kontaktaufnahme voneinander fern gehalten wurden.

Natürlich gibt es auch unter den erwachsenen Rüden, vor allem unter Hovawarten, besonders dominante Exemplare, die beim Zusammentreffen mit Artgenossen gerne den starken Hund markieren. Ein solcher Hund wird immer erhöhte Aufmerksamkeit von seiten des Halters erfordern. Aber in der Regel ist es nichts als schnöde Angabe. Jeder passt auf, dass er nichts abbekommt und passt auch auf, dass der andere nichts abbekommt, denn sonst könnte der ja echt böse werden, und das hat hund nicht besonders gern, weil es dann ernst würde. Auch aus einem heftig tobenden Rüdenkampf kann eine dicke Freundschaft entstehen. Die Hunde wollen sich ja nicht umbringen, sondern lediglich den Rang klarstellen. Künftige Rüdenbesitzer sollten sich klar machen, dass sie irgendwann einmal mit großer Wahrscheinlichkeit eine herzhafte Balgerei erleben werden. Wer sich eine solche Situation nicht zutraut, obwohl nur große Aufregung herrscht, meist jedoch nicht viel passiert, sollte keinen Rüden nehmen! - Aber auch Hündinnen sind keine Engel und können mit erheblicher Energie andern "an den Karren fahren".

"Beißt der?"
"Nein, aber er küsst unheimlich gut!"

Da werden Weiber zu Hyänen

Im Gegensatz zu Rüden, die mit großem Getöse Schaukämpfe veranstalten bei denen nicht viel passiert, sind Auseinandersetzungen zwischen Hündinnen oft gefährlich. Hündinnen spulen meist nicht so eine breite Palette an Drohgebärden ab wie Rüden und geraten daher in Streitfällen schneller in eine Kampfsituation. Hündinnen kämpfen entweder überhaupt nicht oder unerbittlich, rasend vor Beißwut. Vor allem während der Läufigkeit kann es zu sexuell motivierter Konkurrenzaggression kommen, wobei die Hündin am Anfang der Hitze besonders reizbar ist. Hündinnen sind gnadenloser, denn eine Hündin verteidigt kein Revier, sondern ihren Wurf - auch wenn sie keinen hat. Deshalb kommt es sofort und ohne Rituale zum erbarmungslosen Kampf. Sollte es unter Hündinnen zu einer Beißerei kommen, sollten die Besitzer sofort mit Donner und Blitz dazwischenfahren und die Hündinnen trennen. Hündinnen sind im Ernstkampf noch leidenschaftlicher als Rüden. Rüden können sich beim Ernstkampf Stücke aus dem Leib reißen, ist der Streit geschlichtet, gibt es immer noch die Chance, dass sie sich eines Tages versöhnen. Nicht so bei Hündinnen. Stinkmarie hört nicht auf und es dauert lange, bis sich die Sache wieder "eingerenkt" hat. Meist können sie sich Zeit ihres Lebens nicht mehr versöhnen und werden jede sich nur bietende Chance dazu nutzen wieder aufeinander loszugehen: Einmal Feind, immer Feind. Glücklicherweise sind Kämpfe zwischen Hündinnen sehr selten.

Es ist unter Hunden also fast so wie bei den Menschen: Die Kerle hauen sich auf die Nuss und gehen dann zusammen ein Bier trinken - Weiber sind sich auf ewig spinnefeind

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Aggressionsverhalten Bissigkeit gegenüber Hunden Was tun bei Aggression gegenüber anderen Hunden Artgenossen Aggression an der Leine Hund hat gebissen Imponiergehabe Raufereien Scheinkampf Unverträglichkeit

Die Rache ist mein!
Was tun, wenn zwei sich in die Wolle kriegen?

Aggressionsverhalten Bissigkeit gegenüber Hunden Was tun bei Aggression gegenüber anderen Hunden Artgenossen Aggression an der Leine

Es ist immer problematisch, einen Hund aus einem entstehenden Konflikt abzurufen. Die Hunde kommunizieren untereinander so subtil, dass unter Umständen körpersprachlich schon viel mehr gelaufen ist, als wir Menschen wahrgenommen haben. Manchmal geht es schneller als man denkt, ist oft aber auch genauso schnell schon wieder vorbei. Die Hunde fixieren sich evtl. nur für Bruchteile von Sekunden und schon geht's zur Sache. Und dann urteilt man vorschnell: "Das war jetzt aber vollkommen ohne Vorwarnung, der hat einfach so angegriffen!" Angefangen hat aber meist der, der den anderen zu intensiv fixiert hat. Und das ist oft nicht der, der scheinbar als erster angegriffen hat!

Man kann Glück haben und seinen Hund noch früh genug abrufen, aber es kann auch sein, dass gerade der Ruf eines Hundebesitzers der Startschuss für den Kampf ist. Wird der schwächere Hund abgerufen, kann es auch vorkommen, dass sein Abwenden erst recht einen Angriff durch den anderen provoziert.

Wenn es bei einer Hundebegegnung mit Getöse, Gebelle und wildem Herumgespringe zugeht, ist es meist nicht sonderlich ernst, sondern ziemlich viel "Schau" dabei. Beginnt eine Konfrontation zwischen zwei Rüden mit Drohgebärden, folgt - wenn überhaupt - meist nur ein gehemmt ausgetragener Scheinkampf, bei dem die Gegner nicht fest zubeißen, sondern hauptsächlich ihre körperliche Kraft einsetzen.

Die Drohgebärden sollen den Gegner einschüchtern. Dabei richtet sich die Rute wie eine Fahnenstange gerade auf, wird gar nicht oder nur langsam hin- und herbewegt. Die Gliedmaßen scheinen sich zu verhärten und führen nur noch kurze, fast unbeholfen wirkende Bewegungen aus. Der drohende Hund möchte sich stärker, breiter und größer machen, als er in Wirklichkeit ist. Er hebt dem Rumpf an und seine Haare am Rücken und Nacken sträuben sich. Die Ohren werden selbstbewusst nach vorn gerichtet, die Augen starr und der Blick stechend. Meist gibt bereits jetzt einer der beiden Gegenspieler klein bei und gibt das Signal zum Rückzug. Dabei dreht er den Kopf zur Seite, legt die Ohren an, zieht die Lefzen lang nach hinten, macht sich klein und zieht sich mit tief gehaltener oder sogar eingezogener Rute zurück. Falls diese Machtprobe nicht ausreicht, verstärken sich die Drohgebärden der Streithähne. Die Nase wird gerunzelt, die Zähne gefletscht und aus der Kehle erklingt ein tiefes, drohendes Knurren. Urplötzlich geht die Drohgebärde dann in den Kampf über.

Meist dauert ein Kampf zwischen Rüden nur kurze Zeit. Normalerweise herrscht dabei eine deutliche Beißhemmung. Der Rüdenkampf ist ein Kommentkampf, bei dem die aggressiven ritualisierten Ausdrucksformen helfen, das Miteinander in unterschiedlicher Rangposition zu regulieren. Der Schaukampf wird durch Unterwerfungssignale beendet und der "Verlierer" erkennt den "Sieger" an (wie auf den Bildern oben zu sehen).

aggressives Verhalten Hunde Meist ist es am besten, wenn beide Besitzer einfach ruhig und zügig in entgegengesetzte Richtungen weitergehen und ihren Hunden die Rückendeckung entziehen. Wenn Sie wollen, pfeifen Sie dabei lässig ein Liedchen, damit Ihr Hund auch bestimmt mitbekommt, dass Sie sich entfernen. Erst wenn Sie ca. 50 bis 100 Meter weit von den beiden Kontrahenten entfernt sind, sollten Sie stehenbleiben, auf Ihren Hund warten und ihn evtl. rufen. Man kann sich auch verstecken oder hinhocken. Oft reicht das schon aus, um zumindest einen der beiden "Helden" so zu verunsichern, dass er klein bei gibt. Außerdem verlieren die meisten Rüden schnell das Interesse an einer Rauferei, wenn kein Publikum da ist, keiner beschützt werden muss und die eigenen Menschen ganz offensichtlich nicht "mitmischen" wollen. Geht einer oder beide Hundehalter dagegen näher zu den Hunden hin, heizt das die Situation eher an. Noch schlechter wird es, wenn die Hundehalter sich wie wild gebärden und auf die Hunde einschreien oder -schlagen, da sich die aggressive Stimmung der Menschen auf die Hunde überträgt.

Nicht eingreifen fällt schwer. Hundekämpfe sind ein Albtraum für die meisten Hundehalter. Mit Recht. Unser Beschützerinstinkt kann uns verleiten, selber in den Kampf einzugreifen, weil wir unseren Hund vor Verletzungen bewahren wollen. Es braucht viel Überwindung, nicht einzugreifen, aber menschliches Eingreifen und Ablenken eines der Hunde kann den Anlass zur Zuspitzung der Lage geben. Leider sind die Hundebesitzer allzu oft Katalysatoren, die die Eskalation noch beschleunigen. Sie entwickeln in einer Konfliktsituation zwischen Hunden so viel Stress, dass sie alles andere als souverän sind und erhöhen durch ihr Einwirken in aller Regel die Spannung - wenn nicht akut in dieser Situation, so doch evtl. dauerhaft in Bezug auf zukünftige Hundebegegnungen. Denn es kann sein, dass der Hund stärkere Aggressionen gegen bestimmte Artgenossen entwickelt, weil er deren Anwesenheit mit dem durch seinen Hundeführer erzeugten Stress koppelt. Also: Nicht auf die Hunde zugehen und nicht herumschreien, weder mit den Hunden, noch mit dem anderen Hundebesitzer! Außerem verhindert das Eingreifen auch, dass Hunde einen Konflikt tatsächlich beenden. Er kann dann bei jeder Begegnung wieder ausbrechen und es können sich schnell regelrechte Feindschaften entwickeln.

Bei sehr statusbewussten Hunden kann es auch schon mal sein, dass der Gegner durch Nackenschütteln gemaßregelt wird. Solche Hunde erwarten Respekt und auch wenn sie gegenüber Provokationen eher langmütig reagieren, platzt ihnen manchmal dann doch der Kragen - sie schütteln, ohne durchzubeißen und sind danach gleich wieder ruhig, während der Geschüttelte die Flucht ergreift. Diese Maßregelung zeigen bei manchen Rassen, die sich allgemein durch grobes Spielverhalten auszeichnen, übrigens auch die Mütter gegenüber ihren Welpen. Beißschütteln ist also nicht immer mit einer Tötungsabsicht aus dem Beuteverhalten gleichzusetzen, wie manchmal behauptet wird.

"Beißt der?"
"Nein, er schluckt im Ganzen!"

Die Situation kann sich jedoch auch so entwickeln, dass eine harmlose Rauferei in eine ernsthafte Beißerei ausartet und der erfahrene Hundehalter erkennt, dass es nun hart auf hart geht, vor allem, wenn David und Goliath aneinander geraten. Da in einem Ernstkampf in der Regel keine Beschwichtigungsgesten akzeptiert werden, endet das meist übel für einen der Beteiligten. Dann wird der Hundebesitzer nicht untätig daneben stehen und zuschauen, wie einer der Hunde unter die Räder kommt. Er begibt sich ohne zu Überlegen selber in Gefahr.

Wenn es bei einer Hundebegegnung leise und wirklich erbittert zugeht, ist Gefahr im Anmarsch. Sollte sich - meist eher aus Versehen - aus der Hitze des Gefechts ein ernsthafter Beschädigungskampf entwickeln, beißen beide Gegner abwechselnd oder gleichzeitig fest zu und versuchen, in verletzbare Körperteile wie Hals und Bauch zu beißen und den anderen möglichst stark zu verletzen. Hierbei fehlen alle drohenden und imponierenden Gebärden. Der Ernstkampf passiert meist blitzschnell und lautlos. Er wird niemals durch beschwichtigendes Verhalten des Verlierers beendet. Nur durch Flucht oder intensive Verteidigung kann er sich den Verfolgungen des Siegers entziehen. Kommt es zu keiner Entscheidung, beendet erst beidseitige Erschöpfung den Kampf.

In diesem Fall kann man natürlich nicht einfach weitergehen und so tun, als ob man nichts damit zu tun hätte. Der Ernstkampf kann für ein Tier schlecht ausgehen und wirklich gefährlich werden. Im echten aggressiven Kampf sind alle Hunde, ob Rüde oder Hündin, völlig blind, taub, witterungslos und schmerzunempfindlich. In Rage sind sie wie in einem Rausch und beißen wie Krokodile nach allem, was ihnen vor die Zähne kommt. Also vorsichtig - nicht dazwischen fassen. Und bleiben Sie ruhig, um den Kampf nicht noch durch Ihr Geschrei anzuheizen.

aggressives Verhalten Hunde Falsch ist es auf jeden Fall, wenn einer der Hundehalter versucht, seinen Hund am Halsband zu packen. Das ist mit das schlimmste, was man in der Situation machen kann, denn dann eskaliert die Rauferei sofort. Greifen Sie nie in das kämpfende Knäuel! Schon eine einfache Berührung am Hals kann den Hund in einer solchen Situation noch aggressiver machen. Wird er dann auch noch festgehalten, ist er in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, was in dieser Situation die Aggression noch mehr fördert, denn dadurch ist er dem Gegner wehrlos ausgeliefert. Dazu kommt der Vertrauensbruch, da der eigene Rudelführer ihm in "den Rücken gefallen" ist. Auch wird meist der fremde Hund durch dieses Festhalten zu einem Angriff regelrecht eingeladen, er nutzt natürlich jede sich bietende Chance. Hat die Beißerei erst einmal angefangen, sollte man Ruhe bewahren! Jetzt ist alles Rufen und Schreien völlig nutzlos und wirkt eher noch anstachelnd. Der Hund hätte nur den Eindruck "Frauchen knurrt und bellt mit."

Trotzdem sollten beide Hundebesitzer sofort alles daran setzen, die Kampfhähne zu trennen. Und zwar gemeinsam und in direkter Absprache miteinander. Dabei sollten die Hundehalter sich ihren Hund in einer "konzertierten Aktion" greifen: beide Halter packen ihren Hund an den Hinterläufen (über den Pfoten), nehmen ihn beide gleichzeitig auf Kommando hoch und schieben ihn erst nach vorne (der Überraschungseffekt lässt sie kurz die Kiefer öffnen) und ziehen ihn dann zurück, bis sie mindestens zwei Meter voneinander entfernt sind. Diese Schubkarrenstellung bringt sie schnell wieder zur Vernunft, da sie auf diese Weise ziemlich hilflos sind. Diese Methode klappt zwar recht gut, ist aber nur durchführbar, wenn beide Menschen gleich schnell und gut reagieren - und das ist im Kampfgetümmel wirklich nicht einfach, gerade bei großen Hunden! Notfalls kann man die Hunde auch am Schwanzansatz packen. Falls vorhanden, kann man auch einen Eimer Wasser über die Raufbolde schütten oder eine Decke/Jacke über jeden der Hunde werfen und den Moment des Erschreckens ausnutzen, indem sich jeder schnell seinen Hund schnappt. Oder man geht mit einem Stück Holz dazwischen. Hat sich einer der Hunde festgebissen, kann man evtl. versuchen, sein Maul mit Hilfe eines Stockes aufzuhebeln während der andere Hundebesitzer seinen Hund schnell wegzieht, damit dieser nicht nachsetzen kann. Notfalls kann man auch das Halsband so lange verdrehen, bis dem Hund die Luft wegbleibt. Ist man allein, ist Pfefferspray die einzige Möglichkeit, die Hunde zu trennen. Wichtig ist es, die Kontrahenten nach dem Trennen sofort umzudrehen, um ihren gegenseitigen Blickkontakt zu verhindern und sie mehrere Minuten auf den Boden zu drücken, da sie sonst aufgrund ihres Erregungszustandes sofort wieder aufeinander losgehen würden.

Nach dem Kampf wird jeder Hund sofort weggeführt und evtl. irgendwo sicher angebunden. Schenken Sie Ihrem "Recken" so wenig Aufmerksamkeit wie möglich! In der Regel sind die Blessuren nicht so schlimm, als dass man sie sofort und augenblicklich untersuchen müsste. Machen Sie Ihrem Hund unmissverständlich klar, dass Sie seine Aggressivität missbilligen! Verbieten Sie ihm, dass er den anderen Hund weiterhin anstarrt. Lassen sie ihn Platz machen und ignorieren Sie ihn wenigstens einen Moment. Erst nach einer "Bedenkzeit", in der Sie sich um die gegnerische Partei kümmern können, sollten Sie Ihren eigenen Hund auf Verletzungen untersuchen. Dabei darf der Hund niemals getröstet oder beruhigt und schon gar nicht auf den Arm genommen werden, denn der Hund kann alle diese Reaktionen als Bestärkung, also Lob für sein aggressives Verhalten missverstehen! Diese ganz normalen menschlichen Reaktionen bewirken alle eine Verschlechterung des Verhaltens, führen also immer tiefer in einen Teufelskreis der Aggression.

Wenn möglich, tupft man die Wunden aus, um sich ein Bild von den Verletzungen zu machen. Unbedingt sollte man nach der Adresse und Telefonnummer des anderen Hundebesitzers fragen, nötigenfalls auch dessen Autonummer notieren. Hat der eigene Hund begonnen, dann gebietet es der Anstand anderntags anzurufen, um sich über den Gesundheitszustand des anderen Hundes zu erkundigen. Man sollte abklären, bei welchem Tierarzt der Hund behandelt worden ist und ob eine Haftpflicht- oder Unfallversicherung für den Hund besteht.
Schließlich und endlich: Die Hunde haben sich gebissen, nicht die Menschen! Fangen Sie keine Diskussionen über das Wie und Warum an ("Ihrer hat aber angefangen!"), das schafft nur noch mehr Aufregung und Verdruss. Flüchten Sie nicht in Ausreden und versuchen Sie nicht, Ihren Hund für seinen Angriff zu entschuldigen (Natürlich macht er nichts; hat er das jetzt zum ersten Mal gemacht; er beißt nicht richtig; wurde provoziert; ist eben ein Alpha-Hund; eine starke Persönlichkeit; mag keine XY-Hunde; ist als Welpe gebissen worden usw. usf.)! Bagatellisieren Sie auch kleine Verletzungen nicht! Während aggressive Gesten zur normalen Kommunikation der Hunde dazugehören, zeigen Verletzungen, die über einen kleinen Riss hinausgehen, immer an, dass zumindest einer der Hunde nicht ausreichend sozial kompetent ist und daher der Lage nicht gewachsen war. Hunde, die auf andere Hunde losgehen, sind ganz einfach schlecht sozialisiert bzw. erzogen und nichts anderes. Warum sie auf den anderen losgehen interessiert niemanden. Wer das Verhalten seines Hundes rechtfertigen muss, hat versagt!

Wurde Ihr Hund angegriffen und ist sonst eigentlich friedlich, so sollten Sie möglichst bald für positive Kontakte zu freundlichen Hunden sorgen, damit er wieder gute Erfahrungen machen kann.

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Nachsorge - damit in Zukunft alles besser wird

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Man ist entweder ein Teil der Lösung oder ein Teil des Problems

aggressives Verhalten Hunde Das Chaos der Gefühle
Als Erstes muss man sich über seine eigenen Gefühle klar werden. Nach einem aggressiven Zwischenfall mit seinem Hund durchlebt ein Hundebesitzer ein emotionales Durcheinander. Man wünscht, ein Erdloch täte sich auf, damit man so tun kann als wäre dies ein "alleinstehender" Hund. Viele Hundebesitzer verweigern die Wahrnehmung der Realität, weil es zu schrecklich ist, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass der geliebte Fellträger gefährlich sein könnte. Solch einer Wahrheit will sich niemand stellen. Doch auch wenn das Verhalten des Hundes Sie noch so ärgert, suchen Sie keine Entschuldigungen oder Ausreden, feilschen Sie nicht! Die Besitzer eines jungen Hundes machen sich oft selbst etwas vor, glauben, dass sich das von selbst gibt, wenn der Hund erst erwachsen ist. Fälle von aggressivem Verhalten werden aber fast nie ohne gezieltes Training besser. Auch wenn aggressives Verhalten im Prinzip normal ist, so müssen wir trotzdem etwas dagegen unternehmen. Ignorieren Sie unangemessen aggressives Verhalten nicht. Es IST ernst. Beginnen Sie sofort, etwas dagegen zu tun!

Der Teufelskreis
Den Hund nun von anderen Hunden fern zu halten, ist meist keine Lösung.
Viele Hunde brauchen Sozialkontakte mit Artgenossen. Sorgen Sie dafür, dass die ersten Begegnungen mit Hunden nach einer Rauferei auf jeden Fall friedlich verlaufen, damit sich keinesfalls daraus ein größeres Problem Hunden gegenüber entwickelt. Treffen Sie sich für die nächsten Tage mit bekannten, freundlichen Hunden, um so für positive Erlebnisse zu sorgen.

Wichtig ist dabei, dass Sie versuchen, trotz allem locker zu bleiben. Vielen Hundebesitzern geht es so, dass der Hund eigentlich eine gute Basissozialisation hat, aber dann passiert der erste Übergriff - und von da an ist Mensch in Hab-Acht-Stellung. Der Hund erhält in der Folge immer weniger Sozialkontakte, der Mensch entwickelt Dauerstress, welcher sich auf den Hund überträgt und seine Aggressivität noch verstärkt. Deshalb ist es wichtig, zuerst einmal die eigene Angst in den Griff zu bekommen, damit es nicht zur Stimmungsübertragung kommt. In brenzligen Situationen ist es hilfreich, wenn man sich schon vorher wenigstens ungefähr einen "Plan" überlegt hat, wie man reagieren sollte. Es ist immer besser, selber die Situation aktiv zu gestalten als zu warten, bis irgendetwas passiert, um dann nur noch "kopflos" zu reagieren. Ein Plan vermittelt Sicherheit. Und er erleichtert es Ihnen, Ihrem Hund ein Ruhepol zu sein, an dem er sich orientieren kann.

Es gibt allerdings auch unter den Hunden Einzelgänger, die kein Interesse am gemeinsamen "Spiel" haben. Sie wollen einfach nur ungestört ihrer Wege gehen. So ein Hund reagiert erleichtert, wenn er sich nicht mehr mit Konkurrenten auseinandersetzen muss. Sorgen Sie bei Ihrem Eigenbrötler aber auf jeden Fall dafür, dass er andere Hunde toleriert und sich friedlich an Artgenossen vorbei führen lässt.

Es ist nie zu spät ...
Wenn Sie einen Hund haben, der auf Krawall gebürstet ist, dann haben Sie natürlich ein ernstes Problem. Verdrängen Sie es nicht, entschuldigen Sie es nicht - gehen Sie es an! Wie man im Einzelnen reagiert, wird von Hund zu Hund verschieden sein. Entscheiden Sie selbst, welches Vorgehen bei Ihrem Hund am Erfolg versprechendsten ist.

Es gibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten:

Ist ein Friedens-Training noch nicht möglich, sucht man für sich selbst einen festen Standpunkt oder wirft als Großhundbesitzer Anker, indem man den Hund an einem Baum, Laternenpfahl o.ä. festbindet. Wenn frau die Hundeleine einfach nur in der Hand hält, ist sie der Kraft eines plötzlich vorpreschenden großen Rüden meist nicht gewachsen. Bei diesem Problem gibt es einen einfachen Trick: Wenn der Hund zum Vorspringen neigt, setzt man den Hund an der linken Seite ab, führt die Leine hinter dem Rücken und hält sie mit der rechten Hand. Dann springt der Hund gegen das volle Körpergewicht und frau steht auch bei einem starken Rüden fest wie ein Baum. An der Leine darf man kein Knurren, Anspringen von anderen Hunden oder ähnliches tolerieren. Man redet seinen Hund sofort scharf an, nötigenfalls noch mit Leinenruck als Unterbrecher, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Man kann ihn auch absitzen oder Platz machen lassen, wobei wir Blickkontakt zu uns herstellen um den Sichtkontakt zwischen unserem Hund und dem "Auslöser" des Verhaltens zu unterbrechen. Keinesfalls darf man versuchen, den knurrenden Hund durch Streicheln oder Zureden zu beruhigen. Das würde er nur als Bestätigung für sein aggressives Verhalten erleben. Erst wenn er sich völlig ruhig verhält kann man ihn loben und belohnen.

Umsichtiges Führen
Jede Rauferei ist eine Rauferei zu viel. Versuchen Sie sicherzustellen, dass es zu keinen aggressiven Zusammenstößen mehr kommt. Viele Hundehalter schauen am anderen Ende der Leine lediglich "verblüfft" aus der Wäsche, wenn ihr Hund aggressiv reagiert. Lassen Sie sich möglichst in Zukunft von keiner Situation mehr überraschen. Hundeführer sollten vorausschauend handeln. Wenn der Hund frei läuft, sollten Sie ständig Ihre Aufmerksamkeit schweifen lassen und den Hund zu sich rufen, sobald Sie eine mögliche Reizsituation vorausahnen. Bei unübersichtlichem Gelände lassen Sie den Hund "Sitz Bleib" machen und erkunden erst den Weg. Dann rufen Sie den Hund zu sich. Oder schlagen Sie lieber einmal einen Bogen oder wählen einen anderen Spazierweg, um mit dem Hund unliebsame Begegnungen zu vermeiden - zumindest bis andere Verhaltensweisen eingeübt sind. Es lohnt sich!

Vorsichtige Begegnungen
Um aggressives Verhalten in Zukunft zu verbessern, sollte man seinen Hund freundlich und entspannt heranrufen und an der Leine weiterführen, sobald sich ein möglicher Gegner nähert. Wenn Sie es arrangieren können, sollten Sie dafür sorgen, dass der "Feind" nicht näher kommt als es Ihr Hund ohne Aggression toleriert. Am besten trainiert man Hundebegegnungen ganz gezielt. Man arrangiert Begegnungen mit einem fremden wesensfesten, nervenstarken Hund in einem Gelände, das dem eigenen Hund unbekannt ist. Das geht am besten, wenn der Übungshund bei seinem Hundeführer sitzt und diesen anhimmelt. Er soll bloss da sein und das auch länger durchziehen können. Lassen Sie die Leine unbedingt lang und locker, den Hund nicht ablenken, sondern den anderen Hund bewusst wahrnehmen lassen. Im Moment des Sichtkontaktes kommt ein enspanntes, ruhiges "Ist ok!" und sofort ein aufforderndes "Komm", wir gehen weiter, zügig, unbeirrt und ohne auf den anderen Hund zu achten – den gibt es für uns nicht. Die kleinste negative Reaktion des Hundes (der Ansatz zum fixieren, steif werden, Nackenfell sträuben) wird mit einem ernsten, aber ruhigen "Lass es!" unterbunden, wieder gefolgt von einer Alternativhandlung (ein freudiges Komm und zügiges Gehen, bei Blickkontakt evtl. auch mit Futterbelohnung). Jedes unerwünschte Verhalten also im Ansatz mit Abbruchkommando stoppen und sofortiges Lob bei entsprechendem Abbruch (z.B. Blick abwenden) und immer in dem Bereich anfangen, wo alles noch funktioniert.

Anfangs genügt vielleicht schon der Anblick des Rivalen am anderen Ende der Wiese, später kann man sich dann im Zickzack nach und nach immer näher an den anderen Hund herantasten. Bestätigen Sie Ihren Hund mit Leckerchen, so lange er friedlich bleibt. Kommt Spannung auf, laufen Sie einen größeren Bogen oder biegen Sie vor dem Hund ab. Gehen Sie aber nur, wenn es unbedingt sein muss, in die entgegengesetzte Richtung. Einen fremden Hund im Nacken zu haben ist viel schwerer für den Anfang, als im Bogen zu laufen und den Fremden wenigstens noch im Augenwinkel sehen zu können. Der Hund soll seine Umgebung incl. "Feind" wahrnehmen, aber er soll lernen, ruhig damit umzugehen, vertrauensvoll und gelassen zu bleiben. Toleriert er den anderen Hund auf Entfernung, kann der andere sich auch langsam entfernen, so dass man hinter ihm hergehen kann. Nach und nach kann man den Abstand dann verringern.

Und vor allem: Bleiben Sie entspannt und ruhig, auch wenn es nicht einfach ist. Vermitteln Sie Ihrem Hund Sicherheit: "Wir beide schaffen das!" Und wenn es doch schief geht - kein Problem. Das kann jedem mal passieren. Solche Situationen kommen immer wieder und die Rückschritte werden immer kleiner. Beim nächsten Mal wird es besser. Üben, üben, üben ...

Erste Hilfe
Haben Sie keine Hemmungen, eine Nylon-Maulschlaufe (nur kurzfristig) oder einen Maulkorb (längerfristig) zu benutzen! Gewöhnen Sie Ihren Hund stressfrei und in aller Ruhe an das Tragen von Maulschlaufe oder Maulkorb. Dann lassen Sie ihn mit anderen (sozial sicheren) Hunden laufen, je mehr Hunde auf einem Haufen, desto besser. Für den Anfang wäre das andere Geschlecht ganz gut. Dabei sollte man möglichst vorwärts gehen und nicht stehen bleiben, damit die Hunde sich nicht nur miteinander beschäftigen können. Am besten klappt es meist, wenn man erst ein paar Minuten nebeneinander mit angeleinten Hunden geht und sie dann gleichzeitig losmacht.
Je mehr Sozialkontakte der Hund hat, desto eher wird er sich auch an der Leine entspannen, weil er entgegenkommende Hunde nicht mehr als Stressoren empfindet. Und vor allem: SIE müssen lernen, Ihrem Hund wieder zu vertrauen, sonst befinden Sie sich den Rest des gemeinsamen Lebens im Dauerstress. Gelassene Helfer und eine Maulschlaufe bewirken Wunder in Sachen Entspannung beim Menschen

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Alternativverhalten trainieren...

Abwenden - Blickkontakt
Beginnen Sie bei einer Hundebegegnung mit dem Training früh genug, also BEVOR sich Spannung aufbaut und Ihr Hund das unerwünschte Verhalten gegenüber dem fremden Hund zeigt. Bleiben Sie im Wohlfühlbereich. Ihr Hund soll nicht scheitern und aggressiv werden, sondern Erfolg haben und friedlich bleiben.
Bedenken Sie, dass der aggressive Handlungsablauf, den Sie abzustellen versuchen, früher beginnt, als das den meisten Hundehaltern bewusst ist: mit dem Fixieren des "Gegners" (=starres Angucken) und austesten seiner mentalen Stärke. Ab diesem Zeitpunkt laufen Sie Gefahr, irrtümlich unerwünschtes Verhalten durch Lob zu verstärken. Ihr Hund darf ab jetzt nur noch belohnt werden, wenn er sich ablenken lässt. Werfen Sie z.B. ein paar Leckerchen hinter sich. Oder versuchen Sie, Ihren Hund auf sich zu konzentrieren. Er soll Sie anschauen. Verhindern Sie, dass er den anderen Hund anstarrt. Machen Sie dann einen Richtungswechsel, am Besten gegen den Hund (wenn Sie den Hund links führen, gehen Sie nach links, mit dem linken Bein zuerst, so dass Sie vor den Hund kommen, ihn also begrenzen. Machen Sie Tempowechsel, Stopps, laufen Sie rückwärts, um seinen Blickkontakt zu unterbrechen und belohnen Sie ihn, wenn er zu Ihnen schaut. Dabei muss er nicht "Fuß" gehen. Machen Sie sich spannend für Ihren Hund. Wenn er nicht auf Sie zu konzentrieren ist, waren Sie zu nah am anderen Hund. Vergrößern Sie dann die Entfernung und nehmen Sie die Spannung aus der Situation, indem Sie mit ihm Spielen oder Leckerchen geben.

Sie können ihn auch mit Leckerchen locken. Verhält er sich wunschgemäß, bekommt er eine Belohnung. Zeigt er ein unerwünschtes Verhalten, geben Sie ihm ein Falsch-Signal wie z.B. "Schade" und stecken das Leckerchen wieder weg. Wenn er Sie anschaut, zögern Sie die Leckerchen-Gabe mit der Zeit immer weiter hinaus, kramen sie langsam in Ihrer Jackentasche, lassen Sie die Leckerchentüte knistern, ziehen Sie das Leckerchen ganz langsam und spannungsvoll heraus ... Sie können auch eine kleine Unterordnungsübung mit Leckerchen oder Spielzeug machen. Und wenn Ihr Hund positiv reagiert, belohnen Sie ihn sofort, also nicht erst, wenn der "Feind" schon wieder weg ist. Dabei kann man ihn regelrecht mit Leckerchen vollstopfen. Die Snackbar hat geöffnet, wenn der "Feind" auftaucht, näher kommt und Ihr Hund angemessen reagiert, und sie schließt, wenn der "Feind" sich wieder entfernt. Wenn der Hund lernt, dass das Auftauchen eines anderen Hundes zuverlässig etwas Angenehmes ankündigt, ändert sich nach und nach seine Einstellung zu anderen Hunden. Angst und Aggression sind nämlich nicht mit mit gleichzeitiger Freude und Entspannung vereinbar. Diese Übung sollten Sie an allen möglichen Orten und in allen möglichen Situationen durchführen. Wenn man das geschafft hat, kann man ein Hörzeichen etablieren, wie z.B. "Schau" oder "Ruhig". Bleibt er entspannt, bekommt er eine Belohnung, bei Fehlverhalten gibts sofort (!) einen kurzen Leinenruck oder ein "Nein".

Geben Sie Ihrem Hund eine Aufgabe:
- Tragen
Ein Hund, der etwas im Maul trägt, kann nicht beißen. Als Sofortmaßnahme kann man dem Hund ein Spielzeug, das er mag, zum Tragen zu geben, sobald ein fremder Hund auftaucht.

- Bringsel aufnehmen
Ein Bringsel ist ein Gegenstand, der für den Hund gut erreichbar am Halsband befestigt ist und den er selbständig ins Maul nehmen und tragen kann. Langfristig sollte der Hund lernen, selbständig dieses Bringsel ins Maul zu nehmen, sobald er einen anderen Hund sieht.

... oder ignorieren

Man kann an kurzer Leine auch Treffen mit einem absolut ruhigen und nervenstarken Hund arrangieren, dem man sich z.B. bis auf 5 m nähert. In diesem Abstand bleibt man stehen, unterhält sich (so weit möglich) ganz normal mit dem anderen Hundebesitzer und ignoriert das Bellen des eigenen Hundes völlig. Also kein Kommentar, kein Leinenruck und auch den Hund nicht ansehen - rein gar nichts. Nur die Leine kurz halten um Toben zu verhindern. Jetzt heißt es Geduld haben. Irgendwann, nach ein paar Minuten oder auch mehr, hat der Hund sein Pulver verschossen und beruhigt sich. So bald er ruhig ist und die Leine ist locker, oder er setzt/legt sich, belohnt man ihn fürstlich. Das muss man natürlich einige Male wiederholen und auch mit anderen Hunden und an anderen Orten üben.

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Ist eine dauerhafte Resozialisierung möglich?
Die oben beschriebenen Arbeitsansätze mögen gelingen, aber sie führen nicht zu einer konstanten Lösung. Der Hund hatte bereits gelernt, dass er ungehemmt aggressiv kommunizieren kann. Er hat in der Sozialisationsphase als Junghund nicht gelernt, selbst eine Hemmung zu entwickeln, was beim erwachsenen Hund nicht mehr nachgeholt werden kann. Das heißt, dass man von Hundebegegnung zu Hundebegegnung mit dem alten Verhalten rechnen muss und demzufolge immer darauf achten muss, das erwünschte, nicht aggressive Verhalten rechtzeitig einzuleiten.

Der Kern des Problems: die Beziehung zwischen Hund und Mensch
Doch auch wenn die oben beschriebenen Arbeitsansätze gelingen, so ändern sie doch nicht den Kern des Problems. Man mogelt sich um den eigentlichen Konflikt herum und versäumt die Beziehungsarbeit. Der Hund sollte sich auf seinen menschlichen Partner verlassen können und Konflikte mit anderen Hunden an ihn abgeben. Das wird er aber nur tun, wenn der Hundeführer einen hohen souveränen Status in dieser Zweierbeziehung hat.

Überlegen Sie einmal: wenn der Hund immer wieder an der Leine bellt und zieht - kann es dann sein, dass der Hund die Beschützerrolle übernimmt, weil sein "Herr" Schwächen aufweist und kein richtiger Rudelführer ist?? Abgesehen von Schaukämpfen unter befreundeten Rüden sollte man als Rudelführer keine Aggressionen des Hundes tolerieren. Die Entscheidung wann, wo und mit wem gekämpft wird fällt ausschließlich der Rudelführer. Wenn der Hund Ihrer Anweisung nicht Folge leistet, ist nicht nur das Zeigen einer aggressiven Haltung das Problem, sondern auch die Weigerung des Hundes, der Aufforderung seines Rudelführers nachzukommen. Und dann sollten wir uns auch einmal Gedanken machen, ob die Rangbeziehung im Mensch-Hund-Rudel noch stimmt. Hier ist unsere Rolle als "Alphatier" absolut gefragt.

Wenn unser Hund immer wieder Menschen oder Artgenossen an die Wäsche gehen will, kann es auch sein, dass wir den ein oder anderen vorausgegangenen Hilferuf unseres Hundes schlichtweg überhört haben, denn Aggression steht sehr oft mit Angst oder Stress in Verbindung. Hunde, die sich aus Angst aggressiv verhalten, darf man keinesfalls strafen sondern gewöhnt sie, wie oben beschrieben, langsam an Hundebegegnungen. Man muss ihnen vermitteln, dass alles zuerst einmal Chefsache ist. So geben wir unserem Hund die notwendige Sicherheit wieder. Es ist nicht mehr seine Aufgabe sich um einen fremden Hund zu kümmern: Wenn der Chef nicht agiert, wird der fremde Hund in Ordnung sein und somit keinerlei Anlass dazu bestehen, was auch immer zu verteidigen. Und wir selbst dürfen bei einer Auseinandersetzung auch keine Unsicherheit zeigen - vielleicht auf Grund der gemachten schlechten Erfahrungen. Sonst verhalten wir uns bei der nächsten Begegnung noch unsicherer und der Hund wird automatisch weiter in die Verteidigungsrolle gedrängt, ohne dass er über genügend Selbstbewusstsein verfügt. So dreht sich die Spirale, ohne dass für einen von beiden irgendein Erfolg absehbar ist.

Aggressionsabbau durch Auslastung des Hundes

Ein Grund für das Aggressionsverhalten mancher Hunde ist die mangelnde Auslastung des Hundes und daraus resultierender Frust. Der Kampftrieb ist ein normaler Instinkt, der von Zeit zu Zeit eines Ventils bedarf, um keinen übermächtigen Stau entstehen zu lassen. Eine gute Auslastung des Hundes (viel Bewegung, lange Spaziergänge, Spiel mit anderen Hunden, diverse Ausbildungen) ist ein gutes Ventil, um überschüssige Energien wohl dosiert abzulassen. Besonders der spielerische Zweikampf um Gegenstände, spielerisches Raufen usw. eignen sich hervorragend, um Spannungen abzubauen. Dabei kann der Hund Hund sein und sich kontrolliert ausleben, darf auch mal den starken Typ rauskehren, knurren, bellen und imponieren. Argus liebt diese wilden Spiele, vor allem mit dem (starken) Herrchen, heiß und innig. Dabei sollte man allerdings immer darauf achten, dass der Mensch das Spiel beginnt oder zumindest beendet. (mehr zum Thema Zerrspiele und Aggression)

Oft hört man, die Schärfe komme vom Hundesport. Diese Annahme ist gänzlich falsch. Hundesport macht Hunde nicht böse auf Artgenossen. Im Gegenteil - sie lernen, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, auch unter Ablenkung durch andere Hunde, und werden so auch in der Freizeit bei Begegnungen mit Artgenossen sicher in der Hand ihres Führers sein. Doch Achtung, ein Körnchen Wahrheit enthält die Aussage schon: Je mehr Druck von Seiten des Hundebesitzers auf den Hund ausgeübt wird, umso häufiger und heftiger zeigt der Hund Verteidigungsverhalten, sprich: Aggressionsprobleme. Wer seinen Hund mit rüden Methoden ausbildet, braucht sich also nicht zu wundern, wenn er aggressiv gegenüber Artgenossen wird. Der Druck braucht eben ein Ventil.

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Und noch eine Bemerkung zum Schluss: Raufereien beginnen häufig im Kopf des Hundehalters, der seinem Hund bewusst oder unbewusst beigebracht hat, dass Sich-Durchsetzen etwas Gutes und Nachgeben etwas Schlechtes sei. Die Erwartungen und das daraus folgende Verhalten der Hundehalter beeinflussen die Entwicklung des Hundes wesentlich. Ein Hund spricht letztlich die Sprache, die sein Mensch bei ihm durch Beachtung und Lob fördert. Deshalb sollten wir auch einmal ehrlich in uns selbst hineinhorchen und uns unserer eigenen Motivationen bewusst werden. Häufig finden sich bei Hundeführern, deren Hund Aggressionen gegen andere Hunde oder Menschen zeigt eine unterschwellige Zustimmung zum Verhalten des Hundes oder Ängste vor dem eigenen Hund. Wenn man aus welchen Gründen auch immer Angst vor dem eigenen Hund hat, sollte man zuerst bei anderen Situationen versuchen die eigenen Ängste wieder abzubauen, bevor man versucht sich durchzusetzen während der Hund aggressiv gegen Artgenossen ist. Liegt ein unterschwelliges Befürworten der Aggression vor, weil man den anderen Hund nicht mag, gerne einen aggressiven Hund an der Leine hat um sich stärker zu fühlen oder ähnliches, ist jegliches Üben vollkommen sinnlos solange man selber sich nicht ändert. Es ist ebenso sinnlos solange man sich mit den oben erwähnten Entschuldigungen (Natürlich macht er nichts, hat er das jetzt zum ersten Mal gemacht, er beißt nicht richtig, mag keine XY-Hunde, ist als Welpe gebissen worden, man ist ja versichert usw. usf.) noch etwas vormacht.

Mehr dazu in der Hundezeitung: Begegnungen

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Hinweis:

Mit aggressiven Hunden ist nicht zu spaßen. Da ich weder Ihren Hund noch seine Vorgeschichte kenne und keinen Einfluss auf die Umsetzung meiner Anregungen habe, kann ich keinerlei Haftung für eventuelle Folgen Ihres Tuns übernehmen! Daher muss ich jegliche Verantwortung für Unfälle mit Ihrem Hund oder durch Ihren Hund ablehnen. Ich kann Ihnen hier nur einige allgemeine Ratschläge für "normale" Hundebegegnungen geben, die sich noch in einem gewissen Rahmen bewegen. Wenn die Aggression Ihres Hundes jedoch eskaliert, sollten Sie schnellstens Rat bei einem fachkundigen Hundeerzieher suchen (Adressen finden Sie hier, hier und hier). Seien Sie nicht zu stolz, auch mal einen erfahrenen Hundetrainer zu konsultieren, der Sie und Ihren Hund beobachtet. Meine Tipps können und sollen Ihnen den Weg zum Fachmann nicht ersparen. - Und nicht immer gibt es ein Happy End. -

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Raufer aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden

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